Website Boosting 2.0 - Weblog

Der Blog für das Buch Website-Boosting 2.0 von Mario Fischer

Gekaufte Links - beginnt nun die Abstrafung?

Vor gut einem Jahr hatte ich hier im Blog gewarnt, dass es für Domains wahrscheinlich bald eng wird, die massiv Links einkaufen. Google hat ja schon länger angekündigt, dass man 2011 sehr viel härter dagegen vorgehen wird und es könnte durchaus sein, dass es jetzt los geht mit den Abstrafungen...

Erst letzte Woche hat es ein Schwergewicht in den USA getroffen. J. C. Penney wurde von Google wegen gekaufter Links abgestraft. Viele interessante Platz 1 Treffer wie z. B. "dresses" ranken nun erst ab Position 71. In meinem Post im März letzten Jahres hatte ich ja von der Erweitung des Meldeformulars in den Google Webmastertools berichtet, das um den Topic "gekaufte Links melden" erweitert wurde. Zumindest bei J. C. Penney lief das Verpetzen aber hochoffiziell ab: Die New York Times (Quelle) berichtete, dass der Modehändler wohl massiv minderwertige Links gekauft hätte, um das Ranking zu verbessern. Matt Cutts von Google hat umgehend reagiert und die Domain bestraft.

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Diese Woche hat es nun forbes.com erwischt. Nicht wegen Linkkaufs, sondern wegen LinkVERkaufs.

Matt Cutts sagte dazu " My recommendation would be that Forbes remove the paid links that pass PageRank. I should mention that I believe we have another example of paid links that pass PageRank on Forbes which is similar to forbes.com/ebusiness/ , so it probably makes sense to do a full check of your site for any links similar to that or powered by the same network" (Quelle)

Da auch in Deutschland nicht wenige Zeitschriften- und Verlagssites mehr oder weniger offen Links verkaufen - sogar in extra dafür geschriebenen "Fachartikeln" und richtig heftig mit In-Text-Links, scheint es nur eine Frage der Zeit zu sein, bis auch das auf den Schirm von Google gelangt. Die Betreiber größerer Websites, die sich in stillen Besprechungszimmern Gedanken machen, wie man die Bekanntheit der eigenen Site wohl noch besser monetarisieren könnte, unterschätzen wahrscheinlich die Transparenz im Web. Und sie unterschätzen relativ sicher, dass ihr Tun bei Experten nicht unbemerkt bleibt. So wird auf diversen SEO-Treffen immer wieder mal über wirklich unglaublich freche Aktionen großer Domainnamen diskutiert. Kurz, die Szene weiß in der Regel relativ genau, was läuft. Solange das Google´s Algorithmen verborgen bleibt, scheint alles in Ordnung.

Man muss ich allerdings fragen, ob Google denn weniger Analysemöglichkeiten hat, als Klein-Kalle, der schon mit billigen SEO-Werkzeugen solchen Machenschaften recht schnell auf die Spur kommt. Die Frage kann man getrost mit nein beantworten. Dem Vernehmen nach hat Google für das Spam Fighting Team einen eigenen "Browser" entwickelt, der beim Aufruf einer Website sämtliche relevanten Kennzahlen und Signale praktisch "live" mit anzeigt. Das Nachrecherchieren und der Drill-down in Linknetzwerke wird somit bedeutend einfacher. Oops.

Dazu kommt, dass Google dafür bekannt ist, menschliche Erkenntnisse bzw. Erkenntnismuster in oft geniale Algorithmen umzugießen. Das ist nicht immer einfach, muss sauber entwickelt und getestet werden - aber schließlich kommen die neuen Filter dann und werden auf das gesamte Web ausgerollt. Das ist auch der Grund, warum Black-Hat Techniken oft so lange funktionieren und die Verwender sich relativ sicher damit fühlen. Fakt scheint aber nun zu sein, dass die Spam Fighter einfacher, schneller und besser Linknetzwerke aufdecken können und die Maschine damit am Ende nun ungleich schneller "lernen" kann, wie man diese Black Holes auch schneller automatisiert finden kann!

Angekündigt hat Google für 2011, insbesondere gegen die folgenden Dinge massiv vorgehen zu wollen:

Seiten, die ausschließlich für Adsense gemacht wurden und erkennbar dünnen Content haben


Seiten, die Keyword-Stuffing betreiben (das "Vollstopfen" mit Suchbegriffen)

Seiten mit versteckten Texten oder versteckten Links

Tippfehler-Domains, die auf Fehlschreibung bekannter Domainnamen abzielen

Linkfarmen

Cloaking und unsauberer Weiterleitungen

Wenn Sie all diese Techniken nicht einsetzen, brauchen Sie sich keine Gedanken zu machen. Oder doch? Sind Sie sicher, dass Ihre Web- oder SEO-Agentur wirklich sauber arbeitet? Sind Sie informiert darüber, was die für Sie da im Hintergrund wirklich treiben? Sind Sie sicher, dass Umleitungen und Programmierung wirklich sauber sind und sich die Site nicht unschuldig als Kollateralschaden in einem Spamfilter verfängt? Erst wenn Sie auch diese Fragen für sich selber mit "ja" beantworten können, sind Sie tatsächlich (relativ) sicher.

Einige der durchaus auch bekannteren SEO-Agenturen sind in der Szene ebenfalls bekannt dafür, dass sie für ihre Kunden den einfachen Weg gehen, nämlich Links zu kaufen. Als echtes SEO kann man das wohl weniger bezeichnen, eher als makeln. Aber von der Courtage (Linkeinkaufspreis/Weiterverrechnung) kann man -solvente Kunden vorausgesetzt- ja auch ganz gut leben. Es bleibt also spannend, was dieses Jahr für solche Arbeitspraktiken an Überraschungen bereit hält...

Am Schluss noch ein wichtiger Hinweis. Auch forbes.com hat übrigens via Google Webmaster Tools einen Hinweis über die gefundenen, unsauberen Maßnahmen bekommen. Stellen Sie daher in jedem Fall sicher, dass Sie auch tatsächlich für Ihre Domains dort angemeldet sind und checken Sie regelmäßig eventuelle Meldungen dort. Da Google manchmal vorzeitig informiert, kann man ggf. noch Gegenmaßnahmen einleiten und eine Strafe vermeiden.
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Bildnachweise: Fotolia /ioannis kounadeas /skvoor

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Geschrieben von am 23.02.2011
Kategorie: Aktuell, Stolperfallen



Kommentare & Anmerkungen

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Kommentare

Ob Google's aktuell verschärfte Gangart gegen Link(ver)kauf in größerem Stil mit der ab sofort für Publisher via "Google One Pass" bestehenden Option, Premium Contents so zu monetarisieren, dass Google mitverdient, zusammenhängt? Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...

Sicher hängt das in Teilen damit zusammen. Hauptgrund wird aber wohl trotzdem sein, dass durch die massenhaft auftretenden Contentfarmen und Produktspammer die Suchresultate in den vergangenen Jahren sicherlich nicht besser geworden sind. Google ist ja auch nicht doof und wird sehen, dass, wenn sich ein Wettbewerber im Suchmaschinenbereich doch mal mit Innovationen einen nachhaltigen Marktanteil sichert, sie irgendwann Probleme bekommen könnten. Und warum sollte man darauf erst warten?

3 | Steffen Drews schreibt am 23.02.11 14:13:

Wer keine Links kauft werfe den ersten Ankertext oder so ähnlich. Es wird zumindest immer schwieriger das ganze vernünftig und "unter dem Radar" stattfinden zu lassen und es erfordert eben immer mehr "echte" Kommunikationstalente über diverse Kanäle um direkt mit möglichen Linkquellen in Kontakt zu treten, als stupide über die Netzwerke einzukaufen.
Der SEO ansich muss immer mehr in Richtung Allrounder wachsen angefangen von der Analyse übers Optimieren zum Controlling. Ich freu mich schon drauf ;)

Ich möchte ein "T" kaufen. Nicht nur von der "Courage" kann man ganz gut leben (Boxer und Soldaten etwa tun das), sondern auch von der Courtage.

Fachlich habe ich nichts beizutragen ;)

Danke an @Robert Wetzlmayr für den Kaufversuch eines T´s . Hab ich oben ausgebessert, wobei ich mir ein kl. Grinsen nicht verkneifen konnte, Freud lässt grüßen - denn da gehört auch irgendwie Courage dazu..!

6 | Perun schreibt am 23.02.11 15:01:

Zitat:

"vorgehen zu wollen:

Seiten, die ausschließlich für Adsense gemacht wurden und erkennbar dünnen Content haben"

irgendwie habe ich da so ein Déjà-vu. Wollte nicht Google das schon 2008 erledigt haben? :-)

7 | Dawid schreibt am 23.02.11 15:27:

Genau so ist es.
MFA-Seiten funktionieren noch immer, ..sollten aber schon lange nicht mehr ranken ;)
Die filter packen aber jetzt schon schneller, dann bin ich mal gespannt wie es voran geht obwohl der Linkkauf wirklich sehr einfach aufzudecken ist.
Ein guter Programmierer stellt dir einen Likkauf-Filter innerhalb weniger Minuten zusammen, und Google erst.
Da müssen die Linkkäufer einfach schlauer arbeiten!

Früher war Google einfach nur sympatisch. Jetzt betrachte ich Google zunehmend kritischer mit einem lachendem und einem weinenden Auge. Lachen vor Freude, dass Google die Tricks wie bezahlte Links (das ist ja auch eine Form von Korruption und damit antidemokratisch) besser erkennt und bekämpft. Das weinende Auge: Google wird immer mächtiger und kann mit seinem Hebeln jederzeit Existenzen zerstören oder der Internetwelt, die immer mehr Bestandteil der realen Welt, z.B. durch Facebook, wird, ihren Stempel und Willen aufdrücken. Wie heißt es bei Tolkien "Die Welt ist im Wandel..." und sind die beiden o´s im Wort Google nicht auch Ringe und wo sind die anderen fünf? Den einen Ring aber hat Google bestimmt....

9 | Frank schreibt am 23.02.11 16:40:

Sehr schön! Und wir brauchen uns keine Gedanken machen. Links kaufen war noch nie unser Ding.

Perun, sie gehen ja eh schon seitdem dagegen vor. Allerdings ist die Grenze zwischen gekauften und getauschten Links eine schwimmende die durchaus öfters auch mit zwischenmenschlichen Komponenten zusammenhängt. Und Google geht ja nicht per se gegen Linktausch / Linkkauf vor, sondern im Grunde nur gegen offensichtlich darauf basierten. Denn sollte es anders sein müssten bald alle WordPress-Blogger ziemlich große Schwierigkeiten wegen der Blogrolls bekommen, denn diese Links sind je nach Definition ja genauso gekauft (Ja, tauschen ist eine andere Art der Bezahlung ;)). Allerdings macht es wenig Sinn global mit dem Mähdrescher drüberzufahren, weil dadurch auch die qualitativen Seiten runtergehen werden.

Es wird also weiterhin versucht werden unterm Radar was zu machen und in vielerlei Hinsicht wird das auch funktionieren, solange diese Methoden in Relation zum "natürlichem Linkaufbau" (was für eine geile Bezeichnung) bei einem Projekt nicht Überhand gewinnt.

11 | Perun schreibt am 23.02.11 17:21:

@Karl,

ich redete von AdSense und du von ge-/verkauften Textlinks. :-)

Ich nehme mal daher an, dass sich deine Antwort an Markus (#1) gerichtet hat.

ups, stimmt.. da hab ich von deiner Aussage das die das schon erledigt haben wollten gleich auf den gesamten Kontext des Artikels inkl. Kommentare weitergeschlossen und meine Gedanken dazu, scheinbar ein bissal zu wirr, abgedruckt ;)

13 | Pascal schreibt am 23.02.11 19:41:

Bei JCP war die Sache ja auch schon seit einiger Zeit bekannt, bzw. auf dem Radar von Google. Trotzdem wurde keine Abstrafung vorgenommen sondern erst durch den Druck der Öffentlichkeit ausgelöst.

Die Meldungen in den WMTs bezüglich des Linkverkaufs sind aber definitiv eine gute Sache. Wird das schon weltweit gemacht oder ist das zur Zeit noch auf die USA beschränkt?

Da haben selbst die trusted Links der Pressewebseiten nichts mehr geholfen. Vielleicht wirken sich die Berichte (und Links) nach reinclusion aus, BMW hat's ja bekanntlich auch nicht geschadet.

Ich denke auch, dass es sehr spannend werden wird in Sachen Linkkauf-Erkennung - nicht nur dieses Jahr.

Schwer wird für Google die Unterscheidung von "für SEO gemachtem Content" und "echtem Content" sein. Gerade die "Seiten, die ausschließlich für Adsense gemacht wurden und erkennbar dünnen Content haben" sind inhaltlich und vom Linkprofil nur schwer zu unterscheiden von beispielsweise Amateur-Seiten, die eine Wanderung oder ähnliches beschreiben und im Prinzip wertvoller Content sind. Man darf gespannt sein.

16 | Jan schreibt am 24.02.11 10:43:

Google wird langfristig immer besser werden. Qualitativ hochwertige Inhalte sollten daher aus meiner Sicht der Ausgangspunkt jeder weiteren Optimierung für langfristige Projekte sein.

Ich glaube nicht daran, dass Google in Zukunft jeden gekauften Link erkennen wird. Wenn es intelligent gemacht wird, wird Google auch weiterhin Probleme haben zu wissen, ob Geld geflossen ist oder nicht.

17 | Mark schreibt am 25.02.11 13:48:

Meines Erachtens enthalten die Ankündigungen von Google keine wirklichen Neuigkeiten.

Google ist generell nicht altruistisch veranlagt, das die vor allem auch an eigene Vermarktungsmöglichkeiten denken, ist logisch.

Interessant finde ich, dass jetzt mit Pemney, Forbes und seit gestern auch Overcome Inc. gleich 3 big player "erwischt" wurden bzw. darüber geschrieben wird. Für mich ist das auch eher ein Zeichen dafür, dass Google nach wie vor keine probate Lösung dafür hat, Linkkauf oder Verkauf zu erkennen, es sei denn, er wird zu plump oder maßlos betrieben.

Für kommerzielle Seitenanbieter ist es doch nahezu utopisch, ohne Linkkäufe an ausreichend Backlinks zu gelangen.

>"Google ist generell nicht altruistisch veranlagt, das die vor allem auch an eigene Vermarktungsmöglichkeiten denken, ist logisch."

Kein normales Unternehmen ist altruistisch veranlagt, das widerspricht betriebswirtschaftlichen Prinzipien... ;-)

Wenn es aber (nur) um die eigenen Vermarktungsmöglichkeiten geht, warum werfen sie dann gezielt Adsense-Seiten (ohne großen Mehrwert) raus? Gerade bei diesen Seiten ist die Klickrate auf Adwords doch meist extrem hoch. Je besser der Content ist, desto weniger wird auf die eingeblendeten Anzeigen geklickt! Wenn Google nur auf den Umsatz schielen würde, würde man im Gegenteil Thin-Adsense Seiten sogar noch pushen.. Schon mal darüber nachgedacht? ;-)

Meines Erachtens geht es nicht um ein paar gekaufte Links, sondern um die, die gezielt und massenhaft Link kaufen. Und noch ein letztes: Utopisch ist es keinefalls, an ausreichend Backlinks zu kommen. Nur können es die wenigsten, weil der Kauf immer noch am schnellsten geht und es sorry jeder Hirnheinz kann. (Anm.: Für echte und heftige Money-KWs aus dem PPC-Bereich geht das sicher nicht, da muss sicher auch zugekauft werden, wobei es da auch Linkbuilder gibt, die das ohne schaffen!)

19 | Perun schreibt am 25.02.11 14:07:

@Mario,

Zitat:
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"Wenn es aber (nur) um die eigenen Vermarktungsmöglichkeiten geht, warum werfen sie dann gezielt Adsense-Seiten (ohne großen Mehrwert) raus? Gerade bei diesen Seiten ist die Klickrate auf Adwords doch meist extrem hoch. Je besser der Content ist, desto weniger wird auf die eingeblendeten Anzeigen geklickt! Wenn Google nur auf den Umsatz schielen würde, würde man im Gegenteil Thin-Adsense Seiten sogar noch pushen.. Schon mal darüber nachgedacht? ;-)"
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Mark hat nicht gesagt das die Leute bei Google doof sind sondern das die profitorientiert sind und auf den Umsatz schauen.

Würden Sie nicht die made-for-adsense Seiten bekämpfen, dann wären sie doof, weil sie schon mittelfristig große Einbußen durch Wegbleiben von AdWords-Kunden haben würden.

Ja, sie bekämpfen die made-for-adsense aus reinem profitgedanken her.

20 | Mark schreibt am 25.02.11 14:11:

Ich habe bewusst den Begriff "altruistisch" verwendet, weil Google in seinen Communiqués gerne den Nutzen des Users in den Vordergrund stellt.

Ja aber hallo! Ist das nicht die intelligenteste betriebswirtschaftliche Strategie? Den Kunden/User in den Mittelpunkt zu stellen? Seinen Nutzen zu maximieren? Damit maximiert sich automatisch auch der Umsatz.

Das wird immer wieder verwechselt. Google stellt die Nuzter nicht aus Hans-guck-in-die-Luft´erei- in den Mittelpunkt. Oder weil sie lieb erscheinen wollen. Die haben begriffen, dass das Business nur so läuft! Wenn die Suchenden zufrieden sind, kommen sie wieder. Und dann und NUR dann, lässt sich auch mit ihnen Geld verdienen. Daher haben sie sogar bei Adwords eine Bremse eingebaut (Qualitätsfaktor), damit nicht dämliche Marketers durch hohes Bieten irrelevantes Zeug (aus Sicht der Nutzer) einstellen bzw. anzeigen lassen können. Auch da verzichet man zu Gunsten der Userzufriedenheit auf Geld. Langristig das beste, was man als Suchmaschine tun kann. Ich erinnere, dass Altavista erst abgeschmiert ist, als man Suchergebnisse gegen Geld verkauft hat. Das wurde bekannt und Ende Gelände ;-)

22 | Mark schreibt am 25.02.11 14:58:

@ Mario:
Bin absolut d´accord mit dem was du sagst.
Natürlich ist das Teil der Vermarktungsstrategie.

Ich bin in jedem Fall gespannt, wann die ersten konkreten Änderungen des Algorithmus sichtbar werden.

Um nochmal auf die Ankündigungen von Google zurückzukommen...
Insbesondere aus PR-Gründen werden die Jungs aus Mountain View darauf bedacht sein, die Schlagzahl an corporate news hoch zu halten und zukünftig wieder vermehrt positive Schlagzeilen zu machen.
Nach der genehmigten Kooperation von Yahoo und Microsoft dürfte Google zumindest wieder so etwas wie einen Hauch an ernst zu nehmender Konkurrenz spüren.

23 | Helmut schreibt am 28.02.11 6:30:

Mein Gott, ist das ein Bullshit was hier diskutiert wird. Das ist das gleiche, wie wenn man darüber diskutieren würde, dass die EU gegen Drogenhändler vorgehen will. Das wird einfach niemals passieren. Eine Diskussion weil es einmal eine Seite gibt die Abgestraft wird weil die New York Times darüber berichtet hat - ist ja echt toll. Wenn die New York Times den Namen eines Politikers veröffentlicht der Schmiergeler aus Drogengeschäften bekommt müssen die Beamten die das vorher auch schon wussten und mitkassieren ihn auch verhaften. Hat von Euch schon einer schon einmal wirklich nachgedacht was passiert, wenn Google wirklich alle Seinten mit gekauften Links abstrafen würde. Da würde plötzlich Max Meier mit seine Website an erster Stelle stehen weil er 5 Backlinks (die eben nicht gekauft sind) hat.

PS.: Ich habe auch einmal einen Mitbewerber wegen gekaufter Links angeschwärzt (weil ich noch blöd und naiv an die Ethik von Google geglaubt habe) passiert ist gar nichts.

24 | okseo schreibt am 4.03.11 15:50:

Vielen Dank für die Hinweise und die Nennung der abgestraften. Ich bin ja noch nicht lange dabei aber irgendwie kommen mir die Themen bekannt vor. Soll Google doch abstrafen wen Sie wollen. Dann wird sich das Unternehmen wieder darauf einstellen :-)

25 | VNG schreibt am 4.03.11 17:01:

Ich bin mal gespannt wer da noch alles so betroffen sein wird. In D-Land gibt es ja nun schon einige prominente "Opfer". Manche begründet und manche leider unbegründet. seo-united ist ja ein gutes Bsp. für unbegründete Bestrafung.

Ich bin der Meinung, dass man eine Vielzahl von gekauften Links abstrafen sollte. Allerdings weiß ich nicht so recht, wie Google das bewerten möchte. Und Links abzustrafen nur weil es sich um Werbung handelt, ist übertrieben. Werbung ist ein alltägliches Mittel um Geschäftsprozesse voranzutreiben.

27 | Koslowski schreibt am 15.03.11 20:54:

Ich sehe das genauso. Das ist doch was alle wollen, dass der Kunde zufrieden ist und immer wieder kommt. Was bringt es den, wenn der Kunde unzufrieden die Suche aufgibt und ein Kauf nie zustande kam oder der Kunde nie wieder kommt. Gar nichts, oder? Ich finde diese Massnahme vollkommen in Ordnung und auch richtig.

28 | Jan schreibt am 16.03.11 13:09:

Hallo,

vielen Dank für diesen Beitrag! Es war ja nur eine Frage der Zeit, bis Google gegen extremen Linkkauf/-verkauf vorgehen wird....doch ich denke, wer bereits Links ge-/verkauft hat, sollte nun nicht in Panik ausbrechen und versuchen, alles rückgängig zu machen.
Es zeigt sich einmal mehr, dass SEO ein sehr spannendes Thema ist!

Mfg, Jan

Hallo!

Das Vorgehen gegen den Linkkauf ist schon rechtens, finde ich. Da werden die Rankings etwas Fairer werden...

Aus Sicht des Geld verdienens ist das Vorgehen gegen den Linkverkauf etwas schlecht für Webseiten bzw. Blogs!
Doch das eine geht nicht ohne das andere...

Ich Persönlich nutze ja keinen Linkverkauf und habe es auch nie genutzt, daher ist es mir egal.

Doch wenn man mit Kapital an die Google Top-Plätze kommt ist das unfair gegenüber denen die mit viel Arbeit und Ergeiz den eigenen Linkaufbau realisieren und keine Chance auf gute Plätze in den Suchmaschinen haben wegen den Linkeinkäufern!

MfG

Csaba Nagy

30 | Heidi63 schreibt am 26.03.11 19:22:

Hallo,

ich finde diesen Artikel und die Kommentare der anderen User sehr interessant. Das Google gekaufte Links abstraft ist ja kein Geheimnis. Bisher war es für Google aber auch immer wichtig zu erkennen wie viele Backlinks eine Webseite hat da dies eines von vielen Kriterien für die Bewertung einer Webseite ist. Würde Google jetzt auf einmal jede Art von Linktausch verbieten würde ja dieses Bewertungskriterium auch wieder wegfallen. Daher würde ich viel eher vermuten das Google vielleicht das Verhältnis zwischen Zugriffen und Verweildauer auf einer Domain mit dem der neu hinzugekommenen Backlinks vergleicht. Solange dieses Verhältnis in einem glaubwürdigen Rahmen bleibt kann ich mir kaum vorstellen das ein Linkkauf schädlich sein soll. Man darf es eben nicht übertreiben. Viele unerfahrene Webmaster machen leider den Fehler und kaufen auf diversen Aukionshäusern Angebote wie z.B. 1.000 Webkatalogeintragungen, Bookmarks, Foren oder Blogs für ... Euro und vergessen dabei völlig das deren Webseite noch so unbekannt ist das bisher noch nicht mal so viele Besucher im Monat zusammenkommen. Wenn eine Webeite noch neu ist und nur wenige Besucher am Tag hat ist es doch sehr unglaubwürdig das (fast) jeder davon irgendwo einen Backlink setzt. Sicherlich ist es auch nicht sinnvoll immer nur do follow Links zu verwenden. Bei einem wirklich natürlichen Linkaufbau würde der Linkgeber sich ja auch nicht dafür interessieren ob er das Ranking einer anderen Webseite steigert.

31 | Ronny schreibt am 29.03.11 7:32:

Hallo,

wie ist das eigentlich bei der Buchung einer Kampagne bei Zanox oder ähnlichen Anbietern. Wird so etwas auch von Google abgestraft?

Irgendwie muß man doch werben ohne dann Betrug vorgewurfen zu bekommen oder?

MfG Ronny

Dafür gibt es ja rel-nofollow, damit entwertet man Links, die ge-/verkauft wurden oder von dessen Inhalt man sich distanziert (z. B: in Blogs, wo andere Menschen Links hinterlassen).
Außerdem muss bezahlten Links in der Regel der Zusatz "Anzeige" hinzugefügt werden, um diese Abschnitte sauber von redaktionellem Inhalt zu trennen. So gesehen verstoßen viele Affiliates gegen geltendes Recht. Dass da nix passiert, liegt daran, dass die Anwälte und Abmahnvereine das noch nicht auf dem Schirm haben. Kommt sicher irgendwann. Dann ist das Gejammer immer groß. Viele meinen, wenn etwas nicht gleich verfolgt oder bestraft wird im Web, entstünde eine Art Gewohnheitsrecht, gegen Gesetze zu verstoßen... :-)

33 | Mia schreibt am 11.04.11 15:51:

Naja, man muss sich doch nur die Herkunft der Kommentare hier anschauen! Da wird es ja bald problematisch in diesem Umfeld aufzutauchen ;-) - Ist dies evtl auch bald eine linkfarm mit bad neighborhood?
..Nicht so Ernst nehmen!

34 | Upondo schreibt am 13.04.11 13:43:

Meiner Ansicht nach wird Google die Abstrafung wenn dann nur rudimentär vornehmen, denn: nehmen wir an Google straft alle Link-Buyer&Seller ab - damit würden sie ja eine ganze Industrie, die zu ihrem Öko-System gehört, massiv schädigen. Kann mir nicht vorstellen, dass sie sich so ins eigene Fleisch schneiden...

@ Mario

Wenn Du mir jetzt noch sagst, wo ich diesen Google Browser für Mitarbeiter her bekomme... ;)

@Mario:

Ja, das wäre ne feine Sache... Das Dingens heißt intern bei denen übrigens der Google "Surfer" und zeigt wirklich fiese, fiese Kennzahlen an... Verstecken ist da definitiv nicht mehr drin.

37 | mav schreibt am 16.04.11 11:07:

"Außerdem muss bezahlten Links in der Regel der Zusatz "Anzeige" hinzugefügt werden, um diese Abschnitte sauber von redaktionellem Inhalt zu trennen."

Ja, das ist interessant und laut §26 des Mediengesetzes so. Bei grafisch gestalteten Bannern ist die Sache ziemlich klar. Aber wie sieht das eigentlich bei reinen Textlinks aus ... beispielsweise ein bei einem bezahlten Link in einem Blogbeitrag oder ein bezahlter Footer-Link?

Ist ja nix anderes, nur ohne Grafik. Dann müsste eigentlich der ganze Blogbeitrag bzw. der Footer als Anzeige gekennzeichnet werden? Oder in hochgestellter Schrift direkt am Link? :-)

38 | Rolser schreibt am 22.04.11 18:47:

In der Tat wurde auf dieser Seite wie auch im Buch Website-Boosting eindringlich vor diesem Thema gewarnt. Für "Neulinge" wie mich war es sehr hilfreich lesen zu können mit welchen Mitteln man solchen gekauften Links auf die Spur kommen kann. Diese Erläuterungen wie einfach man teilweise solche Versuche aufdecken kann, machen einem die Entscheidung auf derartige Tricks zu vezichten noch viel einfacher.
Nochma: danke für diese Hinweise

39 | Halli schreibt am 29.04.11 0:56:

Einen Hintergrundartikel über gekaufte Links auf Zeitungsseiten hatte ich bereits vor (fast) einem Jahr gepostet: http://www.at-mix.de/news/6411.html
Geändert hat sich seitdem wenig, nur die Namen der Subdomains haben sich inzwischen geändert .....

Es wäre toll, wenn bezahlte Links keine Positionsverbesserung mehr bedeuten würden. Aber ganz ehrlich: Alle Werbelinks blocken geht nicht, sie wollten große Seiten ohne Werbung überlebene. Ausserdem ist der Kauf und Verkauf von Links sehr aufwändig nachzuweisen.

41 | Mathias schreibt am 11.05.11 15:18:

Interessant, dass es nun auch mal wieder die Schwergewichte erreicht. Das Thema wird ja bei Google in regelmäßigen Abständen immer wieder hoch gekocht. Ist das vielleicht nur eine Angst-Kampagne? Dass die Algorithmen die automatische Spam-Ermittlung noch immer nicht richtig im Griff haben, zeigt doch die Anschwärzung durch die New York Times. Das macht ja fast den Anschein, als wäre Cutts/Google ohne die NYT nicht auf den Verstoß gekommen. Wenn das bei einer "kleinen" Internetpräsenz passiert, ok. Aber bei den fetten Läden sollte Google das doch automatisiert sofort mitbekommen.

42 | Dominic schreibt am 3.06.11 4:32:

Gerade für die Fair-Player die sich Mühe geben guten und interessanten Content zu veröffentlichen ist es ein großes Ärgernis wenn solche Budget-Riesen die Backlinks einfach einkaufen und besser ranken ohne entsprechend besseren Content zu haben. Ich bezweifel aber das Google einen entsprechend fairen Weg findet den es wird am Ende ein Bot sein der bewertet und nicht der Mensch und es ist plausibel das es dann auch die Fair-Player ab und zu trifft.

LG

43 | Frank schreibt am 25.06.11 13:48:

Linkkauf, das ist ja keine schöne Sache. Es nervt schon ordentlich wenn man, was leider sehr häufig vorkommt, über ganz offensichtlich gekaufte Links stolpert.

Trotzdem würde ich nicht so weit gehen und solche Links bei Google denunzieren.

Tante G. hat ja den Geist selbst gerufen als sie Links zum wichtigsten Rankingkriterium erhoben hat.
Wenn Sie nun vollmundig zum wiederholten Mal ankündigt gegen die Sünder vorzugehen, dann soll sie es auch tun! Und zwar selbst!
Das Problem ist doch, dass man da schwer mit Algorithmen weiterkommt, also Menschen einsetzten müsste. Und zwar sehr viele.

Da das viel Geld kostet, ist die Wahrscheinlichkeit dass dies je in großem Stil passiert recht gering.

Das Damoklesschwert, das über den Linkkäufern und den Linkverkäufern hängt, ist in Wahrheit nur ein Taschenmesser und das bleibt es auch solange, wie Google nicht mal merklich Ernst macht - das heißt Geld in die Hand nimmt und mit Menpower gegen Linkkauf vorgeht.

Bislang führt die Drohgebärde doch nur dazu die Kleinen zu verängstigen - die Großen lachen sich ins Fäustchen...

Einerseits war/ist die Abstrafung gekaufter Links gut damit der PR wieder mehr aussagekraft bekommt und andererseits sehe ich gekaufte Links nunmal als Werbung und Werbung ist ein gägniges Mittel in der heutigen Medienwelt.

Ich finde es auch gut das google die gekauften Links abstrafen möchte, allerdings glaube ich kaum das dies immer aufgedeckt werden kann

46 | Adrian schreibt am 27.07.11 10:32:

Der ehrliche Weg ist immer der bessere Weg. Logischweisse will Google hilfreiche Seiten oben sehen und nicht "optimierte".

47 | tmueller schreibt am 1.08.11 19:24:

Gekaufte Links sollen natürlich abgestraft werden.Nur ist die Frage, wie Hoch ist die Nachaltigkeit.Geradefinanzstarke unternehmen wie Forbes werden da schon ihre Mittel und Wege finden solche Abstrafungen wieder wett zu machen.

48 | Peter schreibt am 5.08.11 11:35:

natürlich ist der ehrlich Weg der bessere, aber es ist wichtig alle legalen Möglichkeiten auszuschöpfen, auch solche die sich momentan noch in einer rechtlichen Grauzone befinden. Ich persönlich finde es nicht gut links zu kaufen, aber wenn, so sollte man z.B. nicht nur auf links und backlinks mit hohem PageRank setzen, sondern auch schwächere im Portfolio haben. Hierbei kommt es auf den gesunden mix an. Google merkt auf alle fälle, wenn man auf einmal 20 PR 5 links mirnichts dirnichts mehr hat...

Und natürlich kann man nie genug Content-Management betreiben. Dafür kann google NIEMANDEN abstrafen ;-)

49 | Ute schreibt am 15.08.11 7:41:

Warum ignoriert Google nicht einfach Footerlinks? Footerlinks sind fast immer gekaufte Backlinks.

Ich glaube, Google will nur öberflächig den Anschein wahren, dass qualitativer Content immer siegt. Ich glaube, im Grunde wollen Sie, dass Firmen einfach "Kapital verbrennen", da sie dann mehr Grund haben, Geld auch wirklich in ihren Content zu investieren. Ganz nach der Regel: Mehr Kapital = besserer Content.

50 | Richard schreibt am 2.10.11 12:52:

Beim Linkkauf muss man schon vorsichtig sein, da kann man auch viel kaputt machen. Trotzdem immer noch eins der besten SEO tools.

Spannendes Thema, das uns sicher noch länger beschäftigen wird.

Googles Politik begünstigt weiterhin die schon großen Websiten (& Verlage mit Redaktionsteams), ob die nun Links verkaufen oder nicht. Ich kenne Unternehmen, die ausschließlich von GOOGLE-News leben bzw. von den Besucherströmen von dort und von der Werbung auf der Seite. GOOGLE will das offenbar so? Oder?

Beim Ranking geht es um viel. Nämlich um Existenzen. GOOGLE selbst hat also dieses Link-Kaufen und -Verkaufen erst in die Wege geleitet. Aber wo soll die Reise hingehen? Wäre es vielleicht eine Möglichkeit die Suche weiter zu splitten (in Mainstream-Sites und Underdogs beispielsweise) und die Linkpopularität weiter herabzustufen. Selbst das Empfehlungsmarketing (Social Networks) ist schon durchkommerzialisiert.

@Mark

Die Idee von der Teilung in Mainstream und Underdogs Search lese ich zum ersten Mal. Ist Dir das selber eingefallen? Eigentlich ein interessanter Ansatz, aber wann ist man "Mainstream" und wann "Underdog"?

@Österreicher

Ja, ist mir selber eingefallen. Sind aber nur Schlagworte, man könnte das noch differnzieren (was ja schon halbherzig in Teilen gemacht wird, siehe: Web, Blogs, News).

Man könnte Besucherzahlen zugrunde legen (ab 20.000 tgl.) oder die Sichtbarkeit des (Marken-)Namens.

Das wird doch jetzt schon praktiziert, nur halt in einem Suchindex (sekundärer Index mal außen vor). Die Webseiten werden schon lange in Kategorien eingeteilt und dementsprechend bewertet und gerankt.

Nen Brand ist nunmal was anderes als eine Seo-Bauer-sucht-gutes-Ranking MFA-Seite aus Ichkannseodorf.

Ich nehme an, dass dies schon so ist. Nur ist es halt (noch?) nicht visuell wahrzunehmen.

Ne Zweiklassengesellschaft wird allerdings in einem anderen Zusammenhang bereits vorbereitet. Diverse Internetprovider hatten da ne schöne Idee, um endlich wieder nen richtigen Reibach zu machen.

Die Lösung war: Ein zweigeteiltes Internet, eines für das Volk und eines für die, die ich mal die Anderen nenne. Wurde schon bei der Bundesnetzagentur angefragt. So wie ich den Quark in Erinnerung habe, soll das Volk dann nur noch auf normale Internetinhalte zugreifen können und die Anderen auf Premiuminhalte. Wobei dann die Anderen auch ordentlich dafür zahlen sollen.

Aus meiner Sicht eine wirklich sehr abscheuliche und abstoßende Idee der betreffenden Internetprovider.

Gruß aus Lummerland

Google kann wohl gegen die Leute vorgehen, die den Kauf von Links öffentlich darbieten. Aber wie will Google eigentlich einen gekauften In-Content Link, der per eMail stillschweigend vereinbart wurde, von so einem Link unterscheiden, den der Websitebetreiber setzt, weil er ihn wirklich klasse findet? Wie soll das gehen?

Bei Google ist sehr viel psychologische Kriegsführung im Spiel. Es wurde z.B. schon Jahre bevor ihre Semantik so ausgefeilt war, dass sie Websites Themengebieten zuordnen konnten behauptet, dass sie genau sehen, wenn ein Link von einer Off-Topic SIte kommt und wehe, davon sind es zu viele. Das ist doch Quatsch! Propaganda! Das mit den gekauften Links ist nun ähnlich. Da werden ein paar Exempel statuiert und Medienwirksam propagiert. Fälle von Leuten, die sich wirklich saudumm angestellt haben, mit ihrem Linkkauf. Und dann wird Angst geschürt: Wehe, ihr kauft oder verkauft Links - Google wird es merken und euch strafen! Ich sage: Die können nur einen Bruchteil von dem, was sie behaupten (zumindest heutzutage). Man sollte sich davon nicht so schnell ins Boxhorn jagen lassen...

56 | Johannes schreibt am 2.03.12 11:41:

Google kann in Zeiten von zunehmender Dsiplay-Werbung nur schlecht "gekaufte Links" bestrafen. Vielmehr wird die Qualität der Links immer mehr gewichtet werden. So wird eben ein schlechter gekaufter Link, wie ein Banner auch keine Wirkung auf die Suchmaschinenoptimierung zeigen.

Hallo,

ich bin mir so ziemlich sicher, das Google wege gefunden hat, gekaufte Backlinks zu erkennen. Sicher nicht alles, aber einen großen Teil werden Sie erkennen. Heute ist doch technisch so gut wie alles möglich. Ausserdem einen gekauften Link, kann man sehr leicht am Code erkennen. Wenn von einer Seite über Zierfische im Quelltext 50 Links zu Autoreifen usw. zu finden sind, ist das schon sehr merkwürdig. Und der Link nicht auf der Webseite zu sehen ist, sondern nur im Quelltext deklariert wurde.
Bleibt ehrlich und betreibt einen sauberen Backlinkaufbau und Google wird es euch danken, mit einer guten Position.

Gruß
Frank

Ich finde es erstaunlich, dass die Diskussion nicht abreißt sondern schon über 1 Jahr läuft. Es ist sozusagen schon Jubiläum :-). Alles Gute nachträglich!

Ich finde aber seit damals haben sich ein paar Dinge geändert in dem Jahr, die hier nicht so richtig aufgegriffen werden. Allem voran:

1. Der Trend geht zu gutem Content und spektakulären Gastartikeln statt Linkkauf.

2. Es gibt mittlerweile gerichtlich geahndete Fälle von Schleichwerbung und bedeutet nicht nur Strafe von Google sondern auch in der Offline Welt.

59 | Mark schreibt am 22.03.12 13:40:

Ich schließe mich gerne der Gratulation meiner Vorposterin an, das sagt jedoch mehr über die Aktualität der Thematik an sich, als über die Qualität der Diskussion hier aus.

Tatsächlich scheinen die Nebelkerzen von Google und ins Blaue hinein versendete Emails in den Webmaster Tools ihre Wirkung nicht zu verfehlen - zumindest scheint mir das so zu sein, wenn ich die Kommentare hier lese.

Es überrascht mich dabei auch, wie indifferenziert Statements und Ankündigungen von Google aufgenommen und geglaubt werden. De facto verschwimmen die Grenzen im Linkbuilding zwischen "sauberem" (was auch immer damit gemeint ist) und nicht sauberem Backlinkaufbau permanent. Methoden, die heute noch bei Google gute Rankings garantieren, werden es vielleicht morgen nicht mehr oder werden an Bedeutung verlieren.

Letztendlich muss jeder selbst verantworten, welchen Weg im Linkbuilding er gehen möchte.
Die Realität auch in 2012 heißt für mich nach wie vor: Gute Rankings basieren auf Links, Links und nochmal Links.

Dann warten wir mal ab, mittlerweile ist ja schon ein SEO-Filter angekündigt, der auf Überoptimierung getrimmt wurde. Man munkelt, Google hätte vergleichsweise lange daran gebastelt.

Klar sind gute Links nach wie vor sehr wichtig. Es ist doch immer wieder die gleiche Frage: Kann Google künstlichen Linkaufbau von natürlichem unterscheiden? Sicher nicht, wenn er gut gemacht ist. Ich sehe aber langsam schon ein paar gute neue Signale im Web, mit denen Google die noch dominante Bewertung von Links zumindest langfristig zurückfahren könnte und vermutlich auch wird.

61 | Bill schreibt am 29.03.12 9:23:

sie müssen nicht unbedingt um die Links zu entfernen, können sie hinzufügen nofollow zu ihnen, denn laut Google-Richtlinien, sie zu verkaufen Banner oder Links zu akzeptieren, aber nur zu Werbezwecken, nicht SEO-Boost

62 | Erkan schreibt am 10.04.12 22:56:

Hallo,

in unseren SEO-Tools sehe ich sehr deutlich, wie es einige Mitbewerber aus der Touristik erwischt hat. Die Sichtbarkeit bei den "top-optimierten" hat zwischen 20% und 30% eingebüsst!

Viele Grüße
Erkan

Wieviel müsste man beim Linkkauf wohl investieren um mit einem Keyword welches auch relativ gut umkämpft ist, auf Seite 1 bei Google zu kommen?

64 | Alex schreibt am 4.05.12 2:42:

"Man muss ich allerdings fragen"

Tipfehler sollte glaub ich Man muss sich allerdings fragen?!

Gruss

65 | Stefan schreibt am 21.07.12 22:05:

Wir sind gut aus der Sache rausgekommen und freuen uns über unsere Nachhaltigkeitsstrategie.

Kurze schnelle Schüsse, "künstliche Reichweiten-Beschaffung" und ähnliche Maßnahmen erzeugen aus unserer Erfahrung langfristig wenig Mehrwert für den Internetauftritt.

66 | Lelala schreibt am 26.08.12 23:54:

Tja, da hats wohl einige erwischt...
Leider ist es halt nur so, dass die meisten Webpages keinen Content haben, der verlinkenswert ist - so müssen die meisten Betreiber halt auf sowas zurückgreifen bzw. fallen dann auf "SEO Spezialisten" rein... Grüße

67 | Bernd schreibt am 8.09.12 12:55:

Keine Frage, die Richtung in der Google das Netz formt zeichnet sich ab. Es ist an der Zeit neue Wege zu finden - Social Media et al. um unabhängig zu werden. Dann braucht man auch keine Links mehr kaufen...

68 | Ralf schreibt am 12.10.12 16:01:

Auch wenn der Post jetzt einige Zeit her ist. Das Thema bleibt relevant. Tatsache ist, das Linkverkauf solange aktuell sein wird, wie Links eine Rolle beim SEO spielen werden und sie schwer zu bekommen sein werden. Wer keine Gastbeiträge schreiben kann oder will, muss dann halt Posts bezahlen, wenn er mithalten will, oder auf Blogs verlosen o.Ä.

Heute 1 1/2 Jahre später wissen wir ja alle wie es aussieht. Ich habe damals selbst Links gekauft und massiv auf nur ein paar wenige Keywords optimiert. Das ging eine Weile gut, bis ich auf den vorderen Plätzen nicht mehr zu sehen war. Das war ein Schock. Heute sieht es wieder etwas besser aus ;)

70 | Jonas schreibt am 30.11.12 8:58:

Ich denke auch heute KANN man noch ein oder zwei links für seine website kaufen, diese dürfen nur nicht zu "unnatürlich" aussehen... richtig kritisch wird es denke ich erst wenn entweder in kurzer Zeit viele zweifelhafte Links gesetzt werden, oder diese zu plump in jedem Forum oder blog einfach (von sogenannten SEO-Spezialisten:"Wir bringen Sie in kurzer Zeit auf Platz 1" . ) reingespamt werden... wer auf Nummer sicher gehen will setzt auf natürlichen Linkaufbau, wie ich z.B. ;)

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