Website Boosting 2.0 - Weblog

Der Blog für das Buch Website-Boosting 2.0 von Mario Fischer

Werden SEO-Agenturen künftig verklagbar?

Matt Cutts hat gerade angekündigt, dass die Mails, die Google bei verhängten individuellen Strafen künftig Beispiele enthalten, was beanstandet wird. Das kann z. T. unmittelbare Auswirkungen auf mögliche Schadensersatzklagen gegenüber der Web- oder SEO-Agentur haben. Helau!

Bisher verschickt Google über die Webmastertools (GWT) nur Mails, DASS die Site gegen die Richtlinien verstoße - allenfalls stand dabei, dass es z. B. so aussehe, als ob Links gekauft würden. Viele Webmaster hatten ein Problem (oder taten öffentlich so) zu erkennen, was denn nun genau beanstandet wird. Man war auf Vermutungen angewiesen.

In der letzten Website Boosting hatte ich ja schon berichtet, dass Google hier mehr Transparenz angekündigt hat und nun setzt man dies tatsächlich um. Wer künftig einen "blauen" Brief bzw. eine entsprechende Mail von Google bekommt, wird also konkrete Beispiele genannt bekommen, was in den Augen (der Maschine) nicht passt bzw. gegen die Richtlinien verstößt. Gute SEOs werden diese Hinweise sicher nicht brauchen, denn die Gründe findet man meist schon nach wenigen Minuten genauen Hinsehens. Daher stimme ich auch nicht mit Matt Cutts überein, wenn er die Sorge hat, dass zu viel Information den Spammern helfen würde. Die wissen in der Regel ganz genau, wo der Barthel versucht hat, den Most zu holen ;-)

Insofern hilft die neue Transparenz sicherlich all den Webmastern, die tatsächlich nicht wissen, dass mit ihrer Domain etwas nicht stimmig ist. Sei es, weil sie selbst in gutem Glauben (falsche) Signale erzeugt haben oder dies eine Agentur für sie gemacht hat ("Wir bringen Sie in 2 Wochen auf Platz 1, garantiert...!").

Rechtlich gesehen wird es aber jetzt sehr interessant! Eine Agentur erbringt SEO-Leistung (in diesem Fall eher "Minderleistung") und jetzt -Achtung- gibt es nach einem solchen blauen Brief ERSTMALS eine offizielle Aussage von Google, was der Grund für die Strafe war (zumindest wird ein Teil des Grundes angezeigt). Ist/Sind z. B. in der Beanstandung Links dabei, welche eine Agentur zu verantworten hat... wäre nun endlich etwas Handfestes für mögliche Schadensersatzforderungen vorhanden. Ob Google das auch bedacht hat...? ;-)

Man darf gespannt sein, wenn der erste Fall vor Gericht landet, in dem ein Sitebetreiber von seiner Agentur Schadensersatz fordert, weil die etwas gebaut hat, was nicht den Richtlinien entspricht, die ja jeder offen einsehen kann. Hier wird es sicher von entscheidender Bedeutung sein, was vereinbart wurde und wie genau dokumentiert wurde bzw. nachweisbar ist, was man getan hat (oder unterlassen).

Hier noch das Original-Video (1:48 Min)

Was meint Ihr - müssen sich schlechte SEOs jetzt wärmer anziehen?

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Geschrieben von am 20.06.2013
Kategorie: Aktuell, Suchmaschinen



Kommentare & Anmerkungen

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Kommentare

1 | Mathuseo schreibt am 20.06.13 8:33:

Hallo Mario,

das ist ja mal eine interessante Sichtweise die mehrere Fragen aufwirft. Zum Beispiel aus welcher Zeit stammen die von der Agentur als "Optimierungen" angepriesenen Tätigkeiten? Wird von Google ein bestimmtes Verzeichnis angemeckert, dass vor 2 Jahren mal massiv mit gekauften Links befeuert wurde (also vor Panda & co.), beschwerte sich ein Kunde sicher nicht für die guten Rankings trotz Verletzung der Google Richtlinien. Klagt er nun 2 Jahre später (also nach Panda & co.) über den hohen Verlust der Sichtbarkeit (der Einfachheit halber innerhalb dieses Verzeichnisses) würde es mich sehr interessieren wie Juristen das dann beurteilen. Und was würde eine erfolgreiche Klage in Zeiten von Negative SEO bedeuten? Böse Agentur kauft ein Linkpaket für gute Agentur, feuert sie auf die Domain des Kunden der guten Agentur und die werden verklagt? Auch nicht so pralle..

Ich denke also nicht das es juristisch ausreicht eine "SEO"-Agentur damit zu belangen. Es ist trotzdem gut die Neuerungen zu nutzen um über das Thema zu debattieren und den ein oder anderen unseriösen SEO-Dienstleister so von seinen Treiben zukünftig abzuhalten!

P.S: "Wo der Barthel versucht hat, den Most zu holen" - den hab ich auch noch nie gehört! :D (Y)

2 | Mario schreibt am 20.06.13 8:58:

Wie es halt nun mal ist: Es wird immer heißer gekocht, als es gegessen wird.
Deshalb ist es wie mit den meisten Schreckensnachrichten: Heiße Luft.

Für mich hört sich das seitens Google irgendwie mehr nach einer Hilfestellung an, die Seite schnell wieder auf Kurs bringen zu können, als die grobe Kelle des Internet-Gotts.

Dieser Spamschutz überfordert mich:) Musste lange zählen!

Ich schließe mich Mathuseo an,

rechtlich dürfte dies spannend werden. Es muss sich ja schließlich einwandfrei zurückverfolgen lassen, dass die SEO-Agentur dafür verantwortlich ist. Gerade beim Thema Backlinks kommt es immer wieder vor, dass man dem Kunden so nebenbei erzählt, dass man gute Backlinks brauch. Der Kunde beschäftigt sich dann vielleicht etwas mehr mit dem Thema und sieht irgendwelche Linkplattformen, wo es Links für wenig Geld gibt. Dann kauft er sich ein paar dazu, weil der SEO hat ja gesagt Backlinks sind wichtig. Kommt es zur Strafe durch Google will er natürlich nix davon Wissen und die Agentur mit dem Backlink-Kram hatte natürlich unrecht und hat Mist gebaut.

Auf der anderen Seite dann natürlich noch die "Blackhat-SEOs" die anderen Schaden wollen. Dies könnte dann auch auf die entsprechende Agentur zurückfallen, die in diesem Fall unschuldig ist.

Viele Grüße
Matthias

4 | Gretus schreibt am 20.06.13 11:23:

Hallo,

in der Praxis ist glaube ich mittlerweile so, dass fast jede SEO Agentur eine entsprechende Klausel in den AGB´s bzw. Verträgen hat, die eine Haftung bei Rankingabfällen usw. explizit ausschließt...

Grüße

Gretus

5 | Kay schreibt am 20.06.13 11:33:

Das lässt sich per AGB's bzw. Verträgen ganz gut ausschließen.

z.B. Die Google-Richtlinien werden für die Dienstleistung Linkaufbau als unverbindlich erklärt.

Naja, da wäre ich mir nicht so sicher, ob man das einfach per AGB ausschließen kann. Reinschreiben kann man da viel, ob es rechtlich haltbar ist... ist eine völlig andere Sache. Selbst Unternehmen wie Paypal haben offenbar nicht ganz legale AGBs, wie derzeit diskutiert wird.
Es bleibt doch die Frage, ob ich eine Leistung erbringe, für die ich mich per AGB komplett freisprechen kann. Ich glaube nicht, dass das geht. Ich befürchte auch, dass die meisten Agenturen gar nicht wissen, welche Verträge sie implizit oder explizit überhaupt geschlossen haben und was ein Werkvertrag ist bzw. wie die Haftung dafür aussieht.

NATÜRLICH muss nachweisbar sein, dass die Agentur z. B. den Link X und Y gesetzt hat. Sollte diese Links dann in der GoogleMail auftauchen als Beispiele für Verstöße gegen die Richtlinien, könnte ein Richter durchaus auch ohne Gutachter feststellen, dass die Agentur das Gegenteil davon gemacht hat, wofür sie bezahlt wurde. AGBs sind wie gesagt geduldig, wer sich durch Klauseln hier in Sicherheit glaubt, wähnt sich in trügerischer Sicherheit.

Was mich mehr wundert sind die meist reflexartigen Abwiegelungen, wenn solche Dinge öffentlich diskutiert werden. "Google bestraft künftig bezahlte Links" Naaaain, Nebelkerze, alles ok, Unsinn, die sind doof und können das eh nicht. "Google geht gegen Überoptimierung vor" Ach was, alles Schmarrn, die rasseln wieder nur Säbel... etc.

Immer die gleiche Reaktion. Zweckoptimismus? Bisher sind die Ankündigungen stets eingetroffen, die Abwiegler haben schnell vergessen, dass sie mit ihrem "Ach was, könnt Ihr vergessen" daneben lagen. Ist es nicht langsam an der Zeit, aus der Vergangenheit zu lernen, als zu versuchen, das eigene Weltbild und das, das man den Kunden versucht zu vermitteln, zu erhalten? Dinge ändern sich - und bezogen auf Google ändern sie sich ständig. Wenn man vielen SEOs zuhört bekommt man den Eindruck, die Methoden von vor vielen Jahren funktionieren auch in Zukunft noch problemlos und bei Google würden eh nur Tölpel arbeiten.

Frage: Überschätzen wir uns da nicht ein wenig?

Der Kern ist doch: Bisher waren SEOs rechtlich gesehen relativ sicher. Denn niemand konnte letztlich nachweisen, dass Aktion X oder Y verantwortlich dafür war, dass eine Site oder Seite abgestraft wurde. Wir alle können nur vermuten. Google weiß es, sagt aber vor Gericht natürlich nicht aus. Der Richter würde einen Gutachter zu Recht fragen: Können Sie mit Sicherheit sagen, dass Aktion X der Agentur Z ursächlich für den Absturz war. Jeder Gutachter muss hier "nein" antworten. Es wirkt nur wie eine Kleinigkeit - aber jetzt ist etwas völlig anders! Google äußert sich und gibt einen eindeutigen Hinweis. Ich befürchte, einige unterschätzen diesen möglicherweise gerichtlich verwertbaren Anscheinsbeweis. Das müssen aber letztlich die Juristen bewerten. Und auch nur die könnten hier Entwarnung geben. Zweckoptimismus oder vollgekritzelte AGBs werden unter Umständen eben nicht ausreichen... ;-)

7 | Dominik schreibt am 24.06.13 9:44:

Ich sehe auch ein Problem in der Nachweisbarkeit. Die Richter und Justiz an sich sind ja was Internet angeht sowieso hoffnungslos überfordert. Wenn dann noch über Links verhandelt und über Schädlichkeit philosophiert wird, dürfte mancher Amtsrichter mangels Hintergrundwissen an seine Grenzen stoßen. Definitiv aber dürfte Linkbulding noch teurer werden, denn gerade große und professionelle Agenturen werden ein eventuelles Haftungsrisiko (finanziell kaum abschätzbar!) absichern wollen. Ergo: Die Dienstleistung wird teurer...

8 | Ulrike schreibt am 25.06.13 11:56:

Wow, da ist ja ganz schön was ins Rollen gekommen. Dass Google Negative-SEO verurteilt ist an und für sich schon fair. Dass Agenturen aber richtig böse bestraft werden sollen, finde ich schon wieder gemein. Um es mal "niedlich" zu formulieren. Die Bestrafung folgt ja schon alleine durch den Rankingverlust bei Google. Ist das wirklich notwendig in diese Richtung zu arbeiten?
Ein seriöser und ehrlicher SEO wird jedoch nichts zu befürchten haben, wenn er nicht unbewusst gegen Regeln verstoßen hat.

Für den Verbraucher = den Webseitenbetreiber ist es sehr nützlich, wenn er von G. ein konkretes Feedback erhält. Sehr viele Firmen haben von SEO keine Ahnung. Wer professionell für andere SEO betreibt, wird sicher genau protokollieren, welche Leistungen er erbringt. Sofern der Kunde über die SEO-Maßnahmen detailliert informiert wird, z.B. wer wann welche Links gesetzt hat, ist der Nachweis im Falle eines blauen Briefes wohl recht einfach. Problematischer ist es, wenn einstmals als positiv angesehene Linkquellen unerwartet zu "schlechter Nachbarschaft" mutieren, weil etwa der Betreiber gewechselt hat oder die Strategie verändert wurde. Dagegen kommt auch der beste SEO nicht an. Es bleibt also nach wie vor das beste, SEO mit Sinn und Verstand zu betreiben und sich nicht auf Hauruckaktionen einzulassen.

10 | Stefan schreibt am 1.07.13 15:07:

Für die Kunden wäre das natürlich ein Fortschritt. Ich kenne selber einige Leute, die von SEOs um einige Meter über den Tisch gezogen wurden. Leider ist SEO-Wissen in unternehmerischen Kreise nicht eben sehr verbreitet.

Einerseits finde ich dass gut. So wird den schwarzen Schafen hoffentlich bald das Handwerk gelegt, da sie nicht mehr so vollmundige Versprechungen machen können. Andererseits lässt sich aber auch für eine gute Seo Agentur nicht alles beeinflussen. Man müsste wohl abwägen.

12 | Mika schreibt am 8.07.13 12:00:

Ich denke so etwas wird nie eintreffen. Wir sehen das nur in unserem Bereich so kritisch weil wir davon betroffen sind. Dieses Problem gibt es aber eigentlich überall wo Vetreter auf Kundensuche sind.

13 | Steve schreibt am 11.07.13 14:33:

Kniffliges Thema, wo vom Laien auf jeden Fall ein Anwalt zu Rate gezogen werden sollte. So sollte es zumindest möglich sein, das mögliche Risiko einzuschränken bzw. zu begrenzen.

Ganz ausschließen lassen wird sich das Risiko ganz bestimmt nicht. Die Frage ist letztendlich auch, ob es sich bei Rechtsstreitigkeiten Schuld oder Unschuld nachweisen lässt.

Rankings ändern sich stetig, da der Algorithmus stetig angepasst ist. Zusätzlich ist er nicht vollständig bekannt, was die Beweisführung durchaus schwierig machen kann.

Letztendlich wird es sein wie immer.....Es gibt keine eindeutige Lösung und es kommt auf den Einzelfall an. Die Frage ist, wie viel Sachverständnis der Richter dann hat. Vollumfänglich einarbeiten wird er sich sicherlich nicht können.

Gibt es schon bei Gericht zugelassene SEO-Gutachter? :)

Ich denke nicht, dass es zu Klagen gegen SEO Agenturen kommen wird. Vllt. werden einige Versuche unternommen, die aber nichts bringen werden.

Auch wenn wir von Google informiert werden, bedeutet es nicht, dass es immer noch Ungereimtheiten mit Google geben wird ;-)

15 | Michael schreibt am 12.08.13 10:33:

Vertraglich ein bestimmtes Verhalten von Google zu garantieren wäre ziemlicher Unsinn... Anonsten sollte eine ordentliche Beschriebung der Leistung im Vertrag/Angebot das Problem lösen. Das gilt aber grundsätzlich ;-)

16 | Björn schreibt am 19.08.13 12:57:

Amerikanisches Recht ist nicht automatisch Deutsches Recht. Ich bin gespannt, ob Google das wirklich umsetzen kann. Ich denke eher nicht...

17 | Andree schreibt am 1.10.13 13:42:

Meiner Meinung nach gibt es zu viele Faktoren, die für ein Website Ranking verantwortlich sind, als dass eine Agentur für ein Projekt haftbar gemacht werden kann. Die Maßnahme von google sehe ich daher eher als Anhaltspunkt für bessere Optimierungen. Beispielsweise kann ja auch ein Mensch, der mir nicht wohlwollend gesonnen ist, unzählige bedenkliche Links auf meinen Content generieren. Von daher sehe ich die Umsetzung seitens google, als eher positive Entwicklung für Webmaster!

18 | Sebastian schreibt am 14.10.13 16:48:

Ich kenne schon mehrere Anwälte, die von ihren Mandaten genau mit solchen Fällen betraut wurden.

Und obwohl das schon Jungs sind, die eher in der Netzwelt zuhause sind, ging da ohne externe Expertise nichts. Letztlich wurde von einer Klage abgeraten, weil der konkrete Schaden (Abwertung) und dessen Zurückführung auf eine konkrete SEO-Maßnahme nahezu unmöglich ist. Genau das müsste aber geschehen, damit die Sache Erfolg hat.

Die WMT-Meldung reicht selbst dann nicht, wenn sie zeitlich im dichten Zusammenhang mit einem Absturz steht. Eine clevere Gegenseite würde immer behaupten, dass es an einer anderen Maßnahme lag.

Vor Gericht wäre so ein Fall sicher bis zum OLG ohnehin nur Glücksspiel.

LG vom Wannsee,

Sebastian

19 | Seokanzler schreibt am 15.10.13 18:59:

Es ist doch nur eine Frage der AGB.. da lässt sich ja das meiste vertraglich regeln..

20 | Andi schreibt am 29.10.13 11:19:

Ein Seo Auftrag ohne Anwalt ist wohl kaum noch möglich. Dienstleistungsverträge die nichts versprächen und eine Webseite großen Schaden zufügen können und extrem teuer sind, muss erst ein Laie erkennen.

21 | Marcel.h schreibt am 20.11.13 7:19:

Glücklicherweise habe ich noch nie eine Strafe von Google bekommen. Das Prinzip der SEO ist einfach glaube ich mit Linkaufbau nicht übertreiben, nur um die Richtlinien halten, dann gibt es nichts falsch. Matt versucht Schnitte für SEO-Unternehmen, unmöglich zu machen, aber seit Jahren wird ihm es nicht gelingen :)

22 | Reiner schreibt am 12.12.13 11:16:

Die Frage stellt sich doch im Prinzip von Jahr zu Jahr.

Google ändert die eigenen Richtlinien und andere müssen sich dementsprechend anpassen, so auch die Agenturen.

So lange der Platzhirsch die Richtung angibt, so lange werden alle anderen sich danach richten.

Vom Prinzip ist es doch nicht anders wie mit dem hochgelobten PagerRank.

Wie wichtig ist dieser überhaupt noch oder ist es lediglich eine Prestigefrage?

Des Weiteren schließe ich mich Seokanzler an...
Es kommt auf den aufgesetzten Vertrag und dessen inhaltlichen Klauseln an!

23 | Lara schreibt am 4.01.14 10:34:

Also ich kann mir nicht vorstellen, dass SEO Agenturen im nachhinein verklagbar sind. Wenn Sie im jetzt Auftraggebern (unbewusst) schaden, wäre es gerechtfertigt. Wenn aber google in x- Monaten Änderungen im Algo vornimmt und eine Seite dann abschmiert, ist es Pech. Es kommt ja auch keiner auf die Idee einen Steuerberater zu verklagen nur weil sich die Steuergesetze ändern und eine empfohlene Steuerstrategie nicht mehr funktioniert.

24 | Ali schreibt am 18.01.14 15:49:

Da sind die SEO Agenturen auch alle selbst schuld. Wer nur halbgares SEO Wissen hat gründet eine SEO Agentur. Was die dann machen, entspricht nicht immer den Richtlinen.

Die blöden dabei sind dann die Kunden, die keine Ahnung davon haben was das eigentlich vor sich geht, wenn die Website dann abgestraft wird.

@Reiner: Vertrag hin oder her. Wenn die SEO Agentur offensichtlich nicht mit Google konformen Methoden arbeitet, dann ist so ein Vertrag m.M.n. nichtig.

Aber ob das Alles vor Gericht dann so Bestand hat, wage ich dennoch zu bezweifeln.

Es gibt leider nur wenig SEO Agenturen die einen wirklich guten und nachhaltigen Job erledigen ... vll findet jetzt endlich ein umdenken nach?

26 | Janna schreibt am 5.02.14 18:58:

Das ist wirklich ein schwieriges Thema. Auf welcher Basis sollte das stattfinden?
Auf der anderen Seite: Wie soll man als eher kleiner Shopbetreiber gut von schlecht unterscheiden? Manchmal sind die kleinen halt viel engagierter... aber ob das immer so viel Auswirkung auf das Ranking hat? Aber das gleich mit Anwalt zu regeln, finde ich schon sehr auswendig und extrem. Aber klar, ganz lässt sich das Risiko wohl nie ausschliessen.

Aber "dank" Google bleibt es ja immer spannend.

Das ist wie oft ein ganz zweischneidiges Schwert. Auf der einen Seite ist es eine schöne Sache für den Kunden, wenn er von Google ein gewisses Feedback erhält und der Kunde nicht alleine auf die Aussage der Agentur angewiesen ist.

Auf der anderen Seite gibt es Kunden die es sich einfach nicht verkneifen können an der Seite rumzubasteln oder selbst Links aufzubauen. Das sind dann auch diejenigen die bei sich keinerlei Schuld sehen und ganz klar der Agentur den schwarzen Peter zuschieben.

Ehrlich gesagt bin ich froh, dass ich trotz vorhandenem Hintergrundwissen nicht als Richter in so einem Streitfall (ver)urteilen muss.

28 | Andreas schreibt am 7.02.14 11:46:

Ich bin gespannt was sich da ergibt. Also natürlich kann es immer passieren, dass gerade frühere Partner "schmu" gemacht haben, damals sah SEO auch noch etwas anders aus ... Links Links Links .. egal woher..

Die meisten neuen Agenturen machen es vernünftiger, aber sollte man eine Abstrafung von früheren "Arbeiten" bekommen, sieht die Sache schon etwas anders aus.

Ich vermute einfach mal das dann sicherlich Klagewellen gegenüber SEO Agenturen getätigt werden.

Man kann nur hoffen das die Verträge dann Wasserdicht sind ^^

29 | Luki schreibt am 8.02.14 12:06:

Mir ist kein Fall bekannt, indem eine Agentur verklagt wurde.

30 | Peppermint schreibt am 10.02.14 6:25:

Eine SEO Agentur zu verklagen ist das Selbe, wie den Wahrsager auf dem Jahrmarkt zu verklagen.

Google lässt sich nicht wegen einem X-beliebigen Firlefanz, weil Klein-Hänschen irgend einen SEO verklagen will, in die Karten schauen und ohne diese Kenntnis wird keine Klage der Welt bestand haben, in der nachgewiesen werden müsste, dass Aktion X oder Y zu einem Ranking Verlust geführt hat.

Mehr wie Vermutungen können nicht angestellt werden, aber die reichen eben noch lange nicht, um vor Gericht Erfolg zu haben.

Btw. Sehr geiler Spamschutz :)

31 | Jakob schreibt am 10.02.14 8:45:

Ob die SEO-Agentur verklagbar ist häng wohl davon ab ob es sich um einen SEO-Dienstleistungs-Vertrag oder einen SEO-Werkvertrag handelt.

Verklagbar ist die Agentur bei einem Dienstleistungsvertrag vermutlich nur wenn man ihr grob fahrlässiges Handeln nachweisen kann. Hätte die Agentur die Strafe seitens Google vorhersehen können, oder gab es Anlass davon auszugehen, dass die durchgeführten Maßnahmen tatsächlich zum Erfolg führen?

Ich darf keine Rechtsberatung geben und alle oben getroffenen Aussagen sind selbständig zu überprüfen.

Der Frage Werkvertrag vs Dienstleistungsvertrag geht Dr. Bahr in seinem Law-Audio-Podcast nach.

32 | David schreibt am 11.02.14 8:19:

interessanT! das würde zumindest mal ein wenig licht ins dunkel bringen bei den ganzen seo anbietern. ich habe bisher leider keine sehr guten erfahrungen gemacht auch was namhafte agenturen angeht. dank den letzten google updates war der gesamte invest für die tonne und natürlich niemand dran schuld...

33 | stefan schreibt am 25.02.14 11:34:

Toller Beitrag. Ich finde Seo Anbieter die Top Positionierungen versprechen und dieses Verpsrechen nicht halten sollten verklagbar sein

34 | Michael schreibt am 17.03.14 8:47:

Gelungener Beitrag! Da stimme ich dir zu, Stefan. Ich habe schon so einige SEO Agenturen gesehen, die in kürzester Zeit eine Top 10 Position versprechen, und das nicht halten können.

35 | Julian schreibt am 17.03.14 23:28:

Ich glaube Google wollte hier ein Exempel statuieren. Ich hoffe nur, dass macht jetzt nicht die Runde und passiert noch häufiger.

Mich würden die Hintergründe der Klage interessieren. Wer wurde verklagt? Dies wird man wohl nicht so schnell herausfinden.

Als Kunde freue ich mich über die neue Regelung. Besonders wenn man explizit kein Black Hat Seo haben will...und der Dienstleister trotzdem unlautere Maßnahmen einsetzt. So kommt man der Quelle des Übels schnell auf die Schliche!

37 | Felis schreibt am 21.03.14 15:41:

Das ist doch eigentlich eine Sache zwischen dem Seo Anbieter und dem Kunden. Man kann solche Verträge nicht genau genug formulieren. Dass Google bei Problemen Hilfestellung leistet, kann ich mir nicht vorstellen.

38 | Torben schreibt am 4.04.14 10:12:

Warum sollte das nicht möglich sein umzusetzen? Ansonsten kann jede Agentur an ahnungslose Kunden - und das sind die meisten, sonst würden sie ja keine Agentur um Hilfe bitten - allen möglichen Mist verkaufen ohne dafür belangt zu werden...

39 | Frank schreibt am 10.04.14 20:22:

Ein Unternehmen das einer schlechten SEO-Agentur aufgesessen ist wird gar nicht erst in der Lage sein schlechte Arbeit zu erkennen denn sonst hätte man sich gar nicht erst für diese Agentur entschieden.

Oft wird eine Site nach oben gespamt um dann wieder in der Versenkung zu verschwinden. Ich habe schon "clevere" SEO-Agenturen erlebt die dies dann sogar zu ihrem Vorteil ummünzen konnten. Dem Kunden wird kurzerhand erzählt, daß Google gerade mal wieder seinen Algorithmus angepasst habe und der Kunde zahlt ein zweites Mal für "Optimierung".

40 | Mark schreibt am 12.04.14 22:24:

Ich verstehe ehrlich gesagt den Kern der Frage schon gar nicht: Warum sollten Firmen, die Kunden schlechte, nicht wie abgesprochene, Leistungen, erbringen, nicht für die Schäden haftbar zu machen sein?
Immerhin muss ich als Käufer der Dienstleistung doch davon ausgehen, dass mein Dienstleister auch Ahnung von den von ihm geleisteten Dienst hat - und wer das nicht hat, unabhängig davon, ob SEO oder irgendetwas anderes, hat eben ein Problem.

41 | Mailan schreibt am 22.04.14 13:58:

Tja, das ist echt ein kritischer Punkt. Das "Bad-SEO" einer Website und damit einem Unternehmen schweren Schadenzufügen kann, ist unstreitbar. Aber ob die Kompetenz der Gerichte soweit ist, dass paid links verklagbar sind... das darf man mindestens bezweifeln!

42 | Ronny schreibt am 27.05.14 15:04:

Ich frage mich nur ehrlich, ob man einer SEO-Agentur da wirklich die Schuld in die Schuhe schieben kann. Klar gibt es viele Blackhat-SEOs da draußen, die auch wissentlich mit ihren Maßnahmen gegen geltende Richtlinie verstoßen. Aber manchmal wird man von Google abgestraft ohne schlechter gerankt, ohne bewußt irgendeinen Fehler gemacht zu haben. Ich wäre ja mal auf das erste Urteil in dieser Sache gespannt. Zumal man dann voraussetzen müsste, dass Gerichte und deren Richter eine Kompetenz in Sachen Suchmaschinenoptimierung haben würden. Das darf man doch sehr bezweifeln...

43 | Dennis schreibt am 11.06.14 12:40:

Das ist eine interessante Entwicklung. Es bleibt zu beobachten, ob es in einen Anklage-Sturm mündet, was Matt Cutts da angekündigt hat. Alles in Allem sehe ich die Lösung für misslungenes SEO nicht in einer Klage gegen den zuständigen SEO. Vielmehr sollte man aus den Fehlern lernen und sich daran machen, fähige Leute zu finden.

Der Artikel zeigt deutlich, welche Macht Google in so vielen Bereichen innehat.
Ich finde ein passender Vergleich ist der mit der US-Amerikanischen Zentralbank und ihrem Einfluss auf die weltweiten Finanzmärkte. Ein Wort von denen und die komplette Branche bebt.

Toller Artikel, der wichtige Gedanken anregt!

Danke dafür!

Grüße
Dennis

44 | jan schreibt am 6.07.14 11:10:

ich halte es für unwahrscheihlich das hier eine Klage Erfolg haben kann, denn dazu müsste Google auch genau Erläutern was richtig und was falsch ist, nur das pauschale geplappere das gekaufte Links böse sind, und man dann mal schnell paar Links makiert von denen man vermutet das sie gekauft sind, ohne Beweise, ist schon zweifelhaft.
Und Google müsste sich dann auch an eigene Richtlinien halten :)

45 | Jakob schreibt am 10.07.14 14:50:

Hallo Mario,

interessante Sicht der Dinge. Für eigenständige Webmaster ist das Ganze mit Sicherheit eine große Hilfestellung. Für Agenturen kann sich hier wirklich ein Problem entwickeln. Wobei eine gute SEO Agentur sich der Fallstricke ja bewusst sein sollte und nur White Hat SEO betreibt. Aber die Realität sieht ja wahrscheinlich anders aus. Ich begrüße die neue Transparenz jedenfalls und bin gespannt, was dies für Konsequenzen haben wird.

46 | Carsten schreibt am 11.08.14 17:11:

Ich schließe mich da Jakob an. Vielleicht wird durch die neue Transparenz neue Schlüsse zu ziehen sein. Wie z.B. gibt Google dann Probleme bekannt, die Webseitenbetreibern vielleicht vorher nicht als solches großes Problem bekannt war.
Ich glaube aber rechtlich werden Agenturen das weniger zu spüren bekommen. Agenturen werden schlechte Arbeit vielleicht durch Weggang von Kunden merken. Ich denke, Agenturen werden recht schnell den Dreh raus haben und dann vielleicht im Gespräch sagen oder sich nochmals unterschreiben lassen, dass sie für Penaltys nicht haften.

47 | Gruntek schreibt am 12.09.14 13:59:

Das sollte Kunde und Seo Spezi untereinander klären. Man kann solche Verträge nicht genau genug formulieren. Wobei mich schon interessieren würde, was so ein SEO Experte zu einem Gaming Blog wie meinem schreiben würde.

Hallo Zusammen, ich glaube SEO Anbieter sind sehr schwierig zu verklagen. Finde die Beiträge hier aber sehr spannend. So lange die nachfrage nach SEO Agenturen gibt wird es diese aus meiner Sict auch immer geben.

Grüße an alle

Wäre es nicht erst mal Interessant zu sehen, was Google schreibt und wie weit das reicht, es kann ja sein, das es gar nicht so umfangreich ist wie gerade alle hoffen.

Aber schon sehr Interessant die Kommentare zu lesen und was man so darüber denkt und hofft, was es dem ein oder anderen bringt.

50 | Steven schreibt am 4.11.14 22:52:

Interessanter Artikel. Ich finde schon, dass SEO-Agenturen irgendwie eine Mitschuld tragen, wenn eine Seite abgemahnt wurde, wenn es nachweislich an ihrer erbrachten oder falsch angewendeten Leistung liegt. Man muss aber auch sagen, dass das letzte Wort / die letzte Optimierung immer beim Webmaster liegt bzw. liegen sollte.

Gruß

Steven

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