Website Boosting 2.0 - Weblog

Der Blog für das Buch Website-Boosting 2.0 von Mario Fischer

Gekaufte Links? Dann schlafen Sie ab jetzt schlecht!

Es ist ein offenes Geheimnis, dass viele gute Rankings über gekaufte Links erreicht werden. Das weiß natürlich auch Google und jetzt wird offenbar massiv dagegen vorgegangen. Wer also in größerem Stil Links eingekauft hat, wird die nächste Zeit sicher nur noch sehr schlecht schlafen...

Kein geringerer als Matt Cutts, der oberste Spambekämpfer bei Google, hat jetzt bekannt gegeben, dass man bei Google an einem neuen Algorithmus zur Bekämpfung von Linkspam arbeitet. Zu Linkspam zählen insbesondere

- gekaufte Links
- Blogspam, mit der Absicht, Backlinks zu generieren
- Foren- und Gästebücher-Spam.

Um diesen Algorithmus zu testen, hat Matt Cutts alle Webmaster dazu aufgerufen, Linkspam bei Google zu melden. Dazu loggt man sich bei den Webmaster Tools von Google ein und hat dort die Möglichkeit Seiten zu nennen, die mit gekaufen Links operieren oder die Links verkaufen. Hier werden wohl in den nächsten Tagen viele unserös arbeitende Mitbwerber eingetragen, die ehrlich arbeitenden Sitebetreibern ein Dorn im Auge sind. Da man das Formular zur Spammeldung von Google nur im angemeldeten Zustand machen kann und damit automatisch mit den eigenen Websiten verknüpft ist, erhofft man sich bei Google seriösere und vor allem ernsthafte Meldungen. Das frühere, anonyme Melden von Spam hat Google aus diesem Grund schon länger abgeschafft.

Das Meldeformular ist in deutsch und sieht so aus (Ausschnitt):

google-spamreport.jpg

Matt Cutts bittet insbesondere darum, dass das Wort "Linkspam" in der letzten Textbox (die man in dem Bild hier nicht sieht) stehen sollte. Dies deutet darauf hin, dass die Meldungen maschinell vorsortiert werden - und dass es Google ernst meint.

Haben Sie Links gekauft um bessere Rankings zu erzielen? Wenn ja, pfui! Und bevor Sie jetzt losrennen und wie wild versuchen, alle Linkabos zu kündigen... Dann darf ich Sie erst Recht warnen:

1. Die (gekauften) Links sind mit hoher Wahrscheinlichkeit bereits in der Datenbank bei Google gespeichert.

2. Möglicherweise steckt auch genau diese Absicht dahinter. Zu messen, wer nach der weltweiten Ankündigung jetzt in Hektik verfällt und verdächtige Links massiv entfernen lässt. Das könnte das letzte Signal sein, auf das Google noch wartet.

Blöd? Ja, klar. Aber damit war zu rechnen. Und ich hab ja immer und immer davor gewarnt: Alle kurzfristig angelegten Methoden zur Manipulation von Rankings sind eben auch nur kurzfristig erfolgreich.

Als Einschränkung ist zu sagen, dass alleine der Kauf bzw. die Miete von Links auch aus Googlesicht nicht verwerflich ist. Solange es darum geht, Menschen per Klick auf die eigene Site zu bekommen. Seriöse Linkverkäufer zeigen solche "Deals" mit dem no-follow-Tag auf den Links an. Diese besondere Kennzeichnung "entwertet" den Link für die Gewichtung bei Google und damit kommt man auch nicht in den Verdacht, einen starken Link deswegen gekauft zu haben, um den Bewertungsalgorithmus zu manipulieren. Wer also Links wegen dem Traffic gekauft/gemietet hat und wenn diese Links korrekt im Quelltext markiert wurden - der kann sich an dieser Stelle zurück lehnen. Er hat alles richtig gemacht.

Das deutsche Meldeformular für Linkspam finden Sie hier bei Google. Man muss ich wie oben erwähnt allerdings dazu mit dem Nutzernamen anmelden.

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Geschrieben von am 05.03.2010
Kategorie: Aktuell, Stolperfallen



Kommentare & Anmerkungen

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Kommentare

1 | whit3h4t schreibt am 5.03.10 15:27:

Hmm, aber wirklich neu ist die Möglichkeit Seiten zu melden nicht wirklich. Das einzig neue ist, dass man jetzt explizit Linkspam melden kann (...denke ich...). Hatte den Part erst letzte Woche in "Art of SEO" gelesen ;]

2 | Rouven schreibt am 5.03.10 15:35:

Alter Hut, frisch aufgekocht. Weitermachen.

3 | Andreas schreibt am 5.03.10 15:50:

... warum erinnert mich das so an die Schwarzgeld CD sache... wir haben einen neuen algo entwickelt und wir werden alle finden.. also meldet bitte bitte bitte alle die die linkspam betreiben.. nein das sieht mir eher wie ein Hilferuf aus.. sogar ein bisschen nach Kapitulation. In den nächsten Tagen werden sie dann zur Abschreckung ein paar prominente Domains ab strafen und das wars....

4 | Mike schreibt am 5.03.10 16:08:

ich stimme rouven zu! schade, dass sich manche leute mit so altem zeug immer wieder wichtig machen wollen.

Oh, da wissen aber einige wieder mal gaaaanz genau Bescheid ;-)
Hier der Nachweis, dass das von Google ersst am 3. März publiziert wurde:
http://www.mattcutts.com/blog/calling-for-link-spam-reports/
Es ist also kein alter Hut. Klar konnte man schon immer Spam melden - aber jetzt haben wir das mit einer definitiven Ankündigung, dass ein neuer Algo kommt (ob die Ankündigung nun stimmt oder nicht, weiß außer Google nat. niemand). Und die Aufforderung von Google "Calling for link spam reports" ist auch explizit gemacht worden - eben um den Algo zu testen.

Ich würde auch freundlich darum bitte, etwas sachlichere Kommentare bzw. Kommentar mit nützlichen Inhalten zu hinterlassen. Der Blog hier hat über 1.500 Leser und nicht jeder ist so gut informiert, dass er Dinge schon Wochen vor der Bekanntgabe irgendwo gelesen hat... Insofern müsste man konsequent jedem Blogger verbieten über etwas zu berichten, was irgendjemand schon irgendwo anders gelesen hat? Blogbashing hilft doch irgendwie keinem weiter oder?

6 | Rouven schreibt am 5.03.10 16:42:

Mario, ich habe mich nicht auf deinen Blog-Post bezogen, was das Alter anbelangt. Dein Post ist topaktuell.

Das eigentliche Thema ist das aber nicht. Man konnte schon lange Linkspam reporten, Cutts hatte iirc auch schon einige Male so wie vorgestern dazu aufgerufen. Und es hat auch schon immer Blog-/Foren-Spam und gekaufte Links umfasst.

Geändert hat sich aber stets herzlich wenig, und ich denke, dass sich auch bei diesem supertollen Algo-Update (wenn es überhaupt existiert) nicht massiv etwas ändern wird. Vielleicht kurzfristig schon, weil jetzt erstmal jeder seine Konkurrenz verpetzt - ist ja auch einfacher, als sich anzustrengen und die eigene Seite nach vorne zu bringen.

Ich kann diesen Stasi-Müll partout nicht ab. Aber es zeigt ganz eindrucksvoll, wie sehr Google auf menschliches (und auch externes) Feedback angewiesen ist.

@Andreas: Ja klar, das kann schon sein. Ich bin mir da aber diesmal nicht so sicher. Ich habe ja letzte Woche für das neue Magazin ein ausführliches Interview mit Matt Cutts führen dürfen und da war dieses Thema (gekaufte Links) schon auch mit auf der Agenda. Rein gefühlsmäßig würde ich daher schon glauben, dass diesmal mehr dahinter steckt. Aber da kann ich mich auch täuschen. Matt Cutts ist ja bekannt dafür, auch gerne mal die eine oder andere Nebelkerze zu werfen ;-) Warten wir es einfach ab. Trotzdem würde ich wenn mein Ranking hauptsächlich auf gekauften Links gründet die nächsten Wochen nicht mehr ganz so gut schlafen.

Linkkäufe haben in der letzten Zeit schon ganz massiv zugenommen. Wirklich extrem. Große Städte in den neuen Bunderländern verkaufen z. B. GANZ ungeniert Kredit- oder "Telefonbuch"-Links.

Und diese Dinge sind per Algo wirklich leicht zu erwischen... Warten wir es einfach mal ab.

@rouven:

>Aber es zeigt ganz eindrucksvoll, wie sehr Google auf menschliches (und auch externes) Feedback angewiesen ist.

Ja aber natürlich. Google hat vor vielen Jahren schon die Erkenntnis gehabt, dass es "nur" maschinell nicht geht. Früher hieß es immer, "wir sind ein Technologieunternehmen, wir machen Dinge automatisiert". Seit viele Jahren haben sie schon ein Heer von Quality-Ratern, die prüfen, ob die Algos gut laufen bzw. filtern. Man sucht auch gerade manuell nach Tricks, welche die Maschinen (noch) nicht erkennen können.

Ich bin überzeugt, dass dies für Suchmaschinen der Richtige Weg ist (sofern das Geld dafür da ist, denn manuelle Arbeit ist richtig teuer..). Und genau das machen sie jetzt wieder. Sie bauen sich über die einlaufenden Meldungen (und ich bin sicher, da kommt eine ganze Menge) einen Pool an "schlechten" Sites auf und prüfen, ob und wie ihr neuer Algo darauf anspricht.

Man kann sich sogar nur wünschen, dass die das so machen und nicht einfach irgendwelche Filter, die auf dem Papier gut aussehen, auf den Index los lassen! Je schärfer so ein Filter greift, umso besser für die Qualiltät des Index.

9 | whit3h4t schreibt am 5.03.10 16:53:

tschuldigung, Herr Fischer^^

ich wollte in keinster Weise den Eindruck erwecken, mein Kommentar sei eine Art des "Blogbashings". Das einzige was ich damit Ausdrücken wollte war, das die Möglichkeit des Spamreports schon länger besteht und keine neues Feature ist wie es sich aus dem Artikel interpretieren lässt, einzig die explizite Angabe des "Linkspam" ist neu. Da ich dein Buch bis dato nicht gelesen habe, kann ich auch nicht sagen ob du das Thema Spamreport bei Google aufgegriffen hast, die Herren Randfish & Co. haben es jedoch in ihrem Werk getan. Das war überhaupt der einzige Grund warum ich mich überhaupt zu dem Kommentar habe hinreissen lassen.

... thats it!

10 | Rouven schreibt am 5.03.10 16:53:

Das kann ich so unterschreiben ;-)

@whit3h4t: Missverständnis, Ihren Beitrag hab ich im Kern gar nicht gemeint! Der war völlig in Ordnung ;-)

Ich war nur etwas erstaunt, weil mich

-Alter Hut, frisch aufgekocht. Weitermachen. /und
-ich stimme rouven zu! schade, dass sich manche leute mit so altem zeug immer wieder wichtig machen wollen.

irritiert hat. Die Meldung von Google war ganz frisch und ich konnte nicht einsortieren, warum hier aus meiner Sicht so scharf geschossen wird ;-) Aber die Comments haben sich anscheinend auf Google bezogen.

12 | crsystem schreibt am 5.03.10 17:21:

Ich glaube nicht das Google gekaufte Links durch den Algorithmus finden wird. So etwas ist definitiv nicht möglich. Google wird sich eher auf die Informationen von Webmastern verlassen. Sobald Sie dann genug Beweise vorliegen haben strafen Sie den Webmaster sowie seine Webseite ab.

13 | whit3h4t schreibt am 5.03.10 17:26:

@Mario,

ich dachte es mir fast, wollte es dennoch loswerden ;)

Ich bin aber mal gespannt, wie & ob sich das in den nächsten Wochen/Monaten tatsächlich in den SERPS bemerkbar macht. Der Hinweis von Matt war auf jeden Fall ein guter & die Möglichkeit "linkspam" als Grund anzugeben längst überfällig (auch wenn es in meinem Account noch nicht implementiert ist). Bleibt abzuwarten wie eine etwaige "Meldeflut" & ein neuer "Algo" die SERPS ein wenig durchschüttlen wird. Es könnte auf jeden Fall ein heisses 2tes Quartal werden.

14 | marc schreibt am 5.03.10 17:31:

mich würde interessieren, ob Google bei der Bewertung "Linkspam" oder "kein Linkspam" das gesamte Linkprofil in Relation setzt - sprich, ob man auch ein über den Deckel kriegt wenn von den 3000 Links die man hat, 10 gekauft wurde.

Auch wenn Google diese Links durch den neuen Algo als gekauft identifizieren kann, wäre es ja ein recht geringer Anteil im Linkrprofil - so das eine Abstrafung vielleicht "übertrieben" wäre.

Gibts dafür anzeichen?

@crsystem: Da bin ich anderer Meinung. Hab das auf der SEMEO ausführlich gezeigt, wie Maschinen das erkennen können. Und der Engineer von Bing, der nach mir dran war, hat das in seinem Vortrag netterweise sogar bestätigt, dass Suchmaschinen es "prinzipiell" so machen... ;-)

Einfach ist es aber nicht und die SuMas sind da noch sehr vorsichtig - eben um keinen zu Unrecht zu bestrafen! Das wird sich aber jetzt wahrscheinlich ändern mit dem neuen Algo. Und deswegen hab ich ja den Beitrag geschrieben.

Ich bin fest überzeugt, dass Google hier nicht einfach die Meldungen auswertet und manuell abstraft. Niemals. Das können die personell gar nicht stemmen. Der Poll dient m. E. nach einzig und alleine dazu, ein Set von potentiell "bösen" Sites zu bekommmen, an dem man den Algo testen und schärfen kann. Und dann rappelts im Karton.

@marc: Ja, das glaube ich schon, dass das gesamte Set berücksichtigt wird. Ein geringer Prozentsatz (im Vgl. zu den restlichen, "normalen" Links) an gekauften Links wird eine Site sicherlich noch nicht ins Off schießen. Es kann auch sein, dass erst mal die Linkverkäufer abgestraft werden (war ja schon ein paar mal so!). Erst wenn das Signal für Google rel. eindeutig ist - in Kombination mit anderen Spam-Signalen, dann wird der Filter voraussichtlich greifen. Wg. ein paar gek. Links würde ich mir daher noch keine grauen Haar wachsen lassen...

16 | Andreas schreibt am 5.03.10 23:44:

@mario seit es den pagerank gibt gibt es auch links zum kaufen und sei es links zum kaufen gibt gibt es von google die richtline das man das eben nicht machen darf/soll. jeder von uns kann aus der kalten ein paar seiten nennen die sehr offensichtlich Linkkauf betreiben. Klar und es ärgert mich auch das startups heute wie selbstverständlich mit tausenden von euronen für linkkauf ausgestattet werden und dann am "handwerk" vorbeiziehen. Aber genau wie du schon sagst es ist technisch gar nicht mal so schwer den Linkkauf offen zulegen... aber wenn da jetzt eine Lösung per Alog rauskommen sollte dann ist doch die logische Konsequenz das man sich seiner Konkurrenten, die bis jetzt keine links gekauft haben, einfach mit Link kauf entledigt.... Wie gesagt Google sucht nach ein paar prominenten Opfer (z.B. wie damals BMW) um den Markt für Linkkauf einbrechen zu lassen. Dann verschwindet das Thema von ganz alleine.... erstmal...

@Andreas: Ganz so einfach ist es nicht. Da muss schon viel Linkkauf betrieben werden, um damit einen Konkurrenten aus dem Netz zu schießen. Und wie viel genau, weiß keiner. Man stärkt also seinen Konkurrenten erst mal und wenn man Pech hat dauerhaft. Das scheint mir genau betrachtet eine ziemlich dämliche Strategie zu sein, einen Mitbewerber "loszuwerden"... ;-)

Aber dass Google Bowling tatsächlich funktioniert, daran besteht wohl seit dem Russenlink-Problem kein Zweifel. Warte mal ab, bis das Interview mit Matt Cutts in Website Boosting erscheint. Dort kann man aus seiner Antwort recht gut raushören, dass bei einer gewissen Anzahl an gekauften Links Google diese wohl erst mal "entwertet", also nicht zählt - ohne gleich eine Penalty zu verhängen. Das muss sicherlich massiv kommen, damit was passiert.

18 | Deepestblueandy schreibt am 8.03.10 10:55:

Freut mich , dass mein Feedreader mal wieder eine neue Nachricht von Ihnen anzeigt :) Gekaufte Links...puhhh ich dachte schon das würde mich und die russische Agentur betreffen, die mir nach Zahlung von nur 10.000€ versichert hat innerhalb von 2 Std. und 3 Minuten auf Platz 1 bei Google zu sein :D ;)

19 | Frank schreibt am 8.03.10 22:38:

Wenn´s tatsächlich nicht nur eine erneute dicke Linkkauf-Nebelkerze von MC ist, könnte es demnächst zu einigen Keys ganz schön dünn, im hinsichtlich Linkkauf bereinigten Google Index, werden.
Dann wird´s aber nix mit mit dem im Rahmen von Caffeine angekündigtem größeren Index ... beim schneller laden hilft´s dafür ;-)

Mein Tipp zum Thema: Nebelkerze 2.0 ... bin neugierig, ob jemals Effekte zu spüren sein werden.

Viel Erfolg mit dem neuen Magazin!

Wie meine Vorredner schon sagten, das Thema ist nicht wirklich neu. Ich erinnere mich, dass vor 1 - 2 Jahren schon mal ein Linkkauf-Angst-Hype durch die Runde ging. Ich bleibe da ganz locker. Vermutlich weil ich keine Links gekauft habe ;-).

Klar ist das Thema schon länger in der Diskussion. Und sicherlich wird Google nie alle gekauften Links maschinell herausfinden können. Wenn man "richtig" einkauft, wird das sicherlich mit hoher Wahrscheinlichkeit unendeckt bleiben. Es ging bzw. geht ja auch um die vielen völlig ungeniert und für jeden sichbaren Linkverkäufe. Die meisten Sites, die in größerem Stil Textlinks verkaufen, sind algorithmisch leicht zu enttarnen (wie das prinzipiell geht hatte ich auf der SEMSEO gezeigt). Das war bisher eher eine Frage der Rechenkapazität, nicht mangelnder Intelligenz seitens Google. Jetzt kommt eine neue Infrastruktur "Caffeine", wie die meisten sicher wissen. Damit soll alles sehr viel schneller gehen. Google führt dieses Megaprojekt v. a. deswegen ein, um in "Echtzeit" regagieren zu können. Daher meine ich schon, dass entspanntes Zurücklegen oder Zweckoptimismus (ist noch nie was passiert, wird also auch in Zukunft nicht so sein) vielleicht immer mehr fehl am Platz ist.

Und noch was wird nach der Einführung von Caffeine wahrscheinlich passieren: "Billiger" Linkaufbau über SMO wird noch einfacher entdeckt werden können. Wir dürfen gespannt sein. Warten wir es einfach ab... ;-)

22 | Thomas Kerz schreibt am 22.03.10 14:18:

Da hat Prof. Dr. Fischer definitiv recht, billiger Linkaufbau wird in der Zukunft sicherlich leichter auffindbar sein. Ein guter Artikel.

23 | Markus schreibt am 21.04.10 15:37:

Ich denke mir, den Spam anzumelden wäre wie ein Eigentor. Google will damit nur erschrecken und die Leute aufrufen, sich selbst zu verraten. Der User gerät mit dem Aufruf in Panik und will sich vor eventuellen Strafen, die damit verbunden sind, schützen. In Panik schreibt er an Google und füllt diesen Formular aus. Natürlich weiß dann Google darüber bescheid. Er muss garnicht mal recherchieren und bestraft den User....

Das ist meine Meinung. Auf solche Warnungen sollte man nicht eingehen.

Natürlich kann ich mich auch irren...

24 | Talent schreibt am 10.05.10 23:51:

Puhh, Glück gehabt, habe keine Links bei teliad etc. eingekauft aber Bekannte Shopbetreiber von mir. Vielen Dank für die Warnung. Werde das weitergeben.

25 | Finkid schreibt am 25.08.10 14:34:

Ich persönlich fände es prima, wenn möglichst viele gekaufte Links herausgefunden und deaktiviert würden. Denn wenn Linkkauf auch noch mit guten Rankings belohnt werden würde, hätten wir schnell eine virtuelle Zweiklassengesellschaft: die reichen Großunternehmer stehen ganz oben und die armen Klein- und Einzelunternehmer werden nicht mehr gefunden ...

Ein Freund von mir arbeitet im SEO Bereich. Er meinte zu mir, dass eine kompetente SEO Agentur Links so kauft, dass diese nicht ohne Weiteres als "Paidlinks" erkennbar sind. Linklisten sind out. Vielmehr werden die Links direkt in den Content der Partner-Website eingebettet und thematisch relevant gesetzt. Dann kann niemand beweisen, dass der Link gekauft wurde. Ferner meinte er zu mir, dass ohne gekaufte Links im Bereich SEO heute gar nichts mehr läuft.

Zum letzteren Punkt kann und will ich nichts sagen. Aber ich halte diese Paidlink-Hysterie für überspitzt.

27 | Andy schreibt am 22.09.10 22:24:

Und ist nun was passiert? :-)
Ich habe nicht das Gefühl das sich in meiner direkten Konkurrenz was getan hat und ich kenne da einige schwarze Schafe :-)
Wenn der Linktausch "gut" gemacht ist glaube ich nicht das da Google großartig gegen vorgehen kann und wird.

@Andy
Ja schon, aber nicht so großflächig, dass tatsächlich auch jeder was spürt. Bezahlte Links ziehen nach wie vor, aber ein dauerhaftes "Geschäftsmodell" ist das wohl nicht... Jeden Tag fliegen Seiten aus dem Index bzw. werden mit einem Straf-Flag versehen. Google wirft Seiten ja auch in der Regel nicht manuell aus dem Index, sondern sammelt Muster über die gemeldeten Seiten und entwickelt dann Filter dafür. Im Schnitt kommt jeden Tag mehr als ein neuer Filter dazu.

29 | Frank schreibt am 23.09.10 11:04:

@ Mario

Ist schon irgendwie ein lustiger Ansatz im Bezug auf Linkkauf überhaupt von "kurzfristig angelegten Methoden" zu sprechen, nachdem es seit zumindest etwa 7-8 Jahren ganz hervorragend & auch dauerhaft funktioniert.
Das ist in unserem schnelllebigen Online-Zeitalter ne halbe Ewigkeit ...

Solange nicht mal extrem offensichtlich angemietete Russen- & Chinalinks immer noch ohne automatische Erkennung durch Google seit mehreren Jahren funktionieren (bis auf die paar exemplarischen manuellen Abstrafungen Anfang 2009), sehe ich nicht, dass Google mittelfristig nur den Hauch einer Chance gegen halbwegs vernünftig gemachten Linkkauf hat ...

Achso, bezugnehmend auf Kommentar 21: seit Caffeine funktioniert der Linkkauf übrigens eher sogar besser, da wesentlich schnellere Ranking-Effekte zu sehen sind als zuvor ...

Grüße aus Berlinien ...

Frank

@Frank:
Kurzfristige Ansätze gibt es schon. Für "Einmalaktionen" oder für Themen, die auch kurzfristig viel Geld bringen können, wird sowas schon gemacht. Oft reicht da ein gutes Ranking für Wochen oder gar Tage bis die Domain gekickt wird, um fünf- oder sechsstellige Beträge zu verdienen.

Ich glaube, die entscheidende Formulierung war "halbwegs vernünftig gemachter Linkkauf". Da müssen wir uns nur einigen, was "halbwegs" genau ist ;-) Logisch funktioniert das hervorragend, wenn es richtig gemacht wird und man weiß, worauf man achten muss. Aber in der breiten Masse werden verkaufte Links ja oft so platziert, dass sie maschinell leicht zu identifizieren sind. Wer weiß, was er tut, wird sich sicher so schnell keine Gedanken machen müssen. Nur die vielen Unternehmen, die relativ unkritisch Links kaufen - bei denen kann es durchaus problematisch werden. Noch schlimmer ist ja, dass immer mehr "SEO" auftauchen, die nichts anders machen, als für Kunden solche dirty Links zu kaufen und sie mit viel Tamtam und teuer an den Kunden weiter zu verrechnen... ;-)

31 | Frank schreibt am 23.09.10 13:10:

@ Mario

Ja, das erlebe ich auch - die Blackhat Einmal-/ Kurzfrist-Aktionen haben immer kürzere Laufzeiten ... wobei Hardcore-Spamvögel tendenziell eher seltener Links kaufen (bzw. nur einzelne als Trust-Turbo), sondern sich diese, vergleichsweise leicht automatisiert erkennbar, in Foren/Blogs/SBs etc. weltweit zusammen spammen ...

Bei Linkkauf denke ich in erster Linie an das Gros aller SEO-Anbieter Kunden, die eben langfristige Effekte brauchen und diese auch, trotz aller "Bemühungen" von Google Linkkauf zu erkennen, seit Jahren haben - so sie denn einen vernünftigen Anbieter gefunden haben ...

Solange z.B. Russenlinks als plumpeste Variante auf google.de funktionieren und nur manuell geahndet werden, ist aus meiner Sicht der Level für "halbwegs vernünftig gemacht" relativ niedrig anzusetzen ... zumindest für eigene Affiliate Projekte mit mittlerer Lebenserwartung ;-)

Ich erlebe es auch täglich, dass viele Unternehmen weiterhin zu unkritisch an Linkkauf ran gehen und immer mehr Linkdealer immer mehr Schrott verkaufen, der auch entsprechend geflagt/entwertet wird.
Ist ne ungünstige Entwicklung für die Branche & deren Ruf ... immer mehr reine Verkäufer, die selbst keine neuen qualitativ guten Linkquellen "züchten" & daher alles verkaufen, was ihnen vor die Flinte läuft.

Das bedeutet aber nicht, dass Google wegen mehr erkannten Linkkaufes besser/effektiver geworden wäre ... die Linkverkäufer sind einfach schlechter/fauler geworden, da Gier oft Hirn frisst.

Ich geh jetzt mal den herrlichen Altweibersomme genießen ;-)

32 | Bata schreibt am 17.10.10 18:59:

Bei dem ganzen Staub den google dabei aufwirbelt und der daraus entstehenden Diskussion, ob und wie ein Link gut, bzw schlecht gekauft ist und oder identifizeirt wird, wird meines Erachtens ein wesentlicher Punkt, in dieser von Google angefangenen Debatte, übersehen. Der PageRank bleibt eine wichtige Kennzahl im Algorithmus.

Google würde von heute auf morgen einer ganzen Industrie, die Milliarden Umsätze macht, den Boden unter den Füßen entziehen, wenn Sie den PageRank nicht mehr benutzen würden. Und sie hätten sich auf einen Schlag der Probelmatik gekaufter Links entzogen. Man wäre das Problem ein für alle Male konsequent und ohne Kompromisse los.
Wenn google nun seine Bemühungen steigert gegen gekaufte Links vorzugehen, kann das nicht damit einhergehen, dass der PageRank in absehbarer Zeit unter den Tisch fällt. Ferner bin ich der Überzeugung, dass Google selbst zwar Wasser prädigt aber Wein trinkt. Eine ganze Industrie lebt von der Manipulierbarkeit von Google. Google selbst würde sich schwächen, wenn es seine Anhängerschaft um Brot und Wasser bringt. Man liebt und hasst sich. Solange Google kontrolliert manipulierbar bleibt, hängt die Internetgemeinde wie ein hungruges Baby am Rockzipfel von Google, und folgt willenlos auf Tritt und Schritt.

33 | Florian schreibt am 28.11.10 19:13:

Ich denke Linkkauf an sich ist nicht das Problem, solange hier nicht die Vernunft ausgeschaltet wird, was oft beim Ausblick auf einen dicken grünen Balken der Fall zu sein scheint.

Wer einschlägige und auch Google bekannte Marktsplätze nutzt, sich Footerlinks im dutzend billiger andrehen läßt oder seine seit Jahren eher gemütlich aufgebauten Links plötzlich mit einer Latte extrem starker Links pimpen möchte, löst auch ganz ohne Meldeformular das eine oder andere rote Lämpchen aus.

Auf der anderen Seite scheinen sich auch die Verkäufer oft mit einem lustigen Nebeneinander von Versicherungsvergleichen, Reiseseiten und Immobilienfinanzierungen selbst unter die Guillotine zu legen.

34 | Matthias schreibt am 7.01.11 19:26:

Finde ich gut wie nun gegen Linspam vorgegangen wird. Einige meiner Konkurrenten erreichen nämlich nur durch gekaufte Links ihre guten Positionen und ich als Whitehat muss damit leben, dass ich unter diesen Konkurrenten stehe. Wenn sie ihre Positionen ehrlich erreichen, habe ich nichts dagegen - der Bessere siegt nun mal.

35 | Bruce schreibt am 20.01.11 23:47:

Als meine erste Website fertig war, wollte ich auch ein paar Links kaufen. Gut, dass ich „Website Boosting“ rechtzeitig gelesen habe!

36 | movie schreibt am 8.02.11 17:54:

Bei Linkkauf denke ich in erster Linie an das Gros aller SEO-Anbieter Kunden, die eben langfristige Effekte brauchen und diese auch, trotz aller "Bemühungen" von Google Linkkauf zu erkennen, seit Jahren haben - so sie denn einen vernünftigen Anbieter gefunden haben ...

37 | movie schreibt am 8.02.11 17:55:

Ich denke Linkkauf an sich ist nicht das Problem, solange hier nicht die Vernunft ausgeschaltet wird, was oft beim Ausblick auf einen dicken grünen Balken der Fall zu sein scheint.

38 | movie schreibt am 8.02.11 17:56:

Ich denke Linkkauf an sich ist nicht das Problem, solange hier nicht die Vernunft ausgeschaltet wird, was oft beim Ausblick auf einen dicken grünen Balken der Fall zu sein scheint.

39 | movie schreibt am 8.02.11 17:57:

Bei dem ganzen Staub den google dabei aufwirbelt und der daraus entstehenden Diskussion, ob und wie ein Link gut, bzw schlecht gekauft ist und oder identifizeirt wird, wird meines Erachtens ein wesentlicher Punkt, in dieser von Google angefangenen Debatte, übersehen. Der PageRank bleibt eine wichtige Kennzahl im Algorithmus.

40 | VNG schreibt am 7.03.11 10:57:

Ich glaube auch nicht das Goolge auf einer Website einen bezahlten Link erkennt, außer es steht "Werbung" oder "Anzeige" darüber. Manche Seiten müssen das ja machen und da könnte Google das scannen. Die können aber bestimmt eins und eins zusammenzählen, wenn verschiedene Links auf den gleichen Seiten stehen.

41 | VNG schreibt am 7.03.11 10:59:

Ahh...noch vergessen: Kann Google eigentlich die Portale scannen, die sich mit dem Linkkauf beschäftigen? Adscale verkauft doch auch Links und bei denen kann man doch die Seitenbetreiber auslesen. Normalerweise hätte Google doch da schon einen Beweis.

Langfristig verhelfen einem diese Links nicht zu einem ruhigen Schlaf. ... Auch wenn sie jetzt schon 18 Monate alt ist, sollte man bei der .... Google erkennt sie kaum, meist nur dann wenn es wirklich schlechte Netzwerke sind wo zb ein ... Ich war immer der Überzeugung dass Google ab PR7 die Lin

Ich sehe das ganze etwas differenzierter. Man sollte durchaus unterscheiden zwischen einem Werbeplatz oder einer gekauften Linkstruktur.

Sich ab und zu auch mal für länger einen guten Werbeplatz zu mieten z.b. in einem Presseportal mit sehr vielen Firmen und breitem Publikum um eigene Leistungen zu bewerben (z.b. auch in Form eines Werbetextes mit Link) halte ich für ligitim.

Das sollte man allerdings nicht übertreiben, ich will es hier mal nicht als Links kaufen ausdrücken.

Anders finde ich es nicht korrekt sich eine komplette Linkstruktur zusammenzukaufen. Mit dem daraus generierten PR, dann auch wiederrum selbst links verkaufen. Und genau da setzt die Google "Mühle" an - langfristig fliegen genau diese seiten auf.

Ein gutes Diskussionsthema fände ich abgesehen davon mal den Sinn und Unsinn eines

rel="notrust"

attributes, profis wissen was ich meine, zu diskutieren.

Vielleicht hat der Professor lust mal ein neues Thema dazu aufzumachen.

44 | joe lund schreibt am 3.06.11 18:14:

well one thing that is for sure is you have to take everything matt cutts says with a grain of sand, really look into what he is saying because he chooses his words carefully, always hints at something more than he is saying.

45 | Yoga schreibt am 20.06.11 14:26:

Glaub auch nicht wirklich, dass Google gekaufte Links erkennen kann, vielleicht einige wenige; kann ich mir nicht vorstellen!

46 | clemens schreibt am 15.10.11 22:28:

Gekaufte Links ist meiner Meinung nach zu einfach.
"Das kann jeder" Was jeder kann ist nicht interessant. Der Markt reguliert sich immer von allein.

Diejenigen die gut damit arbeiten melden sich hier nicht. Ich denke Content ist das wichtigste, oder?

Eventuell mal ein Umbruch bei der SEO. Echte Verlinkungen werden belohnt und das ist nur fair!

48 | Uwe schreibt am 17.02.12 14:45:

Die schlimmsten Anbieter von Linkbörsen wird der Gar ausgemacht und das ist auch gut so!!! Jetzt muß sich wieder Mühe gegeben werden beim Linkaufbau +++

49 | Martin schreibt am 4.04.12 17:50:

Und was macht man als Opfer von Linkspam? Habe zwar bislang keine spürbare Abwertung bekommen, aber wenn Google alles speichert, kann das ja noch kommen.

200 Gästebuch-Links mit immer dem gleichen Linktext. Habe alle angeschrieben und auf den Gästebuch-Spam hingeweisen, aber sehr viele Sites sind wohl "verwaist" und die Webmaster kümmern sich nicht.

Was kann man dagegen machen? Gar nichts. Nur darauf hoffen, dass Google es mit der Entwertung der Links bewenden lässt. Oder sollte ich es selbst melden?

Grüße,

Martin

Finde ich gut wie nun gegen Linspam vorgegangen wird. Einige meiner Konkurrenten erreichen nämlich nur durch gekaufte Links ihre guten Positionen und ich als Whitehat chaos damit leben, dass ich unter diesen Konkurrenten stehe. Wenn sie ihre Positionen ehrlich erreichen, habe ich nichts dagegen - der Bessere siegt nun mal.

51 | Aufklärer schreibt am 2.06.12 12:33:

Google verdient Millionen mit gekauften Links

Obwohl Google immer wieder behauptet gegen Linkkäufe vorzugehen, verdient diese Firma wahrscheinlich das meiste Geld mit gekauften Links. Das geschieht zwar nicht offiziell, doch durch die Schaltung von SEO-Links über Google-Adsense auf indirekte Weise. Wenn man einmal in der Googlesuche den Begriff Suchmaschinenoptimierung eingibt, erscheinen massenhaft Werbebanner für Verbesserungen in den Suchergebnisspositionen durch Linkkauf. Weltweit hochrechnet, wird schnell klar, dass Google über diesem Umweg auch bei den Linkverkäufen unter allen SEO-Firmen den größten Profit erzielt.
Und gerade bei den Firmen, die sich durch ihre Werbeschaltungen bei Google-Adsense selber als Linkverkäufer geoutet haben, dürfte laut Google der Linkkauf letzten Endes gar keine Wirkung erzielen und stattdessen sogar negative Auswirkungen haben. Trotzdem ist sich der auf Maximumprofit getrimmte Suchmaschinenmonopolist nicht zu Schade, auch hier so viel Geld wie möglich einzusacken. Bei soviel Doppelzüngigkeit braucht sich keiner zu wundern, wenn eines Tages ein Insider Informationen über gekaufte Positionen in den Suchergebnissen von Google veröffentlicht. Einige Ergebnisse bei der Googlesuche lassen das ohnehin vermuten.

Bannerwerbung ist ja auch nichts anderes, von daher, denke eher dass google so richtige Linkfarmen mittlerweile abstraft und nicht einzelne Backlinks!

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