Gebt den Online-Leuten mehr Freiraum!
Sparen, sparen, sparen. Überall werden Budgets gekürzt. Gerade aber in Online-Bereich kann das eine fatale, kontraproduktive Strategie sein. In einem kurzen Video spricht Mario Fischer vielen Onlinern aus der Seele. Der Film ist durchaus geeignet, ihn mal dem Chef vorzuspielen...
Argumente für mehr Freiraum und Budget zum einfach-auch-mal-Ausprobieren.
Im Buch "Website Boosting 2.0" hab ich es ja schon mal ausführlicher dargelegt: Liebe Chefs, gebt Euren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mehr Luft. Schüttet sie nicht nur zu mit "Text ändern hier - schnellschnell" und "Bild einstellen da - noch schneller".
Mitarbeiter brauchen mehr Freiraum um ihr Know-How fürs Internet zu stärken und zu verbessern. Durch die kontinuierliche, enorm schnelle Veränderung im Internet ist das auch kein einmaliger Prozess! Das Web ist vergleichsweise noch immer als jung zu bezeichnen. Jeden Monat kommen neue Dinge, Tools und Plattformdienste, die es zu sondieren gilt und bei denen man abschätzen muss, ob sie für das eigene Unternehmen etwas bringen.
Nur - wenn man niemandem Zeit gibt, sich mit solchen Dingen zu beschäftigen, dann bleiben die eigenen Mitarbeiter ewig hintendran. Das erscheint nicht gerade als eine besonders tragfähige und robuste Strategie...
Guckst Du:
"Wer nur das tut, was er schon immer getan hat, wird auch nur das bekommen, was er schon immer bekommen hat".
Ach ja: Über Votings bei Youtube und hier auf dem grünen Button freue ich mich natürlich immer ;-)
Stichworte: Ausbildung Online Marketing, Fischer Video, Online-Budget
War der Artikel für Sie wertvoll? Wollen Sie den Beitrag als Bookmark merken?
Einfach RSS-Feed abonnieren oder das Lesezeichen mit anderen Lesern teilen:
Geschrieben von Mario Fischer am 03.08.2009 | Kategorie: Aktuell
Kommentare & Anmerkungen
zum Beitrag: »Gebt den Online-Leuten mehr Freiraum!«,
Trackback-URL: http://www.website-boosting.de/m4/mt-tb.cgi/948
Kommentare
Da bin ich froh das es bei uns im Unternehmen ein Kreativ-Team gibt das genau diese angesprochenen Freiräume hat. So macht das Arbeiten gleich doppelt soviel Spaß und es werden Ideen umgesetzt von denen man vorher nur geträumt hat. Meist sind diese Ideen echt die besten.
Sehr guter Beitrag, knackig, kurz und bündig. Ich stimme dem zu. Man muss die richtige Balance finden und sich im Web sowie auf Konferenzen und Stammtischen informieren, um wirklich auf dem Laufenden halten. Gerade im AdWords Hilfeforum, erkenne ich öfters aus den Fragestellungen, dass manche Werbetreibende sich wirklich kaum mit der Thematik AdWords oder sogar Online Marketing im Generellen beschäftigt haben. Folge: Die Chance, dass es nach hinten losgeht (nicht funktioniert), ist groß.
Ein herrlicher Beitrag - das Problem an sich ist aber sicherlich nicht nur Internet-atypisch. Dieses Geisteshaltung findet sich (leider) in den meisten Geschäftszweigen wieder...
Absolut richtig. Ich hatte das Glück, von 2000 bis 2002 bei meinem letzten Fulltimejob extrem viel Spielraum zu haben. Dadurch konnte ich sehr viel lernen und die Website des Unternehmens nach vorn bringen.
Dummerweise kam der Freiraum aber auch daher, dass sich die Geschäftsführung nicht wirklich für das Medium Internet interessiert hat. Und nach meinem Ausscheiden eine Agentur mit dem Relaunch beauftragte, die all die schönen Sachen für eine 0815-Seite in die Mülltonne getreten hat.
Das Video ist klasse, ich hoffe, die richtigen Personen würden es sich einmal anschauen, was ich allerdings leider nicht ernsthaft glaube.
Zum Glück bin ich selbständig und kann machen was ich will. Ich hoffe, das wird so bleiben.
Das Video finde ich Klasse. Werde ich gleich mal meiner Frau vorspielen, damit Sie sieht wie wichtig das Thema Internet inzwischen ist. So bekomme ich dann mehr Freiraum um meine Ideen umzusetzen.
Ich habe mir vor drei Tagen Ihr Buch gekauft und bin nun dabei die ersten Ideen umzusetzen. Da wartet noch eine Menge Arbeit auf mich.
Da wird ein wichtiger Punkt angesprochen: Freiraum, damit man etwas anderes machen kann als bisher und als die Mitbewerber. Ich denke, das ist ein Argument das ziehen kann.
Ja schön und gut, aber welche Firma macht das? Freiraum lassen, auch in finanzieller Hinsicht, gerade in Zeiten der Wirtschaftskrise, welche momentan eh als Entschuldigung für fast alles genommen wird.
Gerade in Zeiten der Wirtschaftskrise ist es wichtig Möglichkeiten zu finden sich von den Mitbewerber abzuheben und besser und billiger zu werben.
Super Beitrag. Da alle die Möglichkeit haben die gleichen Programme und Werkzeuge zu benutzen, kann man sich vom Mitbewerber am Besten durch bessere Ideen und bessere Qualität unterscheiden. Mehr Freiraum fördert die notwendige Motivation dazu erheblich.
Ich habe diesen Freiraum (im Online-Marketing) und kann deshalb aus Erfahrung sagen, wie positiv es sich auf die Weiterentwicklung im eCommerce auswirkt.
Korrekter Beitrag!
interessantes Video, Wirtschaftskrise hin oder her, Innovation muss sein, sonst kann man sich vom Mitbewerben nicht mehr unterscheiden, oder wird sogar überholt.
ich lese momentan Ihr Buch, und muss sagen, dass ich das Buch sehr toll finde. Jetzt gehts nur darum, alles umzusetzen. ;-)
Da kann ich nur zustimmen. Wir haben das in unserem Unternehmen eine Zeitlang gemacht. Daraus kam ein komplett neuer effektiver Workflow von der Konzeption bis zur Prototyp-Entwicklung, den wir jetzt in unseren Projekten einsetzen können.
Ein sehr guter Beitrag, aber wie sieht es mit der Umsetzung in der Realität aus. Binsenweisheiten gibt es ja genug, aber die Entwicklung des menschlichen Hirnes ist wohl noch nicht so weit, dass es sinnvolle Erkenntnisse auch wirklich umsetzen könnte.
Ich stimme dem Beitrag vollständig zu, aber wenn es alle machen würden (hypothetische Annahme), dann hätten wir allerdings wieder so etwas wie "Gleichstand".
@Günther: Naja, eine sehr philosopische Betrachtung. Klar, wenn immer alle das Gleiche machen, ist alles gleich. Aber man braucht sich ja nur die Kluft zwischen Otto und Quellen ansehen um zu erkennen, dass eben trotz mittlerweile überall vefügbarer Infos doch nicht alle das Gleiche machen.
Ein mehr oder weniger großes Delta gibt es immer - und davon kann man prima leben... ;-)
Mario, ich denke nicht, dass ich das ganze philosophisch betrachtet habe. Einstein war schon dicht dran mit seiner Aussage: 2 Dinge sind unendlich, das Weltall und die menschliche Dummheit.
Heute kann ich mir "fast" das komplette Wissen in kurzer Zeit ins Haus holen, aber kann ich damit dann auch schon umgehen. Deshalb wird es natürlich nie den Gleichstand geben. Das sog. DELTA ist im Gegensatz zur Grenzwertbildung in der Infinitesimalrechnung am Ende doch immer recht gross.
Übrigens habe ich heute nachmittag damit verbracht dein Buch diagonal zu lesen - sehr gutes Werk, ich werde noch viel Zeit damit verbringen.
Also ich habe die Forderung "nach mehr Freiraum für Online-Leute" letzte Woche in einen Vortrag eingebaut, den ich vor über 600 Kollegen gehalten habe.
Der Marketing Leiter saß keine 3 Meter entfernt vor mir. Fast den ganzen Vortrag über hatte er seinen Blackberry im Blick - als ich dann wörtlich sagte "gebt den Online-Leuten mehr Freiraum" war das aber dann vorbei :).
Die Forderung bezog sich dabei zwar nicht auf mich persönlich, da - wie schon erwähnt - ich diesen Freiraum bereits habe, sondern auf die ganze Online Abteilung. Mal sehen was passiert wenn wir das Thema immer öfter ins Spiel bringen...
@Thorsten: Yes. Weiter so. Steter Tropfen höhlt den Stein. Es ist schlecht für die Zukunft einer Company, wenn die Online-Abteilungen wie allen anderen "Verwaltungseinheiten" behandelt werden. Hier dreht man an für das Unternehmen wichtigen Schrauben und zieht an Hebeln mit unterschiedlicher Wirkung. Dazu gehört auch heute noch ein ganzes Stück "F&E". Und dazu braucht man ein wenig Luft zum Ausprobieren. Wer das noch nicht begriffen hat, wird zukünftig wahrscheinlich zunehmend Probleme bekommen...
Sparen und schnell schnell ist doch heutzutage leider überall der Fall. Aber wie richtig gesagt, in einer so dynamischen Branche wie das Internet kann so was langfristig negative Folgen haben. Bei neuen Tools, Funktionen, etc. kann es für ein Unternehmen fatal enden, Mitarbeiter zu haben, die nicht auf dem neuesten stand sind.
Jeder Mitarbeiter wünscht sich genügend Freiraum im Beruf doch oft wird gerade in der Internetbranche gefordert schnell Lösungen zu entwickeln. Dann heisst es wir machen das "quick and dirty". Langfristige Auswirkungen werden leider viel zuoft zu Gunsten eines vermeidlich schnellen aber kurzfristigen Erfolges vernachlässigt oder komplett ausgeblendet!
Das ist im Prinzip schon richtig.
Leider sind halt die "Online-Leute" ziemlich teuer, wenn sie den Freiraum auf Arbeitszeit nutzen.
Klar, ein gewisser Freiraum muss sein. Mein Vorschlag an die "Online-Leute" wäre aber, dass sie sich diesen Freiraum auch am Abend oder am Wochenende nehmen.
Von etlichen "einfachen" Angestellten wird ja auch erwartet, dass sie sich in der Volkshochschule (also in der Freizeit) weiterbilden.
@Big-D: Schon richtig. Denke, man muss da unterscheiden zwischen "Quick&Dirty mal was ausprobieren" und einer langfristig tragfähigen Strategie. Im Web fressen ja bekanntlich ganz besonders die Schnellen die Langsamen ;-)
@Hans-Guenther: Ich bin nicht sicher, ob man "die Online Leute sind ziemlich teuer" so stehen lassen sollte. Man sollte die Unterscheidung "teuer" und "preiswert" im Sinne von "den Preis wert" schon machen. Und ich denke, gute Online-Leute sind sehr preiswert derzeit. Sie triggern die Umsätze deutlich nach oben und bekommen davon gegenüber einem Vertriebler meist nur einen sehr geringen Anteil. Via Festgehalt bekommen sie oft gar keinen Cent mehr! Das würde kein Vertriebsmann mit sich machen lassen (die Provision streichen ;-)
Ist ein Vorstand "teuer"? Wenn er dämlich ist und das Unternehmen an den Abgrund führt - sicher. Trifft er die richtigen Entscheidungen und führt ein Unternehmen innerhalb von 5 Jahren von 1 Mio Gewinn auf 15 Mio Gewinn. Wäre dann ein Jahresgehalt von einer halben Mio "zu teuer"? Soll er seine Fähigkeiten lieber bei einem anderen Unternehmen zur Vefügung stellen und man bleibt bei der einen Mio...?
Die Online-Leute, die ich kenne, machen genau das, was oben vorgeschlagen wurde: Sie bilden sich auf eigene Kosten und in ihrer Freizeit weiter. Und nach einigen Monaten/Jahren passiert genau das: Sie kündigen und verlassen das Unternehmen. Weil man dort sich immer noch ein Auge zuhaltend noch immer meint, das selbe Gehalt plus 2% Anpassung p.a. wäre völlig ausreichend. Sie sind voller Tatendrang, verdienen notgedrungen teilweise unerwartet schon "privat" nebenbei Geld mit einigen Dingen im Web, mit denen sie eigentlich nur mal Dinge ausprobieren und testen wollen (was im Unternehmen nicht geht - Auge zu). Die Mitarbeiter entwickeln sich extrem schnell weiter - das Unternehmen bleibt stehen. "Macht das mal in Eurer Freizeit"... ob das eine langfristig stabile Personalpolitik für "Online" ist - da bin ich nicht wirklich sicher...








Da sprichst du mir aus der Seele. Hoffentlich bekommen mal die richtigen Leute das Video gezeigt.