Website Boosting 2.0 - Weblog

Der Weblog für das Buch Website-Boosting 2.0 von Mario Fischer

Google Earth? Monster Milktruck im Browser!

Google hat eine neue Applikation freigegeben. Man kann mit einem Milchlaster durch jeden Ort der Welt fahren. Neu daran ist, dass hier nicht mehr die Nutzung von Google-Earth notwendig ist...

Sicherlich empfinden es einige als Spielerei. Aber nach dem Ausprobieren erkennen strategisch denkende Internetnutzer sicher das enorme Potential, das da auf uns zu kommt. Google visualisiert uns das mit einer kleinen Applikation, einem Fahrspielchen. Nach der Installation eines kleinen Plug-ins für den Browser, kann man sich die Google Earth-Oberfläche direkt in den Browser laden (keine Sorge, das ist keine Monsteranwendung!).

Danach kann man einen kleinen Milchlaster (Yupiieee!) mit den Cursortasten durch die Earth-Welt steuern. Unten ist eine einfache Eingabezeile, in die man den gewünschten Ort eingibt - und schwupps, wird man direkt dort hingebeamt. Ein klein wenig warten muss man -je nach Internetanbindung-, bis alles aufgebaut wurde. Bissi Geduld also.

Ich hab mal "Germany, Nürnberg" eingegeben und das sieht dann so aus:

Man kann nun munter via Cursor-Tasten durch Nürnberg düsen. Ab und zu gibt der Fahrer des Milch-Lasters ein paar witzige Kommentare ab. Für viele Städte gibt es schon 3-D Ansichten wichtiger Gebäude. Im Hinterland rumzudüsen macht daher nicht sooo viel Spaß.

Man kann seine virtuelle Lieferfahrt natürlich auch auf dem Mount Everest starten,

in New York oder auch Las Vegas am Strip (Eingabe: Las Vegas, Strip):

Lassen Sie sich überraschen. Das ist ganz putzig gemacht.

Auf Youtube gibt´s auch bereits die ersten Filme. Hier ein wohl besoffener Truckdriver:

Was denken Sie? Fällt Ihnen Potential für das Thema E-Commerce dazu ein? Dabei denke ich natürlich nicht an dieses LKW-Spiel hier. Google gibt API´s bzw. Schnittstellen ja immer recht großzügig frei.

Einige Ideen gehen mir da jetzt schon durch den Kopf. Und Ihnen?

Und hier noch die Webadresse: Google Milktruck

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Geschrieben von Mario Fischer am 03.07.2008 | Kategorie: Aktuell

Kommentare & Anmerkungen

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Kommentare

1 | Lolek schreibt am 3.07.08 9:58:

Da fällt mir schon auch genug ein! Ich sag nur Google Streetview. Das gibt es sicher gute Kombinationsmöglichkeiten mit lokalen Geschäften vor Ort.
Gibt es denn schon einen offene Api für die Browsernutzung?

2 | cvw schreibt am 3.07.08 11:33:

Das hört sich in der Tat spannend an. Vielleicht würde ich gerne mit einer Limousine durch die Fifth Avenue in NY fahren und dort die "Schaufenster" ansehen, um dann den ein oder anderen Kauf zu tätigen.

3 | Maddin schreibt am 3.07.08 12:19:

Coole Sache! Habs gleich mal ausprobiert. Man muss richtig Speed aufnehmen und über nen Berg fahren... das ist wie ne Schanze... yuppiieee ;)!
Geil wärs, wenn man gegen einander rennen fahren könnte... Die Website-Boosting Nürnberg Rallye :D!

4 | Chrisu schreibt am 3.07.08 12:50:

Sehr schöne Applikation.

Auch Spiele-Entwickler könnten gefallen an dieser Idee finden. Ich denke da an Rennspiele oder Third-Person-Shooter wie Gran Tourismo oder GTA, welche ja schon teilweise in reellen Umgebungen stattfinden. Spannende Verfolgungsjagden in London, Dubai oder auf der Blumeninsel Mainau:) Auf den Spuren von James Bond oder Jack the Ripper rund ums Einkaufsparadies Harrods - so wird das In-game Product Placement auf ein neues Level gebracht. Auch die klassische Kaffeefahrt könnte revival erleben.

Also bei so einem kleinen Wettrennen wäre ich auch dabei :-)

Welche Ideen mir dabei durch den Kopf gehen?
Naja das naheliegendste ist Tatsächlich irgendetwas in Richtung Spieleindustrie, wie schon in den anderen Kommentaren erwähnt.
Auf dem selben Level könnte man z.B. für Maps24 eine "Vorschau-Fahrt" realisieren.

Aber gerade für die Spieleindustrie könnte ich mir ganz neue Ingame-Dimensionen vorstellen, wenn man den Grundgedanken von Maps mal etwas weiter spinnt:

Irgendwann kennt Google wohl auch die Umrisse der Landschaft der westlichen Städte komplett. Dann würde das Test-Auto aus dem Beispiel oben an den Gebäuden anstoßen können, logisch. Aber das hätte noch viel mehr zur Folge:

Wie schon oben erwähnt könnte man daraus Live-Shooter oder neue Autorennspiele kreieren. Aber nicht irgendwelche, sondern mit dem Bonus: Alles spielt sich in der eigenen Stadt des Spielers ab.

Vielleicht wird daraufhin ein neuer Trend die Spieleindustrie aufwirbeln. Ein Trend zur Lokalisierung, "spiele Dein Lieblingsspiel - und zwar direkt vor Deiner Haustüre". Keine künstlichen WoW-Welten mehr? Das würde ebenso Kreise ziehen.

Angenommen, die meisten neu erscheinenden Games würden dann dem Trend folgen und keine eigenen Maps, sondern die "reale Welt" als Map benutzen, hätte das Folgen:

1. Die Differenzierungsmerkmale von Games könnten verwässern. Nicht umsonst ist WoW heutzutage so beliebt und hat so einen hohen Suchtfaktor: Die von Videospiel-Künstlern geschaffene WoW-Welt (Landkarte) besticht einfach durch ihre Größe und Einzigartigkeit. Dadurch kann der Spielehersteller heutzutage einen hohen Preis am Markt etablieren, da es kaum ein vergleichbares Videospiel mit einer solchen Spielewelt gibt. Wenn aber alle Spiele dieselbe "Spielemap" hätten (also die reale Welt als Map), dann würden sich die Videogames nicht mehr so drastisch wie heute voneinander unterscheiden. Klar, das Handling von "Need for Speed" wäre dann vielleicht schon noch anders als bei "Grand Theft Auto", aber grundsätzlich würden beide Games in derselben Spielemap laufen.

2. Mehr Kooperationen: Nehmen wir einfach mal an, "Need for Speed" und "WoW" würden in derselben Spielemap laufen. "NFS meets WoW" sozusagen, bei dem die NFS-Raser den WoW-Süchtlingen vor die Füße fahren können. Das alles wäre dann theoretisch realisierbar, Schnittstellen zwischen den beiden Herstellern vorausgesetzt.

Trotzdem glaube ich: Falls es wirklich einmal so weit kommen sollte und die ersten PC-Games die echte Welt als Spielemap benutzen, wird es einen Aufschrei/Hype geben, der aber nicht von allzu langer Dauer sein wird.

Irgendwann wird's für die Spielen dann eben auch wieder langweilig, immer nur den "eigenen Block" in Spielen zu sehen. Den sehen sie doch ohnehin schon den ganzen Tag, und Videospiele sollen ja grundsätzlich den Spieler entspannen und ihn dazu bewegen, mal abzuschalten vom gewohnten Alltag.

Fazit: Könnte meiner Meinung nach ein Trend in der Spieleindustrie werden, aber wenn ja dann nicht von allzu langer Dauer. Die typische Trendblase eben.

6 | M. schreibt am 9.07.08 12:56:

Beispiel: Es gibt einige Läden in Stuttgart, die ich toll finde. Keine Ahnung wie die Geschäfte heissen bzw. in welchen Straßen diese Läden sind.
-> Kann ich also schlecht bei Google klassisch suchen, ob ein Onlineshop vorhanden ist.

Damit hab ich nun die Möglichkeit dahin zu tuckern, und hoffentlich bald auf den "Hauslink" zu klicken und in den Onlineshop zu gelangen.

Die Ortskenntnis die in der realen Welt vorhanden ist wird nützlicher, und nicht wie in Second Life wertlos...

Über das Potential könnte man Bände schreiben ...

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