Website Boosting 2.0 - Weblog

Der Weblog für das Buch Website-Boosting 2.0 von Mario Fischer

Was sagt Google zum Thema Spam?

Matt Cutts, der ehemals als ominöser Google-Guy in diversen Foren Tipps gab, ist der oberste Spambekämpfer bei Google. Auf der Web2Expo 2008 hat er einen Vortrag darüber gehalten, was Google über Spam weiß...

Glücklicherweise werden immer mehr solche Konferenzen mitgeschnitten und die Beiträge ins Web gestellt. So können Sie hier nachfolgend selbst anhören, was Cutts in erfrischend kurzen 9 Minuten vorgetragen hat. Witzig, sogar Kirchen spammen in den USA... Aber machen Sie sich doch am besten ein eigenes Bild:


Die Folien hat er ebenfalls im ppt-Format zur Verfügung gestellt. Sie finden Sie hier (1,3 MB).

Fazit:
- Cutts spricht davon, dass Google den PageRank noch immer benutzt, um Reputation und Vertrauen zu "messen"
- Optimierung für Suchmaschinen ist in den Augen von Google kein Spam. Dabei sollten allerdings strikt die Richtlinien eingehalten werden. "Whitehat" SEO nennt man das.
- Er rät von Deals mit "Blackhat"-SEO dringend ab und zeigt an einem Beispiel, wie Google die Hobby-Optimierer erkennt, die unerlaubte Vorlagen kaufen und selber damit rumspielen.
- Zuletzt fordert er dazu auf, die eigene Domain bei den Webmastertools von Google zu registrieren. Über diese Konsole würde man über Einbrüche (sog. Hacks) in die eigene Website informiert.

Mein persönliches Fazit:
Ich finde vor allem wichtig, den Bloggern klar zu machen, dass Kommentare, die Links zu Spam-Seiten enthalten, den eigenen Status gefährden können. Google findet solche Links und zieht ggf. die Blog-Website auch mit runter. Keiner mag Seiten, die zu Spammern linken - auch wenn das unbewusst passiert (wie leicht rutscht einem ja mal was durch?). Insofern ist das nur konsequent. Tipps dazu hat Cutts in seinem Beitrag ja auch gegeben.

Hier bei Website Boosting verhindert die notwendige Eingabe "Mensch" in ein bestimmtes Kommentarfeld unten, dass Maschinen spammen. Seither ist Ruhe. Die "Spamerkennung" in Blogs funktioniert ja ansonsten eher bescheiden...und das ist noch freundlich ausgedrückt.

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Geschrieben von am 13.05.2008
Kategorie: Stolperfallen



Kommentare & Anmerkungen

zum Beitrag: »Was sagt Google zum Thema Spam?«,
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Kommentare

1 | Loewenherz schreibt am 13.05.08 10:14:

Wobei beim hier eingebundenen Video erst ein anderer Matt zu sehen ist und erst nach dessen Ende der Cutts-Part kommt. Mein Kommentar dazu ist hier: http://www.seo-scene.de/google/suchmaschinenoptimierung-ist-kein-spam-116.html - Trackbacks sind ja hier leider nicht so einfach möglich, Mario, ich verlinke lieber die eigentliche Quelle, statt einer kryptischen URL, die meist nur Fehler bei menschlichen Besuchern verursacht ;-)

Trackbacks sind mittlerweile wirklich schwierig. Nach einem Posting kommen hier an die 300-400 Trackbacks, die alle Links Viagra und Ähnlichem hinterlassen möchten. Das Spamtool von Movabletype taugt hier nicht wirklich...
Den Videolink hab ich geändert. Sorry. Das war ein Kopierfehler. Online, nat. getestet und dann mit einer kl. Änderung doch wieder den alten Link erwischt... Grrr... Jetzt klappts wieder.

Hallo,

ein sehr interessanter Beitrag, stehe ich absolut dahinter.

Gerade im Bereich Blogging ist Spam ein großes Thema. Durch die Spamschutz-Funktion kann man es ja zum Glück erstmal verhindern. Ich sage bewusst "erstmal", weil es irgendwann bestimmt eine Möglichkeit geben wird, diese zu überlisten - was aber hoffentlich noch lange dauern wird.

Schöne Grüße aus München!

Zum Thema "Blackhat & Spam": Whitehat-Agentur VS Blackhat-Agentur

Vielen selbsternannten "SEO Spezialisten" und Startup-SEO-Agenturen sieht man kaum an, dass sie Blackhat-Techniken benutzen.
Ganz im Gegenteil: Solche Agenturen können sich mit Blitzerfolgen in Ihrer Referenzenliste brüsten, während "ehrliche" Whitehats schon einmal etwas länger brauchen, um den berühmten "Döner Berlin" auf Platz 1 zu pushen.
Auf den ersten Blick scheint also die Blackhat-Agentur schneller und günstiger zu sein. Da viele Kunden ohnehin nie mitbekommen werden, mit welchen Methoden deren SEO-Agentur arbeitet um die eigene Webseite zu pushen (wer schreibt sich schon stolz "Blackhat SEO Agentur" auf die Stirn?), fällt "Blackhat" oft erst dann auf, wenn es zu spät ist.

Mehr noch: Im Prinzip ist ja schon das Kaufen eines Links "Blackhat". Somit müssten sich alle SEO-Agenturen "Blackhat" nennen, die mit Werkzeugen wie Linkkauf oder Linktausch arbeiten.. daher die Frage: Wo hört "Whitehat" auf und wo fängt "Blackhat" an?

Und von einer "Blackhat"- zu einer "Whitehat"-Agentur zu wechseln, kostet oft auch ein gewisses Maß an Überwindung: Doorway-Pages und ähnliche Blackhat-Trafficbringer müssen entfernt werden, wordurch initial der Traffic einbricht. Einbrechender Traffic, lange Wartezeiten bis zu einem guten Ranking und dazu (oft) noch teurere Preise bezahlen - das machen viele Kunden erst mit, wenn Google deren Webseite (wegen Blackhat-Techniken) abgestraft hat.

Fazit: Natürlich ist ein Whitehat-Ranking deutlich länger von Dauer und daher auch betriebswirtschaftlich gesehen deutlich sinnvoller. Aber bis dem Kunden bei der Kaufentscheidung diese höhere Arbeitsqualität erst einmal bewusst wird, muss man sich schon recht gut mit der Thematik beschäftigen.

P.S.: Den Unterschied zwischen BH und WH zu finden, wird in Zukunft wohl auch immer schwieriger.. "keep your blackhat stuff looking whitehat" (Zitat Quelle: QuadsZilla / SeoBlackhat.com)

5 | marc schreibt am 16.05.08 11:34:

Daher sollte sich man vor der Auswahl der Agentur auch intensiv mit dieser beschäftigen. Sich die Optimierungsmaßnahmen genau erklären lassen (klar ist, dass sich die Agentur nicht in die Karten schaun lassen will, welcher SEOler macht das schon gerne) aber die verwendeten Methoden sollten meiner Meinung nach schon nachvollziehbar sein.
Schwierig wird’s natürlich, wenn der SEO-Beauftrage der Firma keinen blassen Schimmer von der ganzen Thematik hat und nicht zwischen Blackhat und Whitehat unterscheiden kann.
Dann hat die Agentur natürlich leichtes Spiel…

Linktausch NICHT Linkkauf sehe ich als absolut OK an, wenn die Links themenrelevant passend gesetzt sind. Die ZEIT hatte auf ihren Seiten Links platziert (Spam?) die themenUNrelevant waren und siehe da, sie wurden beim PR-Update im November gnadenlos bestraft - wie auch andere Firmen.

Von daher sollte jeder erst mal checken, ob er sowohl seine ONPage als auch seine möglichen OFFPage ToDos erledigt hat bevor er zu "unlauteren" Mitteln zur Linkgenerierung wie Spam greift!

6 | missi schreibt am 18.05.08 11:20:

Echt ein super Beitrag, sehr gut zusammengefasst und rechachiert.
Ich lese hier sehr geren, amcht weiter so!

7 | Stephan schreibt am 9.03.09 6:16:

Was mich noch interessieren würde, wie erkenne ich, ob mein Linkpartner spammt?

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