Website Boosting 2.0 - Weblog

Der Weblog für das Buch Website-Boosting 2.0 von Mario Fischer

PageRank ist unwichtig! Ach ja?

Immer und immer wieder liest man in Foren und Blogs den Satz, der PageRank (PR) von Google wäre unwichtig. Bisher blieben die Schreiber eine vernünftige Erklärung für die Behauptung schuldig. Und nicht selten stellt sich heraus, dass dieser Schluss durch gesundes Halbwissen gezogen wurde...

Grund genug, sich einmal etwas ausgiebiger mit der Frage zu beschäftigen und auch zur qualifizierten Diskussion aufzurufen: Ist der PR noch wichtig?

Insbesondere in Foren, allen voran in denen von Xing wird der PR immer wieder von Einzelnen in Frage gestellt. Die Rückfrage, welche Beweise es für die Behauptung gäbe, er wäre "unwichtig", blieb bisher jeder schuldig bzw. es stelle sich raus, dass die Schlußfolgerung mit Halbwissen aufgestellt wurde.

Der Grund für den (meiner Ansicht nach) gezogenen Fehlschluss ist meist, dass man in den Suchergebnissen immer auch Treffer mit PR 0 findet. Das ist aber selbstverständlich, denn alle neuen Seiten werden bis zum nächsten sichtbaren PR-Update mit 0 angezeigt.
Überwacht man solche scheinbar für PR 0 zu guten Positionen professionell, zeigt sich beim nächsten PR Update (wohlgemerkt des sichtbaren PR), dass die Seite "plötzlich" auf PR 3, 4 oder 5 geschnellt ist. Jetzt sehen wir den PR, mit dem Google schon lange intern gerechnet hat. Statt Momentaufnahmen hilft hier eine saubere Analyse dieser Phänomene.

Seit PR zur handelbaren Ware geworden ist, zeigt uns Google ja nur alle paar Monate einen neuen Wert. Intern rechnen sie natürlich viel aktueller. Der angezeigte PR ist also mitnichten der "richtige", den G. verwendet. Diese Missinterpretation geht so weit, dass sich sogar Einige zu der Aussage versteigen, Google würden den PR nur alle paar Monate rechnen. Und auf diese Weise erhitztes Wasser (vulgo: Dampf) wird dann leider nicht nur in der Bäckerblume veröffentlicht, sondern sogar in namhaften Zeitschriften (siehe z. B. die aktuelle Internet World).

Wer sich die Formel zur PR-Berechnung (die ist ja öffentlich) mal angesehen und verstanden (!) hat, kann eigentlich nicht ernsthaft behaupten, diese Zahl wäre unwichtig. Schließlich gibt sie mehr oder weniger die (gewichtete) Linkpopularität wieder. Und zu behaupten, eingehende Links bzw. deren Zahl wären nicht wichtig, dazu wäre sich sicher sogar Meister Stromberg zu schade.

NATÜRLICH ist der PR lange nicht mehr so wichtig wie früher. Bei G. sind die Uhren ja nicht stehen geblieben. Es gibt mit hoher Wahrscheinlichkeit einen unveröffentlichten Trustrank und noch eine ganze Reihe weiterer Faktoren, mit denen eine Domain beurteilt wird. Experten spekulieren, dass G. mittlerweile zwischen 150 und 200 Faktoren zur Beurteilung auf der Pfanne hat. NATÜRLICH ist PR nur einer davon, geht aber sicher nicht nur mit dem Faktor 1/200 ein... ;-)

Früher hat Google "auffällige" Domains einfach gekickt. Man wusste dann: Ooops, da ist was schief gelaufen und viele sind einfach mit einer neuen Domain an den Start gegangen. Dann kam als Antwort die Sandbox (neue Domains werden eine Zeit lang im Ranking künstlich behindert). Heute markiert Google oft Domains, die unter Verdacht stehen und lässt sie durch dieses Flag nicht über Seite 3 in den Suchergebnissen raus. Man kann sich anstrengen wie man will, Backlinks sammeln wie blöde - man kommt einfach nicht vor die Position 30. Und da hinten klickt ja praktisch kein Mensch mehr.
Auch hier entstehen Missverständnisse: Eine Domain mit PR 4 oder 6, aber die Suchergebnisse sind mau. Aha - PR ist wohl doch nicht mehr so wichtig...

Google hat oft genug öffentlich gesagt, dass sie ihren PR nach wie vor lieben. Nur ist die Berechnung im Zusammenspiel mit den vielen neuen Filtern so komplex geworden, dass die Beobachtung "guter PR - gute Suchergebnisse" halt einfach nicht mehr so einfach gemacht werden kann.

So - nun rufe ich zum wiederholten Male dazu auf, ein nachvollziehbares Argument zu liefern, warum PR unwichtig ist. Die Behauptung alleine, und wenn sie noch so oft gemacht wird, hilft uns ja kein Stück weiter...

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Geschrieben von am 16.11.2007
Kategorie: Optimierung



Kommentare & Anmerkungen

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» | datenschmutz.net am 6.05.08 1:43

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Rezensenten schrieben, dass Fischers Buch zum Thema SEO und Online-Marketing das Potential zum Standardwerk hätte - dem kann ich nach eingehender Lektüre nicht widersprechen. ... Weiterlesen »

Kommentare

Den Beitrag von Martin Günther finde ich sehr treffend. Ansonsten finde ich es erstaunlich, dass es offensichtlich unmöglich ist, handlungsleitenden Aussagen treffen zu können - trotz angeblicher geistiger Durchdringung der PR-Mechanik.

Grüße
stephan@spamschlucker.org

2 | Xel schreibt am 16.11.07 8:24:

Sicherlich richtig ist, dass man nicht behaupten kann, dass die Verlinkung irelevant währe. Weiterhin richtig ist, dass der von Google intern geführte Pagerank mit Sicherheit nicht irelevant ist.

Meiner bescheidenen Meinung nach hingegen völlig irrelevant geworden ist der Toolbar-Pagerank. Völlig irrelevant deshalb, weil dieser
1. durch einen einzelnen entsprechenden Link beeinflussbar ist, welcher nicht unbedingt die Rankings auf den Kopf stellt, den PR aber ggf. schon
2. grade in letzter Zeit einige Seiten extreme (Toolbar) PageRank Einbußen hinnehmen mussten ohne im Ranking zu fallen (und diese haben auch in den Monaten zwischen den letzten beiden PR-Exporten keine ernstzunehmenden Rankingrückfälle erlitten)
3. Seiten mit mittlerem Pagerank "problemlos" Seiten mit hohem (eingekauften) Pagerank in den Serps schlagen können - der Faktor PR, soweit er mit dem ToolbarPR zusammenhängt also mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht zu stark gewichtet wird
4. Ich sowieso davon ausgehe, dass beim Pagerank-Export gewisse Änderungen auf Filterbasis stattfinden (der Toolbar PR sich also nie wirklich mit dem internen deckt) um seinen "Marktwert" auf Dauer zu schwächen.
5. Die Formel des Pageranks aktuell m.E. nicht mehr mit dem übereinstimmt, was in der Toolbar angezeigt wird. Grundlage für diese These ist folgendes:
Man nehme zwei Seiten, eine ist super verlinkt (= natürliche Verlinkung quer durch den ganzen PR Garten) hat aber aktuell nur einen eher niedrigen PR dafür aber absolute Top-Positionen bei wirklich umkämpften Suchbegriffen.
Die andere hat eine eher stiefmütterlich behandelte Verlinkung und kaum höhere Pagerank-Links zu bieten, auch nur wenige gute Positionen bei schwierigeren Keywords hat aber einen höheren Pagerank. Dass sich diese Seite in einem Filter befindet kann ausgeschlossen werden, da sie zu einigen - wenn auch nicht so umkämpften - Keywords 1er Positionen erreicht.
Sandbox kann bei beiden Seiten ausgeschlossen werden. Filter die den sichtbaren Pagerank beeinflussen jedoch nicht - um genau zu sein halte ich selbige für wesentlich wahrscheinlicher.

Meine Folgerung aus allen obigen Punkten zusammen:
Der Toolbar Pagerank ist absolut unwichtig und spielt keinerlei Rolle mehr bei der Positionierung einer Seite in den Serps.
Über ihn lässt sich nicht einmal nach einem frischen Update ein wirklicher Rückschluss auf den internen PageRank ziehen, dem ich durchaus eine Relevanz zuspreche, den ich aber wie dargestellt nicht messen oder schätzen kann.

Ich denke weiterhin, dass sich die Aussagen grundsätzlich auf den sichtbaren PR beziehen, da eine Untersuchung des Stellenwertes des internen Pageranks bereits an der Verfügbarkeit von Daten die etwas über ihn aussagen scheitern muss. Ausserdem kann ich den Pagerank nur dann ausreichend als Ranking Faktor bezeichnen, wenn der mir bekannte PageRank eine Auswirkung (zu einem Zeitpunkt X) hat, denn wer fragt, ob der PageRank eine Bedeutung hat, der meint zumeist den sichtbaren und in vielen Fällen weil er einen Link kaufen will und dieser sein Geld ja auch wert sein soll.

Wenn ich den ToolbarPR als direkten Export zu einem Zeitpunkt X ansehen würde, müsste ich nach aktuellem Stand (siehe die noch relativ aktuelle Pageranksenkungen vieler Webseiten) zu dem Schluss kommen, dass der PageRank keinerlei Relevanz für die Serps hat, da im PR gefallene Seiten durchgängig seit dem vorherigen Update gut positioniert waren und in diesem Zeitraum keine großartigen negativen Serpänderungen erfahren haben.

Ich bin zwar weder Profi-SEO noch würde ich mir anmaßen hier über besondere Kenntnisse zu verfügen, halte meine Meinung aber hiermit durchaus für schlüssig begründet, sofern ich hier keinen grundlegenden Denkfehler drin habe, über dessen Richtigstellung ich natürlich hochgradig erfreut währe.

Mich würde der Gegenbeweis ("Page Rank ist wichtig") allerdings mal brennend interessieren. Natürlich nur unter der annahme, dass es einen tatsächlichen und nicht durch Filter beeinflussten Zusammenhang zwischen Toolbar Pagerank und Googleinternem Pagerank zu einem nicht bekannten Zeitpunkt X gibt, welcher zwischen zwei PageRank Exporten liegt.

So, das müsste ja jetzt schon fast als eigenständiger Artikel durchgehen ;-)

Gruß
Alex

Erst mal: guter Artikel! Ich möchte meinen Argumenten für die tendenzielle Irrelevanz des PR vorausschicken, dass das Konzept des PRs natürlich genial ist und Google an die Spitze katapultiert hat. Das Konzept steht also in keiner Weise zur Debatte, sondern nur der Status quo.

1.
Ich finde vor allem den Hinweis auf die notwendige Unterscheidung zwischen "sichtbarem" und "tatsächlichem" PR wichtig. Allerdings ist für uns Frontendpersonen ja ausschließlich der sichtbare PR relevant. Ich kann nicht darüber spekulieren, welche Auswirkungen der PR hat, wie ich ihn steigern könnte usw., wenn ich das auf Grundlage falscher Daten tun muss.

2.
[quote]Nur ist die Berechnung im Zusammenspiel mit den vielen neuen Filtern so komplex geworden, dass die Beobachtung "guter PR - gute Suchergebnisse" halt einfach nicht mehr so einfach gemacht werden kann.[/quote]
Wenn du vom sichtbaren PR sprichst -> siehe Punkt 1. Wenn du vom tatsächlichen PR sprichst, wäre genau dieser Satz ein Argument für die Irrelevanz des PRs.

3. Ich betreibe eine gut besuchte Website aus dem Edu-Bereich seit mehreren Jahren. Vor knapp 2 Jahren ist der (sichtbare) PR von 5 auf 4 gesunken, dort hält er sich seither. Allerdings ist seither die Zahl eingehender (qualitativ hochwertiger) Links gestiegen, auch das Listing bei Google ist besser geworden. Das spricht nicht für die Importanz des PRs. Solche Phänomene gibt es zuhauf zu beobachten, nämlich Sites, die trotz einer nur moderaten Zahl mittelmäßiger eingehender Links einen ordentlichen PR haben.

Grüße
stephan@spamschluckerorg

Ja, dieses "PR ist unwichtig" oder "PR ist tot"-Phänomen ist wirklich verbreitet. Meine klassische Antwort darauf deckt sich weitgehend mit den Aussagen in diesem Artikel.
Ein hoher PR kann beispielsweise vollkommen irrelevant sein, wenn er nur durch einen Backlink von einer PR-starken Seite erreicht wurde (die diesen möglicherweise selbst eingekauft hat und nicht weiter relevant ist).
Ein PR kann durchaus relevant sein, weil er eben höchst einflussreiche Faktoren wie die Link-/Domainpopularität wiederspiegelt. Er taugt also als Indiz, nicht zum Selbstzweck.
Wie bei so vielen Dingen kommt es auch beim PageRank auf eine differenzierte Betrachtung an.

5 | Andreas schreibt am 16.11.07 10:49:

Früher habe ich oft folgenden Satz gehört: Wirtschaft und Psychologie sind Themen bei denen jeder denkt für voll mitreden zu können.
Bei SEO ist es mittlerweile wohl auch so. Was Sie Professor Fischer beschreiben, ist ja nichts anderes. Laien, die sich selbst für Experten halten, behaupten halt mal irgendwas.
Der PageRank ist nur ein Wert, welcher über Verlinkung berechnet wird. Es ist aber möglich, daß eine Seite mit dauerhaft niedrigerem PR dauerhaft besser rankt als andere (relevante) Seiten. Warum das so ist und wie es geht, wissen die Profis ja.
Top positionierte Seiten haben mindestens einen mittelmäßigen PR.
Seiten mit Top PR müssen nicht top positioniert sein.

"Allerdings ist für uns Frontendpersonen ja ausschließlich der sichtbare PR relevant. Ich kann nicht darüber spekulieren, welche Auswirkungen der PR hat, wie ich ihn steigern könnte usw., wenn ich das auf Grundlage falscher Daten tun muss."

Der sichtbare PR ist ein "Anhaltspunkt", aber nicht wirklich relevant... Relevant ist vielmehr der interne Wert mit dem Google rechnet! Ok, wir sehen den zwar nicht... aber so ist halt eben das SEO Geschäft :-). Viele Dinge die wir tun, um unsere Seiten besser zu Positionieren, lassen sich nicht oder nur schlecht messen. Hinzu kommt die Tatsache, dass Suchmaschinen in der Regel etwas Zeit brauchen bis die durchgeführten Änderungen ihre Wirkung zeigen.

Aus meiner Sicht ist es daher fatal nicht zu spekulieren (bzw. handeln) und stattdessen auf "verlässliche" Daten zu warten. So hinkt man immer einen Schritt hinterher. Das soll natürlich nicht heißen, dass man auf gut Glück irgendwelche Maßnahmen ergreift… So könnte man sich durch Analyse der Verlinkung einer Website, im Vergleich zu den Mitbewerber-Seiten, zumindest ein ungefähres Bild des tatsächlichen PR machen (denn genau das stellt der PR Wert im Prinzip dar). Stellt man fest, dass die Mitbewerber hier deutlich besser aufgestellt sind (wahrscheinlich sind sie dann auch hinsichtlich Ranking besser) ist es höchste Zeit zu handeln – ganz egal was der grüne Balken spricht! ;-)

7 | peter schreibt am 16.11.07 12:03:

Ich bin kein SEO, ich lese hier nur aus Interesse mit. Deshalb nur eine kleine Beobachtung: Seit dem letzten PageRank-Update wurde mein sichtbarer PageRank von 4 auf 2 abgewertet. Ich schiebe es darauf, dass meine Seite sich unter anderem als Linksammlung versteht und deshalb viel mehr ausgehende als eingehende Links hat - möglicherweise besteht bei Google der Verdacht auf Link-Kauf, was natürlich nicht der Fall ist.

Aber im Gegensatz zum PageRank ist die Platzierung meiner wichtigsten Suchbegriffe nicht schlechter geworden, sondern vielmehr besser. Nicht viel, aber sichtbar. Ich kontrolliere die Platzierung meiner wichtigsten Suchbegriffe regelmäßig und stelle einen leichten aber kontinuierlichen Aufwärtstrend fest: kein Bruch durch die Abwertung des PageRank.

8 | Xel schreibt am 17.11.07 6:16:

>>"Es sei nochmals darauf hingewiesen, dass sich bei einem PR-Update in der Toolbar die Rankings NOCH NIE verändert haben!"

Tja - aber wie gesagt (deshalb hab ich das ja extra so geschrieben), bei dem letzten Update sind einige Seiten enorm im PageRank gefallen, was ihnen aber in der Zeit zwischen den Updates[sic!], in der Google den PR ja irgendwann geändert haben muss, genausowenig im Ranking gefallen wie in der Zeit danach.

Man betrachte hierzu z.B. das Keyword SEO.
Aktuelle Top Position hinter Wikidedia hat nur Pagerank 3 - früher aber Pagerank 5. Die Position ist in der Zeit zwischen dem vorletzten und dem letzten PR-Export nicht schlechter geworden. Der Pagerank (Toolbar) aber "gewaltig", selbst wenn man jetzt von einem PR 4 - 0,000000001 ausgeht der als PR 3 angezeigt wird und vorher einen PR von 4 + 0,000000001 der als 5er angezeigt wird ausgehen würde währe der Unterschied auf der Skala schon durchaus groß.
Auf Position 5 gibt es allerdings z.B. einen PR 6er... Unterschied zwischen 5 und 6 währe minimal, solange das so war konnte man den Toolbar Pagerank ggf. noch als Kriterium hernehmen, jetzt ists n Unterschied von 3 zu 6 und der müsste eigentlich schon groß sein.

Meine Vermutung daher: der seo-marketing-blog hat Google-Intern weiterhin nen PR 5 extern wird aber was anderes angezeigt. Da die Externe Anzeige für mich das einzig messbare PR Kriterium ist sage ich: Der Pagerank den ich sehen kann ist wertlos. Der Pagerank den Google intern misst kann ich nicht beurteilen, halte ihn aber durchaus für wichtig.

Aber genau wie bei deinen Beispielen gilt auch bei diesem Beispiel: Es ist nur ein Beispiel, ich könnte mir genausogut eins Raussuchen, was deine These bestätigt oder eben eins was meine Bestätigt. Einen Beweis wird es nicht geben.

Hmmm...
Mal sehen:
"Immobilien"
Pos. 1 - PR 6
Pos. 2 - PR 6
Pos. 3 - PR 6
Pos. 4 - PR 4
Pos. 5 - PR 6
Pos. 6 - PR 6
Pos. 7 - PR 6
Pos. 8 - PR 6
Pos. 9 - PR 4
Pos. 10 - PR 5

"Handy"
Pos. 1 - PR 5
Pos. 2 - PR 6
Pos. 3 - PR 5
Pos. 4 - PR 4
Pos. 5 - PR 5
Pos. 6 - PR 4
Pos. 7 - PR 6
Pos. 8 - PR 5
Pos. 9 - PR 4
Pos. 10 - PR 6

"Lebensversicherung"
Pos. 1 - PR 5
Pos. 2 - PR 5
Pos. 3 - PR 5
Pos. 4 - PR 5
Pos. 5 - PR 5
Pos. 6 - PR 4
Pos. 7 - PR 4
Pos. 8 - PR 6
Pos. 9 - PR 5
Pos. 10 - PR 5

"Computer"
Pos. 1 - PR 6
Pos. 2 - PR 6
Pos. 3 - PR 4
Pos. 4 - PR 4
Pos. 5 - PR 6
Pos. 6 - PR 4
Pos. 7 - PR 6
Pos. 8 - PR 7
Pos. 9 - PR 6
Pos. 10 - PR 4

Klar sind da oft auch 5er Seiten vor 6ern oder gar 7ern. Aber PR ist ja bekanntlichermaßen auch nicht das einzige Kriterium. Meist entdeckt man bei schlechter platzierten Seiten mit höherem PR dicke Fehler bei der On-Page Optimierung.

Wer glaubt, ein PageRank von 5 wäre identisch mit einem PageRank von 5, der irrt sich gewaltig - auch wenn das zunächst komisch klingt. Google rechnet intern sehr viel feiner und die Intervalle zur Erreichung der nächsten Stufe vergrößern sich drastisch. Während PageRank drei intern 100 Einheiten hat, spreizt sich ein sichbarer PR von 7 schon in knapp 62.500 Einheiten. Es gibt also je nach internem PR einen großen extrem großen Unterschied zwischen einer sichtbaren 7 und einer 7...

Ich empfehle hierzu die PR-Tabelle von Klaus Patzwaldt zu studieren (in der Mitte des Artikels) unter: http://www.at-web.de/suchmaschinenoptimierung/pagerank.htm
Der Artikel ist zwar schon etwas älter, aber das mathematische Grundprinzip ändert sich nicht prinzipiell, auch wenn G. möglicherweise heute mit
veränderten Intervallen rechnet.

Ebenso kann ein PR 5 nur knapp von einem PR 6 entfernt sein. In der Toolbar sieht das viel aus, intern ist es nur der Schmutz unter den Fingernägeln der Website, die den Unteschied ausmacht (sprich ein paar Backlinks weniger).

Es sei nochmals darauf hingewiesen, dass sich bei einem PR-Update in der Toolbar die Rankings NOCH NIE verändert haben! Das passiert immer schon vorher. Google rechnet den PR laufend neu und berechnet das Ranking laufend neu. Der Wert in der Toolbar wird nur alle paar Monate aktualisiert - alle auf PR bzw. (!) Linkveränderungen basierende Veränderungen im Ranking sind schon lange gelaufen! Es ist also keinesfalls so, dass man nach einer sichbaren PR-Veränderung und keiner gleichzeitigen Rankingveränderung den Schluß ziehen darf, PR wäre für das Ranking irrelevant.

Auch der Toolbarwert ist meist eine relevante und nützliche Info - Allerdings: Über einen längeren Zeitraum beobachtet und (eben leider) nicht immer, wenn Seiten mit Flag (Strafen) behalten offenbar ihren PR, um den Betreibern keine Hinweise zu liefern, dass man sie "erwischt" hat... Auch hieraus entstehen immer wieder Fehlschlüsse (Hab eine Seite mit hohem Pädschränk, die überhaupt nicht gut ränkt - PR kannsde inne Tonne klobbn, is völlige Banane). Letzeres Obstbildnis stimmt tatsächlich, aber für die ganze Klammer ;-)

10 | erforderlich schreibt am 19.11.07 7:57:

Hallo liebe SEOs,
wir betreiben seit mehr als 10 Jahren eine Website!
Zu beachten ist, das wir seitdem (nahezu) keine
inhaltlichen Änderungen machen mussten.
Gegenüber (seo-spammenden) Konkurrenten
mit höheren PR und gekauften Backlinks sind wir
dennoch bei vielen Keywords führend.
Aus meiner Sicht ist das Alter der (unveränderten)
Seite auch ein wesentlicher Faktor.
Viele Grüsse

@erforderlich:
Aber klar doch. Das Alter einer Domain, eines Dokuments (bzw. eines URL) und das Alter eines Links zählen extrem viel. Das beobachten wir seit etwa 1,5 Jahren, dass G. hier immer mehr Wert darauf legt.
Was nicht mehr funktioniert ist, sich "alte" Domains zu kaufen, die zurückgegeben werden (Konkurs o. ä.). Google ist ja Registrar und bekommt somit durch die Änderungen des Eigentümers einen Wechsel mit. Wenn sich dann noch die Topics der Website ändern, fängt die Domain wieder "von vorne an".

@alle:
Noch mal zur Betonung: Es wird immer wieder übersehen, dass es nicht nur positive Bewertungskriterien gibt, die eine Seite nach vorne bringen. Es gibt mittlerweile auch eine Menge Filter, die "dämpfen". Wenn also eine Domain sich mal nach vorne oder auch nach hinten bewegt, sich aber an der Domain selber nicht viel getan hat, kann das auch am Umfeld liegen! Nicht selten werden Seiten über dem eigenen Suchergebnis von einem dämpfenden Filter erwischt und die Seite nach unten gedrückt. Die eigene wandert (so sie nicht vom Filter betroffen ist) nach oben. Hier werden auch häufig Fehlschlüsse gezogen. Änderungen im Ranking sind also nicht immer auf die eigene Domain zurückzuführen! Es kann auch sein, dass Mitbewerber auf der ersten Seite sich bewegen und man selber natürlich auch mit (nach oben oder unten).

Das macht professionelle Analysen ja auch so schwer bzw. aufwendig! Was allerdings nie klappt ist, auf Grund "einfacher" Beobachtungen von Veränderungen eindeutige und stabile Aussagen zu machen. Was natürlich niemand davon abhält, dies trotzdem zu tun... ;-) (siehe einschlägige Foren)

Hallo,
ich halte eigentlich eine Mischung von Herrn Fischers Aussage und "Xel" am ehesten für nachvollziehbar. Da ich mich mit diesem Thema erst seit kurzer Zeit näher beschäftige und daher vermutlich einen recht objektiven Blick habe, macht es einfach Sinn, das der googleinterne PR einen hohen Stellenwert im Ranking hat. Wie viel nun "hoch" bei 150-200 Faktoren ist weiß ich nicht...2% sind jedenfalls schon überdurchschnittlich. Diese Schlussfolgerung schließe ich aus der Tabelle von Herrn Fischer und eignen Beobachtungen.

Selbst auf logischem Menschenverstand aufgebaut würde es keinen Sinn machen dem Faktor der guten Vernetzung einfach keinen Stellenwert mehr zukommen zu lassen.

Vielleicht ist der Algorithmus nun auch einfach ein Anderer und Herr Page muss mit seinen 18,5 Milliarden auskommen.

Die Vernetzung ist wichtig, die Marketingabteilung von big G. würde allein aus "Branding-Gründen" nie zulassen, dass ein Alleinstellungsmerkmal von Google, mit welchem es die Konkurrenz vor noch nicht all zu langer Zeit überholt hat nun weg fällt.

Jedem SEO-Neuling leuchtet das doch ein ?!

Ich weiß, das ich sicherlich nicht die Hinführung die ihr haben wollt, doch vielleicht tut etwas SEO-Abstand bei diesem Thema ganz gut ;-)

Grüße, Christoph

>und Herr Page muss mit seinen 18,5 Milliarden auskommen.

Nach der letzten Schätzung haben die beiden Gründer ein Vermögen von um die 34 Mrd... DAMIT kommen die sicher in JEDEM Fall aus... ;-)

Vielleicht auch immer ein keiner Hinweis, dass die beiden dem Thema (noch mehr) Geld sicher bei Entscheidungen nicht unbedingt die oberste Prio zuordnen. Das nur als Randbemerkung, weil ja das ja immer wieder unterstellt wird. Wenn die beiden allerdings irgendwann mal nicht mehr da sind oder das Sagen haben, kann das nat. wieder ganz anders aussehen.

Aber wer SO viel Geld hat ("wirklich" reich ist man ja erst, wenn man gar nicht mehr weiß, wie viel Geld man genau hat), der kann die Maxime "don´t be evil" sicherlich glaubhaft auch wirklich ausleben... ;-)

14 | Rätsler schreibt am 21.11.07 11:54:

Ich sehe das auch so, deckt sich mit meinen Beobachtungen.

Meines Erachtens ist die ganze Pagerank-Debatte vor einem logischen Problem im Hintergrund zu sehen: wenn jeder weiss wie der interne Pagerank gebildet wird, dann kann jeder SEO'ler jede beliebige Seite "manipulieren" und auf die erste Seite pushen.
Das passiert ja auch zunehmend und insofern muss Google was tun um das Thema "Relevanz" langfristig zu lösen. Altavistas Tod war Keyword Spam, Googles Tod könnte SEO Spam sein.
Objektive, nicht optimierte Suchergebnisse sind scheinbar schon in der Unterzahl, daher auch Googles Versuche, Seiten mit geringerem PR aber besserer Relevanz nach vorne zu bringen. Mal sehen wie gut Google die Relevanz in Zukunft ermitteln kann - Social Search Konzepte sind da im übrigen sehr im Vorteil.

Hallo Herr Huber,
das stimmt nat. prinzipiell. Je mehr bekannt ist, wie G. rankt, desto stärker wird dieses Wissen benutzt, Geld zu verdienen. Das ist nur natürlich und eine kalkulierbare Reaktion. Daher gibt G. ja auch nicht das geringste Fitzelchen Info nach außen. Und daher auch die Versteckspielchen mit dem PR.

Ich glaube nicht, dass nicht optimierte Seiten in der Unterzahl sind. G. hat etwas 60 Mrd. Dokumente im Index. Ich schätze, noch nicht mal ein Promille davon ist optimiert.

Altavista hatte angefangen, Suchergebnisse zu verkaufen bzw. nicht sauber als gekauft auszuweisen. Das hat die Nutzer - als es rauskam - verständlicherweise stark verärgert und weggetrieben. Danach ging es relativ schnell nach unten. Entziehen die Nutzer eine Suchmaschine die Liebe, war´s da. Das würde auch Google so gehen, wenn sie dort Blödsinn machen würden (Nutzerdaten verkaufen o. ä.). Das einzige Kapital einer SuMa ist das Vertrauen der User.

17 | inetstyle schreibt am 4.12.07 6:37:

Bei der Bewertung des PageRanks stimme ich Herrn Fischer voll zu. Interessant ist aber in diesem Zusammenhang die Abstufung einiger Blogs zusehen, bei denen manche im "sichtbaren" PR bis auf PR 0 abgestuft wurden und das teilweise von PR 4 oder 5 aus! Und bis jetzt noch keine Ranking Abstufung erfahren haben (die Betonung liegt auf bis jetzt)nur wie wird sich sowas auf das Ranking der einzelnen Blog und der ganzen Bloggosphäre auswirken (da ja hier durch die hohe Vernetzung ein Domino Effekt eintreten wird!)

18 | Patrick schreibt am 20.12.07 8:46:

[QUOTE]Meines Erachtens ist die ganze Pagerank-Debatte vor einem logischen Problem im Hintergrund zu sehen: wenn jeder weiss wie der interne Pagerank gebildet wird, dann kann jeder SEO'ler jede beliebige Seite "manipulieren" und auf die erste Seite pushen.[/QUOTE]

Das hab ich schon ziemlich oft gehört, finde aber, dass das ein gewaltiges Mißverständnis ist.

Selbst wenn man den Algorithmus von Google genau kennen sollte, wär's nicht so ohne weiteres möglich für "umkämpfte" Keywords an die Spitze zu kommen.

Wir wissen z.B. alle, dass Links von relevanten Seiten mit einem hohen (internen :-)) PR eine wichtige Rolle für ein Ranking bei Google (oder sonstwo) spielen. Nur weil man das weiß, heißt es aber nicht, dass man das auch leicht erreichen kann.

Wegen diesem Unterschied zwischen Wissen und Beeinflussbarkeit sind (qualitativ hochwertige) Links ja so wichtig geworden. Da sie nur schwer zu manipulieren sind im Vgl. zu anderen Rankingfaktoren.

Man weiß zwar, dass Links von qualitativ hochwertigen Seiten aus derselben Branche extrem wichtig sind, aber das bedeutet nicht, dass man diese dann auch bekommt, da es fairerweise tatsächlich nützliche Seiten viel leichter haben an solche Links zu gelangen als eine x-beliebige Seite die ein SEO einfach mal so versucht zu pushen, da er eine Menge über den Algorithmus weiß.

Dasselbe gilt anscheinend auch für das Alter von Webseiten: Google geht wohl kaum davon aus, dass Seiten die zu einem früheren Zeitpunkt gemacht worden sind zwangsläufig deutlich besser sind als eine Seite die vor 5 Monaten gemacht worden ist (ältere Seiten sind vielleicht oft besser, weil Sie einfach schon mehr Content haben, da der Webmaster länger Zeit hatte an ihr zu arbeiten, aber wenn man das um die Anzahl, Länge der Seiten/"Größe" der Website, etc. bereinigt sind alte Seiten wohl kaum besser als neue Seiten).

Der nützliche Effekt des Alters liegt wohl viel mehr darin, dass es (Suchmaschinen-)Spammern das Leben deutlich schwerer macht, da diese ihre Seiten (die jederzeit gebannt werden können) ja nicht auf langfristiges Wachstum sondern auf's schnelle Geld auslegen - und das Alter der Website kaum beeinflussbar ist. Jeder SEO weiß das inzwischen, aber keiner kann seine Seite einfach älter machen.

Und genau das liegt wohl auch im Sinne der Erfinder solcher Ranking-Faktoren, da man damit Leuten die wirklich gute Seiten machen einen Vorteil verschafft (den die guten Seiten sollen ja hoch) und Leute die nur die Suchmaschinenergebnisse "manipulieren" wollen ohne eine gute Seite zu machen keine Chance lässt.

Natürlich wird keine Suchmaschine ihren Algorithmus preisgeben, da das jedem der das weiß natürlich einen Vorteil verschaffen würde, aber wie gesagt nur einen Vorteil und noch lange kein Top-10-Ranking.

Ich glaube allerdings auch, dass das mit dem Alter etwas komplizierter ist also fern eines einfachen negativen linearen Zusammenhangs zwischen Alter und "Rankingboost" dafür gibt.

Da ich denke, dass das Alter zum Abhalten von Spam gemacht miteinbezogen wird, denke ich, dass Google's Algorithmus wohl eher so etwas macht wie einen Pool von Websiten auswählen die ein bestimmtes Alter erreicht haben (und andere Indikatoren die eine Spam-Seite weitestgehend ausschließen) und dann in einem weiteren Schritt diese "älteren Seiten" weiter analysiert werden um aus dieser Vorselektion dann die besten Treffer zu finden.

Manche Leute bringen dabei dann das Beispiel, dass alle Seiten in den Top-10 min. 5 Jahre alt sind, aber dadurch wird die Wichtigkeit des Alters als Ranking-Faktor wohl auch überschätzt, da es ja eine Korrelation zwischen der Anzahl an (hochwertigen) Links die eine Seite kriegen konnte und dem Alter einer Seite gibt...sprich eine 5 Jahre lange Seite hatte 5 mal so lange Zeit an kräftige, relevante Links zu gelangen wie eine 1 Jahr alte Seite.

Wahrscheinlich gibt es also einen deutlichen Vorteil für Seiten bis zu einem bestimmten Alter der dann aber mit zunehmendem Alter deutlich abnimmt (sprich der Vorteil einer 2 Jahre alten Seite gegenüber einer 6 Monate alten Seite ist wahnsinnig groß, der einer noch viel älteren Seite gegenüber der 2 Jahre alten Seite aber wohl nicht mehr so groß).

Wie glauben Sie wird das mit dem Alter der Websites als Rankingfaktor gemacht Herr Dr. Fischer? Würde mich wirklich interessieren, da ich bisher immer nur recht schwammige Statements wie "das Alter ist halt ein wichtiger Rankingfaktor" gehört hab.

19 | seoline schreibt am 1.01.08 6:24:

hast es sehr gut auf den punkt gebracht. man kann es doch ganz einfach prüfen: man gebe (wie mario fischer) einige gute keys bei google ein und prüft die pr´s der top 10 platzierten. in 99,9 % der fälle sind eben pr-starke seite vorn. wenn der pr unwichtig wäre, gäbe es ihn gar nicht mehr. was pr aber nicht immer bedeutet ist gleich linkstärke z.b. (für alle die meinen mit einem PR 7 Link rockt man die SERP´s) Da bevorzuge ich lieber Seiten mit niedrigem PR aber die zum jeweiligen Keyword gut ranken - da hat man mehr davon (in den meisten Fällen).

Ja klar kenne ich solche "Studien". Was meinen Sie, was wir machen, um Wissen über die Funktionsweise von Suchmaschinen zu generieren...?

;-))

21 | Dennis schreibt am 15.01.08 4:23:

Davon bin ich eigentlich ausgegangen. Ich hatte eigentlich eher auf eine Quellenennung gehofft. :-)

>Ich hatte eigentlich eher auf eine Quellenennung gehofft.

Nicht wirklich oder...?
Und es nützt Ihnen ja auch nicht wirklich was, wenn ich Ihnen eine Festplatte als Quelle nenne. Will heißen, dass man sowas nicht einfach so ins Web pustet. Das gehört sich doch nicht.
Nochmal: ;-)

23 | Dennis schreibt am 15.01.08 11:07:

Den echten PR kennt nur Google, wir bekommen alle paar Monate eine Info per Toolbar.
Hm... Woher ist dann bekannt, dass beim Begriff "Handy" die Position 4 einen PR von 4 hat. Vielleicht rechnet Google schon mit einem PR von 6, vielleicht hat die Seite auch tatsächlich einen PR von 4, ist jedoch besser für den Suchbegriff optimiert?
Ist der PR nun wichtig? Mir persönlich ist der PR einer Seite absolut egal. Entscheidend ist doch eigentlich nur, ob ich mit meinen Suchbegriffen gut positioniert bin.
Ist der PR für die Suchergebnisse relevant? Da kann man zwar wohl von ausgehen, vielleicht hat die schlechter bewertete Seite aber auch nur mehr themenrelevante Backlinks oder sie wird überproportional häufig aufgerufen oder....

Was mich eigentlich ein bischen wundert: Ich habe bisher noch nicht davon gehört und gelesen, dass sich jemand von den sogenannten SEO Experten die Mühe macht die bei Google vermuteten Kriterien über einen Versuch zu untersuchen. Man erstelle 2 oder mehrere ähnliche Webseiten mit Fantasiewörtern als Suchbegriff, eine mit viel Text, eine mit wenig Text, eine mit Suchbegriff im Webseitentitel, eine ohne, auf eine Seite klickt man oft, auf die andere gar nicht....
Vielleicht kennt Prof.Fischer solche Studien.

>>Ich hatte eigentlich eher auf eine Quellenennung >>gehofft.

>Nicht wirklich oder...?
>Und es nützt Ihnen ja auch nicht wirklich was, >wenn ich Ihnen eine Festplatte als Quelle nenne. >Will >heißen, dass man sowas nicht einfach so ins >Web pustet. Das gehört sich doch nicht.

Das ist verständlich und nachvollziehbar.

;-)

Der Pagerank wird auf jeden Fall zunehmend egal. Ich gehe davon aus, dass google nur noch intern berechnet und keinerlei Interesse mehr daran hat, dass der öffentliche PageRank ein Kriterium mehr ist. Es ist zwar ein Bekämpfen der Symptome, doch es wird so auf jeden Fall etwas schwieriger für den Laien eine Seite zu bewerten.

Hmm.. ich denke das ist wieder unser übliches Problem: Jeder kann sich eben SEO'ler nennen. Die professionellen SEO'ler die ich kenne unterscheiden NATÜRLICH zwischen public-PR und closed-PR...

27 | Andy B. schreibt am 22.02.08 2:48:

Da hast du sicherlich recht. Wobei "flohmarkt kostenlos" auch gute Ergebnisse bringt bei 480.000t Treffern. Somit ist für mich das Mass eher gute Urls mit passenden Keys,Title und Content. Die Zeit aufzubringen um soviel Links zu verteilen, dass der PR ausschlaggebend ist, werde ich wohl nicht aufbringen können.

URLs sind zweifelsohne wichtig. Ich werden in der nächsten Zeit dazu auch noch mal einen Beitrag hier schreiben. Aber gute Links, am besten noch mit den richtigen Keywords auf dem Linktext bringen schon nach wie vor einen guten Schub.

Dass man mit einer Suchwortkombination relativ weit oben steht, bedeutet ja nicht, dass andere Faktoren nicht so wichtig wären. Ein Trugschluss, der leider immer wieder gezogen wird. Man darf ja nicht vergessen, dass noch immer viele, viele Webseiten in keinster Weise vernünftig optimiert sind. Man kann also auch deswegen oben stehen, weil die anderen eher "zufällig" gelistet werden. Ohne das dies große Absicht wäre. Optimieren ein paar "starke" Domains diesen Begriff auch On-Page, sackt man schnell nach unten ab!

Und der Aufbau von Backlinks ist nicht von heute auf morgen schnell mal erledigt...

Links (und damit letztlich ja auch der PR) sind nach wie vor eines der wichtigsten Kriterien. Eben auch deswegen, weil sie sehr viel schwerer zu bekommen sind. Ein paar Texte und URLs optimieren - das ist schnell passiert.

29 | Andy B. schreibt am 22.02.08 6:54:

Hallo zusammen,
ich betreibe seit kurzem eine die Webseite www.ifalf.de PR 0 (Backlinks gibst noch nicht viel ). Kann mir zu diesem Thema aber solche Suchergebnisse nicht erklären.
Suche Nach "flohmarkt Opel Astra" Pos. 3 davor und danach nur Seiten mit wesentlich höherem PR 6-7 und ca. 38.800 Treffern. Diese oder ähnl. Suchergebnisse bekomme ich auch bei anderen Suchbegriffen welche Inhalte meiner Seite beschreiben. Ich finde es Ok, nur was soll ich nun vom PR halten. Leider habe ich auch schon Absagen zur Verlinkung bekommen, da mein PR zu niedrig sei also habe ich für mich den Zweck der Vermarktung des PR der Webseite erkannt. Gerne würde ich eure Meinung dazu hören.

30 | Xel schreibt am 22.02.08 9:36:

Also ein 3 Wort Key mit so wenig Treffern ist nicht unbedingt das Maß der Dinge - nur mal nebenbei erwähnt - dort auf Posi 3 zu kommen ist nicht unbedingt schwer. Du hast alle drei Keys im Titel, die Seiten hinter dir (auf der ersten und zweiten Seite) haben max. zwei davon im Titel. Du hast auch alle drei Keys in der URL.

31 | Max schreibt am 18.03.08 3:19:

Ich sehe das genauso Herr Fischer, offsite ist eben der am stärksten gewichtete Faktor, da man ihn nicht ohne größeren Aufwand beeinflussen kann. Irgendwann wird Google dazu über gehen nur noch themenrelevante Links zu werten und dann gibt es einen großen Knall in den Suchergebnisseiten / SERPs.

Also Herr Prof. Fischer,

ich glaube da ist ein kleiner Denkfehler in Ihrer Logik. Ich meine:

Hmmm...
Mal sehen:
"Immobilien"
Pos. 1 - PR 6
Pos. 2 - PR 6
Pos. 3 - PR 6
Pos. 4 - PR 4
Pos. 5 - PR 6
Pos. 6 - PR 6
Pos. 7 - PR 6
Pos. 8 - PR 6
Pos. 9 - PR 4
Pos. 10 - PR 5

usw.

Warum ich das sage? Nur weil die Seiten, die bei den entsprechenden Suchbegriffen oben stehen, einen hohe Toolbar-PR haben, kann ich nicht einfach darauf zurückschließen, dass sie genau deswegen oben stehen. Das ist eben nicht zwingend.

Alle attraktiven Menschen tragen hübsche Kleidung. Wer hübsche Kleidung trägt, der muss ein attraktiver Mensch sein. Komische Logik, oder?

Oder haben Sie das noch auf andere Weise getestet? Vielleicht erläutern Sie uns dann mal Ihren Testaufbau, damit wir das nachprüfen können? Meine Erfahrung spiegelt das nicht wieder, dass Links von hohen TPR-Seiten besser funktionieren. Das wäre auch sehr schwer zu testen.

Es gibt sehr viele Faktoren, die Links wertvoll machen und es kommen auch immer wieder welche dazu (Nutzerdaten? Wie oft wurde ein Link geklickt über Google Analytics?)

Ich habe die Toolbar oder alle vergleichbaren PR-Checker schon seit 2004 oder so deinstalliert und schaffe es trotzdem zu ranken ;) Ich gucke niemals auf den PR, wenn ich im Linkaufbau-Modus bin. Themenrelevanz ist für mich persönlich der wichtigste Faktor. (Es wäre cool dafür einen Balken zu haben). Die praktische Relevanz von TPR ist für mich daher irrelevant. Der interne PR, ja der spielt noch eine gewisse Rolle. Aber wer kennt den schon? Ergo ist er nicht messbar.

Nur Google weiß, wer von uns Recht hat ;)

Also Herr Ebach (viSEOcoach),
ich bin nicht der Meinung, dass mir da ein Denkfehler unterlaufen ist, das Problem liegt wohl eher in einem Lese- oder Verständisfehler. Hier stand doch nirgends, dass ein hoher PR automatisch gutes Ranking verspricht?!
BtW: Wenn Sie schreiben "Warum ich das sage", dann ist mir (!) völlig klar, warum Sie das sagen... ;-)
Wir beide haben ja eine "Vergangenheit" und sicher haben Sie mein Posting bei Akademie.de noch nicht vergessen. Dazu stehe ich aber. Und immer auch mit vollem Namen.

Ihr Beispiel mit der Kleidung finde ich übrigens ganz gut. Zeigt es doch, dass es gut ist, über den Computertellerrand hinaus sehen zu können. Selbstverständlich werden Menschen durch hübsche Kleidung attraktiver! Das lernt ein Psychologiestudent schon im ersten Semester. Insofern war es hierfür ein sehr schlecht gewählter Vergleich - und doch in gewisser Weise wieder gut ;-)

Ich kann auch beim besten Willen nicht erkennen, was das Deinstallieren der Toolbar ob nun 2004 oder gestern damit zu tun haben soll, dass Sie gut "ranken"? Oder ging es nur darum, darauf (dass Sie guuuut sind) aufmerksam zu machen? Wenn Sie schreiben, dass Sie niemals auf den PR beim Linkaufbau sehen, ist das ok. Meiner Ansicht nach keine besonders schlaue Strategie, aber ok. Themenrelevanz wurde ebenfalls nie bestritten, im Gegenteil wird diese natürlich immer wichtiger. Und wenn Google mehr Rechenkapazität hat, wird sie sicherlich noch wichtiger werden. Derzeit ist es aber noch nicht so einfach, elektronisch "Themenrelevanz" zu messen, wie man sich das als Laie vielleicht vorstellt. Daher hat ein Link einer "großen" Domain wie z. B. von Spiegel.de, Apple.com oder Mozilla nach wie vor mehr Power, als einer vom Kaninchenzüchterverein (der ist aber leichter zu bekommen ;-) Auch ohne Themenrelevanz. Und ja, wir testen solche Dinge. Ich darf Ihr Argument also umdrehen: Wenn Ihre Seiten gut ranken, auch ohne dass sie auf PR achten, dann bedeutet das ja nicht, dass sie nicht noch besser/stabiler ranken würden, wenn die Links von PR-starken Seiten kommen oder? Man kann auch in einem Golf ein Autorennen gewinnen, wenn man ein sehr guter Fahrer ist. Wer dann aber behaupten würde, dass PS unwichtig sind... über den würde man wohl mitleidig lächeln. Würde man einen so begnadeten Fahrer in einen Ferrari setzen, was könnte er wohl erst mit dieser Power bewirken? Aber wenn PS nicht wichtig sind, dann sind sie es eben nicht. Sie schreiben ja selbst, dass Sie nicht auf PR achten. Gleichzeitig aber, dass er nicht wichtig wäre. Schon seltsam wie man wohl zu solchen Erkenntnissen kommt. Was man seit Jahren nicht beachtet, kann nicht wichtig sein....

Wer das System hinter der PR-Berechnung verstanden hat, kann nicht wirklich ernsthaft behaupten, dass PR unwichtig ist. Leider haben sich scheinbar nicht so viele die Mühe gemacht, das wirklich nachzuvollziehen. Muss ja auch nicht sein.

>Nur Google weiß, wer von uns Recht hat ;)

OK, bleibt noch zu sagen, dass Google nach wie vor und immer wieder sagt "Wir lieben unseren PR". Und wer sich das aktuelle Video von Matt Cutts ansieht
http://www.website-boosting.de/blog/2008-05-13/was_sagt_google_zum_thema_spam.html
kann auch erkennen, dass PR für Google nach wie vor wichtig ist und wichtig sein muss. Wenn er nicht wichtig wäre, bräuchte man Linkkäufer nicht zu jagen und zu bestrafen. Unsinn.

Dass wir niemals den aktuellen und "echten" PR zu sehen bekommen, wurde ja auch schon mehrmals gesagt. Trotzdem zeigen Langzeitbeobachtungen, dass bei den Rankings mit hohen Trefferzahlen bzw. den sehr werthaltigen Keywords in der Regel immer Seiten mit nennenswerten PR vorne stehen. Gut gerankte Seiten mit augenscheinlich niedrigem PR haben in der Regel nach dem nächsten PR-Update sichtbar zugelegt. Selbstverständlich kommt es aber nicht alleine auf den PR an. Es gibt schätzungsweise an die 150 Kriterien, die ins Ranking einfließen (auch das wurde schon gesagt und ist dem aufmerksamen Leser wohl nicht entgangen). Hoher PR und schlechte Onpage-Optimierung kann nicht ranken! Das glaubt aber sicher noch nicht mal der Hobby-SEO von der Tankstelle. Fakt ist doch, dass bei stark werthaltigen Begriffen wie Handy, Lebensversicherung etc. die meisten Webseiten, die man auf den ersten Trefferseiten findet, eben auch schon ausgereizt onpage optimiert sind. Den Unterschied machen neben noch ein paar anderen Faktoren (wie Alter) die Backlinks. Nach Anzahl, nach Domainpopularität, nach IP-C-Classes, nach dem Maß des Linkwachstums, nach Textvariabiliät und -veränderungsfrequenz und eben auch nach PR. Ich sags nochmal: PR ist nicht der alleinige Faktor - bei weitem nicht. Aber ein immer noch wichtiger, wenn es um tiefes Wasser geht. Das nur als Hinweis für alle, die mich für blöde halten oder so hinstellen möchten.

Und ehrlich gesagt finde ich es gar nicht schlecht wenn Sie schreiben, dass all das Ihre Erfahrungen nicht widerspiegelt. Mag sich jeder selber ein Bild darüber machen ;-)
Sorry für die deutlichen Worte, aber manchmal platzt auch mir wirklich die Hutschnur. Meistens dann, wenn es eben nicht wirklich um eine Diskussion, sondern um andere Dinge im Hintergrund geht und sie noch dazu so verdammt schlecht verpackt werden.

Ich verstehe nicht ganz, was Sie mit „andere Dinge im Hintergrund geht und sie noch dazu so verdammt schlecht verpackt“ meinen. Aber egal. Ich bin ein Fan Ihrer Arbeit und wünsche lediglich mit Ihnen die 2 % Abweichung zu „debattieren“, bei denen wir wahrscheinlich nicht einer Meinung sind. Ihre Kommentarfunktion verstehe ich als Einladung an der „qualifizierten Diskussion“ teilzunehmen. Aber vielleicht verstehe ich das auch falsch?

Bevor ich zur Sache komme. Wir könnten uns wahrscheinlich den ganzen Tag mit der rhetorischen Zange gegenseitig die Wörter im Mund verdrehen und mit immer einfallsreicheren Metaphern gegenseitig toppen (macht ja auch manchmal Spaß ;). Aber letzlich gibt es bei diesem Thema zu viele unbekannte Variablen, um irgendwas abschließend klären zu können. Ich kann nur noch mal versuchen durch ein paar Anworten auf Ihren Kommentar und den Artikel meinen Standpunkt zu verdeutlichen und überlasse Ihnen danach das letzte Wort, denn ich muss dann auch wirklich weiterarbeiten.

- Nein, es stand nirgends was von „automatisch gutes Ranking bei hohem PR“. Sie haben es jedoch (wenigstens einen kleinen wenig) suggeriert, indem Sie schrieben. „Hey, gib doch ma die Begriffe hier ein und guck dir den jeweiligen PR an. Dann ist doch alles klar, oder? Der Zusammenhang ist doch offensichtlich!“ Vielleicht haben diese Seiten ja auch erst einen hohen PR bekommen, nachdem sie in die Top-10 gerutscht sind. Und vielleicht hat G den PR dann erhöht, gerade weil dadurch mehr Besucher auf die Seiten gekommen sind und diese Seiten auch noch mehr verlinkt wurden. Wer weiß schon wie genau G den TPR verfälscht bevor er uns präsentiert wird? Um das zu prüfen, müsste man wirklich außerdordentlich aufwändige Testverfahren aufsetzen.

- hübsche Kleidung macht attraktiver: Das kommt auf die Definition des Begriffes „attraktiv“ an. Wenn ich mir ein hübsches Damenkleid anziehe, dann sehe ich bestimmt nicht attraktiver aus. Außer an Karneval natürlich. Und ich will auch nicht das Konzept von „Innerer Schönheit“ unter den Tisch fallen lassen (Rhetorik, Rhetorik, ich weiß)

- Deinstallieren der Toolbar = besseres Ranking. Hm, wenn ich das irgendwo so geschrieben habe, dann spendiere ich Ihnen einen Kasten Bier. Wie wäre es hiermit: Das Deinstallieren der Toolbar hindert einen nicht dabei gute Rankings zu erreichen. Positiv formuliert: Sie können auch ohne Toolbar qualitativ hochwertigen Linkaufbau betreiben und das auch ohne jemals etwas von dem Begriff PageRank gehört zu haben.

- Einen nicht themenrelevanten Link von Spiegel.de, Apple.com oder Mozilla würde ich auch jederzeit nehmen. Keine Frage. Ich glaube der Kern unseres Argumentes liegt genau hier begraben. Es wäre zu klären, ob der interne PR, der hier vererbt wird, wirklich so wichtig ist. Richtig? Wir werden es nie erfahren. Ich glaube jedoch nicht. Nicht wenn es nur ein einzelner Link ist. Wie viel mehr Wert ist dieser Link nun wirklich? Angenommen er zeigt auf meinen Kaninchenzüchterverein. Wäre mir dann ein Link von Spiegel.de lieber als 3 Links von anderen Kaninchenseiten? Vor allem wenn ich bei meinem Begriff [kaninchen kaufen] auf Position 33 bin und die 3 Links, bei der gleichen Suchanfrage alle von Top-10 Seiten kommen? Definitiv nicht. Vor allem nicht, weil es mir die Toolbar so suggeriert.

- PS unwichtig. Ist eben auch relativ. Lieber 50 PS in einem Fiesta, als 1.500 PS in einem Leopard 21. Mit dem Fiesta komme ich auch ins Ziel ;) (und jetzt kommen Sie nicht mit das kommt auf die Ralley-Strecke an… Ich glaube diese Analogien bringen uns in der Sache nicht viel weiter)

- Was man seit Jahren nicht beachtet, kann nicht wichtig sein... Wenn ich seit Jahren mit einem Begriff stabil auf 1 bin (oder trendmäßig mit vielen in den Top-10), warum soll ich da noch auf etwas Zusätzliches achten?

- Das Sytem hinter PR ist wirklich genial und (wenn man mal ein wenig rekursiv programmiert hat auch nicht so schwer nachzuvollziehen) einfach. Wie toll das System ist, ist aber nicht die Frage. Sondern vielmehr mit welcher „Zahl“ das Ergebnis für die Berechnung des Rankings gewertet/multipliziert wird? 0,01 * TollerPR ist eben schlechter als 0,5 * TollerPR. 1/200, wie Sie schreiben, ist vielleicht sogar schon zu viel. Oder: Es könnte auch sein, dass der PR in bestimmten Fällen mit einem unterschiedlichen Faktor multipliziert wird. Es gibt vielleicht Nischen, in denen Links nicht so viel zählen, wie in anderen (nur eine Vermutung, aber etwas, was ich machen/testen würde, wenn ich das zu entscheiden hätte)

Noch eine Vermutung: Vielleicht fließt die volle PR-Power nur dann, wenn die Verteilung der Links auf eine Seite ein natürliches Muster ergibt? Neuer Weg eine Website abzuschießen? Einfach 10 PR-7 Links kaufen. (Nicht selbst geprüft, wurde mir bei einem Stammtisch geflüstert.)

- PR für Google nach wie vor wichtig. Es gibt verschiedene Motive das zu behaupten. Wenn ich ständig sage DAS ist wichtig, DAS ist wichtig, dann lenke ich vielleicht auch davon ab, dass die Leute nicht auf den Gedanken kommen, sich über DIES zu erkundigen. Nur mal so als Denkanstoß. Google ist notorisch verschwiegen und das, was sie (durch MC) rausbringen, sind meistens wohlplatzierte Halbwahrheiten. Propaganda nennt man das auch. Jemanden (nur) das wissen lassen, was man selbst möchte.

- schätzungsweise an die 150 Kriterien. Als Referenz: Ich habe in meinem Artikel2 den NY-Times-Beitrag3 verlinkt, in dem von über 200 „Signalen“ die Rede ist. Im Interview mit Eric Enge wird Udi Manber4 auch nochmal ein bisschen spezifischer (ohne, wie immer, wirklich spezifisch zu werden):

„Udi Manber: I cannot be specific, but, we use more than a hundred different parameters. PageRank is still an important parameter, but it's just one parameter. And, there are all kinds of parameters, such as whether the word appears in the title and whether the two words are close together and all the obvious traditional information retrieval parameters. There are many others that we invented and there is the combination of all of them, which is really where the hard work is being done, figuring out when and how to put them all together, of course, all of which is being done in real time.“

Wir können uns bestimmt jetzt stundenlang darüber unterhalten, was genau Udi mit „PageRank is still an important parameter, but it's just one parameter.“ meint. Aber in der Zeit kann ich meinen Begriff auch mit ein paar low-PR-Links nach vorne bringen. Ach ja, ganz vergessen, dass ich nicht weiß, wie hoch der PR ist. Ein Gegenargument könnte also auch sein, dass ich durch Zufall immer die Hoch-PR-Links gesammelt habe und es nur nicht weiß und jetzt fälschlicherweise behaupte, dass es nicht wichtig sei ;) Oder: und das ist mir wahrscheinlicher, Google führt uns mit der Toolbar sowieso nur an der Nase rum. Diese Daten sind eh nicht zuverlässig. Wie sollten wir dann daraus überhaupt zuverlässige Tests/Aussagen ableiten?

Auch interessant: 20 (Rare) Questions for Google Search Guru Udi Manber5

„What makes Google philosophically different from all the other search engines? What is Google searching for that others aren’t?
[…] Last year we made over 450 improvements to the algorithm.“

Mindestens eine Änderung am Tag(!) Es könnte also sein, dass das, was Sie (oder ich) behaupte(n), jeweils nur an jedem 2ten Tag richtig ist ;)

- Hoher PR und schlechte Onpage-Optimierung kann nicht ranken! Für das Gegenteil habe ich schon so oft Beispiele gesehen, dass mir glatt schwindelig wird. Bestes Beispiel sind die Seiten von den Großen: Amazon, E-Bay, Heise, etc. Vorausgesetzt die Fehler sind nicht so schwerwiegend, dass die Seite nicht indizierbar ist. (Zugegeben, die Großen werden in letzter Zeit immer besser, aber es gibt immer noch viele Beispiele, wenn man sucht)

- Aus dem Artikel: „Jetzt sehen wir den PR, mit dem Google schon lange intern gerechnet hat.“ Das sehen wir eben nicht. Wir wissen nicht, ob dieser Wert warheitsgemäß ist. Das haben G-Mitarbeiter auch schon an vielen Stellen gesagt (Daher kommt ja die Unterscheidung interner/externer PR).

- Was mir persönlich immer die „Hutschnur platzen lässt“, ist, wenn dann mal wieder ein Interessent anruft und total darauf fixiert ist nur Links mit hohem PR aufzubauen. Dann zählt nichts anderes mehr. Jetzt kommt hinzu, dass diese Leute auch noch sagen: „Aber der Herr Professor hat doch gesagt…“ Da machen dann meine Augen einen three-sixty in meinen Augenhöhlen. Vielen Kollegen, mit denen ich geredet habe, geht es auch so.

Mein Anliegen liegt eher darin, dass die Aussage stärker relativiert werden könnte. Vor allem von den Profi-Kollegen, die es besser wissen sollten. Ja, ein höherer PR ist höchstahrlicheinlich „besser“. Wir können uns aber nicht auf die Toolbar verlassen. Daher wissen wir auch nicht wirklich, ob das (nicht) stimmt. Also können wir auch gleich anfangen gute Links aufzubauen und mal den PR in die Tonne kloppen. Ich habe das gemacht und es nie bereut. Genauso, wie ich wichtige Wörter nicht mehr in Fettschrift (außer als stilistisches Mittel) setze. Ja, es bringt was, aber es ist in der Praxis einfach Zeitverschwendung und nicht die Mühe wert.

--

Mein Standpunkt ist also:

1) PR ist wichtig oder unwichtig jenachdem zu welchen Faktoren man ihn in Relation setzt, eben weil auch er nur in Kombination mit etlichen anderen Werten „verrechnet“ wird.
2) In der Praxis spielt der PR meiner Erfahrung nach keine (große) Rolle. Man schafft es auch ohne darauf zu achten auf Platz 1. Auch in umkämpften Bereichen. Wichtiger ist es mit seinem Linkaufbau richtig kreativ zu werden.

Kompromiss, der in der Praxis so gut wie auszuschließen ist, aber dennoch: Wenn alle anderen Faktoren gleich sind, dann gewinnt derjenige, der bei einem Link einen höheren PR-Wert hat. Einverstanden?

Ganz zum Schluss mein Vorschlag: Am besten verwendet man natürlichen Linkaufbau6. Also Links von Seiten mit und ohne hohen PR (Oder eben vom Kaninchenzüchterverein und von Apple.com. Warum nur aus einer Quelle, wenn man beides haben kann?). Einfach vergessen, dass es sowas wie PageRank gibt und fleißig Links aufbauen. Dann klappt’s auch mit den Rankings, weil es „natürlich“ aussieht. Die Alternative ist, dass die Leute immer weiter an diesen Mythos glauben und ihn als einzig wahren Faktor berücksichtigen, gerade weil es das einzige Signal ist, für das G eine visuelle Entsprechung präsentiert. Kein Wunder, dass sich die Laien daran festklammern.

Over and out
Ihr Sasa Ebach

(Leider gehen keine Links in den Kommentaren)

[1] http://de.wikipedia.org/wiki/Leopard_2
2 http://www.akademie.de/direkt?pid=44685&tid=13301
3 http://www.nytimes.com/2007/06/03/business/yourmoney/03google.html
4 http://www.stonetemple.com/articles/interview-udi-manber.shtml
5 http://www.popularmechanics.com/blogs/technology_news/4259137.html
6 http://www.akademie.de/direkt?pid=50147&tid=13301

Ist meine Rede... Wir sehen immer nur bei der Aktualisierung einen einigermaßen frischen Wert. Im Grunde genommen ist der aber schon wieder "alt". Aber gemacht! Es ist ja nicht so, dass sich der PR alle paar Tage um ganze Zahlen ändert ;-)
Eine Beobachtung über einen längeren Zeitraum hilft schon. Das ist doch auch der Grund, warum viele Hobby-SEO meinen, PR wäre nicht mehr "wichtig" (meist, weil sie auf der eigenen Seite eine 1 oder 2 da stehen haben). Unsinn. Google würde nicht so einen Aufwand betreiben, wenn es unwichtig wäre.

Und daher kommt auch die Fehleinschätzung, Seiten mit 0 oder niedrigem PR würden "auch" gut gerankt. Wir sehen den "neuen" PR nur noch nicht. Daher kommt dieses Fehlurteil.

36 | Xel schreibt am 28.07.08 9:02:

Herr Fischer möchte mir dann auch erklären, wieso manche Seiten einen PageRank haben, der höher ist als der von anderen Seiten, die aber laut dem öffentlichen Algo sowie laut gesundem Menschenverstand einen höheren PR als die Seite mit dem tatsächlich höheren PR haben und alle anderen Messwerte bei der Seite mit tatsächlich niedrigerem PR (über mehrere Updatezyklen) besser ausfallen als bei der anderen Seite? Sowohl
a) Inlinks
b) Wertigkeit der Inlinks
c) Ranking
d) Alexa
e) Technorati
f) usw.
?

Kleines Versehen von Google?
Oder doch eher ein Filter vor dem PR sodass dieser nicht dem entspricht, womit Google intern rechnet - was dann dafür sprechen würde, dass man dem TBR eigentlich nicht mehr trauen kann?

37 | Tino schreibt am 28.07.08 9:16:

Ich weiß mittlerweile auch nicht mehr, was ich vom Wert des PR halten soll. Seit ca. 12-13 Jahren betreue ich rund 100 Internetprojekte. Es gibt bei uns 1 Jahr alte Projekte mit 0 Backlinks, die aus einer einzigen Seite bestehen (und die ist noch nicht mal fertig). Dort gibt es am Tag manchmal 1-10 Besucher. G**gle ist das einen PR3 wert. Andererseits haben wir 12 Jahre alte Projekte mit mehr als 5000 Backlinks, mehreren tausend Dokumenten, mit ständig neuen und aktuellen Inhalten, mit 1000-10000 Besuchern am Tag, die auch nur PR 3 haben. Dann gibt es jede Menge Projekte dazwischen. Eigentlich vertrete ich mittlerweile auch den Standpunkt, daß der PR nicht das Maß aller Dinge ist... und vor allem, daß die LOGIK dahinter nicht mehr nachvollziehbar ist - also alles Kaffeesatzleserei ?

38 | Tino schreibt am 28.07.08 9:42:

Noch ein Nachtrag: Wenn G sagt "Wir lieben unseren PR", dann könnte es auch nur der erste und offizielle Teil eines Statements sein. Vollständig könnte es heißen "Wir lieben unseren PR. Damit haben wir ein Instrument geschaffen, mit welchem wir dem Volk Spaß und Spiele geben, ohne daß jemals nach der Wahrheit gefragt wird. Wir amüsieren uns jedenfalls köstlich darüber, wie das dumme Volk über den Sinn einer Zahl spekuliert, die wir uns alle paar Wochen neu ausdenken. Mal sehen, wie lange wir damit durchkommen..."

Tino: Sprichst mir aus der Seele ;) Aber deswegen antworte ich nicht. Vielmehr, weil es mal wieder ein paar neue Propagandaschnipsel gibt:

"Today, Google downloads the web continuously, collecting updated page information and re-processing the entire web-link graph several times per day."

http://googleblog.blogspot.com/2008/07/we-knew-web-was-big.html

Mit anderen Worten. Der richtige PR wird mehrmals am Tag neu kalkuliert, aber nur alle paar Monate in einer verkrüppelten Variante exportiert. Genau wie zuverlässig kann er (der TPR) dann sein?

Etwas mehr "food for thought".

40 | Xel schreibt am 29.07.08 3:03:

Da hällt mich mal wieder einer für doof, nur weil ich mein Diplom in WI erst dieses Jahr bekomme... aber ok, das Problem der Kommunikation Prof Student kenne ich ja schon.

Diese Seiten hatten mal einen höheren PR (zum Teil), dieser wurde von Google dann künstlich runter gesetzt (ich kenne die Linkstruktur und kann dementsprechend nachvollziehen, dass nicht so viel weggebrochen ist, was die eine Seite einen PR Punkt gekostet haben könnte, während es auf die andere keine Auswirkung hatte).

Ich rede hier also nicht von einem "schlicht und einfach niedrigerem" PR sondern von einer Filterung die nicht die SERPS sonden den Export des PRs betrifft.

Und wenn Google den TB-PR manipuliert, ist dieser in meinen Augen nicht aussagekräftig.

41 | Patrick schreibt am 29.07.08 4:39:

@Xel: Ich möchte mich zwar nicht in die Diskussion einmischen und eine der beiden Seiten vertreten, aber könnte es nicht theoretisch sein, dass ein PR-Punkt verloren gehen würde, wenn ein einzelnes Link wegbricht/entwertet wird?

Also mal ganz extrem vereinfacht: Für einen PR1 bräuchte man 0-10 Links. Für einen PR2 >10 aber 20 Links.

jetzt hättest du mit 21 Links einen PR3, ein einziges Link bricht weg oder wird niedriger gewertet und du hast 20 Links und bist somit bei PR2, ohne dass allzu viele Links hätten wegbrechen müssen.

Könnte ja theoretisch schon passieren, wenn du ganz knapp einen PR3 hast und dann auf einer Seite von der auf deine Seite verlinkt wird ein neues Link hinzukommt und du dann folglich weniger "page rank" kriegen würdest.

Was meinst Du denn mit "dass nicht so viel weggebrochen ist, was die eine Seite einen PR Punkt gekostet haben könnte, während es auf die andere keine Auswirkung hatte" genau?

Theoretisch könnte es ja reichen wenn ein Link wegebricht (bzw. nur geringer gewertet wird, wenn ein neues Link auf die selbe Seite von der das Link kommt hinzukommt), dass du von einem Pagerank 3 in einen Pagerank 2 kommen würdest.

Theoretisch könnte das auch allmählich passieren. Also dass dein PR sich schleichend von einem "guten" PR3 (also nicht nur gerade so) zurückentwickelt hat zu einem gerade-noch-so-PR3 ohne, dass Links weggebrochen sind (aber du einfach weniger PR von anderen Seiten bekommst, da die im Laufe der Zeit auf ihre Seiten mehr Links setzen und somit der PR gesplittet wird und du weniger davon abbekommst...und dem nicht ausreichend durch aktiven Linkaufbau entgegengewirkt hättest). Und plötzlich bist du an einem Punkt wo aus einem PR3 ein PR2 wird.

Ich will jetzt nicht sagen, dass das so der Fall ist (und bin mir auch gar nicht sicher, ob das deine eigene Seite ist), ich versuch nur deine Argumentation nachzuvollziehen (irgendwie schwer, wenn man die Seite nicht kennt).

42 | Patrick schreibt am 29.07.08 4:53:

Oben wollte ich schreiben "für einen PR2 bräuchte man >10 aber <= 20 Links", hab das <= vergessen.

Oh man, fällt mir gar nicht so einfach was ich meine in Worte zu packen:

Ich frag mich nur (rein objektiv) wie du beurteilen kannst, dass da nicht soviele Links weggebrochen sind, dass aus einem PR3 ein PR2 werden könnte. Dazu könnte doch theoretisch das Wegbrechen eines einzigen Links genügen, denn irgendwo muss ja die Grenze zwischen PR2 und PR3 gezogen werden.

Jetzt könntest Du argumentieren, dass der PR3 schon da war und dann noch deutlich mehr Linkaufbau betrieben wurde, es also kein gerade-so-PR3 ist.

Aber es ist ja so, dass eine Seite einen Maximalwert von PR an andere Seiten abgeben kann. Wenn eine Seite auf 10 Seiten verlinkt kriegt jede dieser Seiten (auf die verlinkt wird) nur 10% des Maximalwerts der abgegeben werden kann. Ist auf der Seite nur ein einziges Link kriegt die Seite auf die verlinkt wird 100%.

Wenn man jetzt davon ausgeht, dass a) das stimmt und b) durch das Wachsen des Internets mehr Links dazukommen, könnten Seiten PR verlieren ohne dass ihnen Links wegbrechen, einfach weil sie im Verhältnis zu anderen Seiten (dem Web allgemein) nicht weiter/zu langsam Links aufbauen.

Die Argumentation, dass man ja gar nicht weiß, ob das mit dem Maximalwert von PR den eine Seite verteilen kann oder ob eher mehr Links dazu kommen als verschwinden, wäre dabei relativ egal, da man das ja ausschließen müsste um zu beweisen, dass Google den PR künstlich verändert.

Ich frage mich das jetzt nur weil ich diese eine Stelle in deiner Argumentation nicht verstanden habe..will mich der PR - (noch) wichtig oder nicht - Diskussion aber bitte enthalten, da ich darüber nicht genug weiß um das beurteilen zu können.

43 | Xel schreibt am 29.07.08 5:02:

Also - meine Seite, mal als Vergleich betrachtet, ist und war auf PR4.
Wieso ist mir selbst nicht so ganz klar, weil eigentlich ist sie (meiner Meinung nach) eher n PR3 Kandidat.

Eine Seite von nem Bekannten von mir ist von 4 auf 3 "abgerutscht". Diese Seite ist weltweit wie auch deutschlandweit nach wie vor weit besser und stärker verlinkt als meine Seite.

Das was da an Links "geschrumpft" ist (als die ganzen PRs runtergegangen sind), hat insgesamt keinen großen Einfluss auf die Linkstruktur dieser Seite, da es zum einen gemessen an den restlichen Links sehr wenig war und zum anderen zu sagen ist, dass die Seite mit, wie ohne diese Links wesentlich stärker (= sowohl von Seiten mit mehr Linkpower als auch durch mehr Links, als auch mit einer natürlicheren Linkstärkenverteilung) verlinkt ist, als meine.

Ich meine, da ich keinen PageRank verloren habe, sondern meinen 4er weiterhin da "hängen" habe, bräuchte mich die Sache nicht weiter stören, seine Seite performt nach wie vor super - insofern interessierts ihn auch nicht wirklich.

Das einzige was ich daran sehe ist: Google manipuliert den PageRank und daher ist der nicht mehr aussagekräftig, zumindest für mich.

Xel schrieb: "Da hällt mich mal wieder einer für doof, nur weil ich mein Diplom in WI erst dieses Jahr bekomme... aber ok, das Problem der Kommunikation Prof Student kenne ich ja schon."

Oops. Da ist wirklich etwas schief gelaufen. Einer meiner Studenten waren Sie sicher nicht, da läuft die Kommunikation eher rund ;-) Sagt man.
So hab ich das keinesfalls verstanden haben wollen. Erstens hab ich keine Ahnung, wann und ob Sie Ihr Diplom haben. Und zweitens hat ein Diplom in WI natürlich auch nicht automatisch mit tiefgehendem Wissen über die Funktionsweise von Google zu tun. Patrik hat im Prinzip ja schon die richtige Antwort gegeben. Dass Google den PR "manipuliert" halte ich für eine nicht stichhaltige und auch nicht nachvollziehbare Behauptung. Der Sinn erschließt sich mir einfach nicht. Und ich frage ich mich, woher Sie wissen, welche Links auf diese oder jene Seite zeigen, dass das hier oder da mehr wären und dass sie sich nicht verändert hätten? Linkanalyse ist eine sehr diffizile Sache und man braucht teure Spezialsoftware, um einigermaßen einen Überblick zu bekommen.
Es gibt keine Stelle im Web, bei der man eine valide Linkanzahl abfragen könnte. Wie auch.

Sie dürfen auch nicht vergessen (wissen Sie sicher), dass nicht jeder Link gleich ist. Selbstverständlich zählt der PR einer verlinkenden Seite deutlich mit. Logisch. So - wenn ich nun z. B. 200 Links habe (die ich kenne), kann sich der PR dieser Seiten ebenfalls verändert haben. Noch schlimmer: Die Seiten können nach außen noch immer den gleichen ganzzahligen PR haben - aber intern verloren haben. Google rechnet den PR intern sehr viel feiner. Das bedeutet, dass Seiten schwächer geworden sein können und nach außen hin der Toolbar-PR noch immer die gleiche Zahl zeigt. Verlinken die auf mich, ist bei einer Analyse alles erste Sahne. Trotzdem hab ich eine PR-Stufe verloren. Da ist einfach weniger Linkpower da.

Sie haben auch eine Menge Links von Seiten, deren Linkpower durchaus wackeln kann (bzw. das Ausgrenzen oder "weniger" werten von Google). Wordpress.org, Matt Cutts, DMOZ, aus Google Groups, Technorati, von Robert Basic, Sistrix, Feedburner etc. und viele Bloglinks. Da brauchen nur einige wenige auf "nofollow" umstellen und schon berechnet sich der eigene PR anders.

Insofern kann ich das Argument, mit dem der PR ad absurdum geführt werden sollte, nicht so richtig nachvollziehen. Und die hier scheinbar in Ihren Augen vernünftigste Erklärung, dass halt Google da einfach manipuliert wäre mir für die komplexe Berechnungsform zu einfach.

Nachtrag: Immerhin sind es mindestens 132 valide Links, bei der allerdings mind. 44 aus dem gleichen IP-C-Block kommen. Kein soooo gesundes Verhältnis und eben auch ein wenig anfällig für schon kleine Änderungen am Algorithmus. Google muss nur z. B. den Froogle-Link zu Ihnen anders werten und schon kann ich das sichtbar auswirken. Ich finde, der (sichtbare) PR Ihres Blogs ist dafür wirklich beachtenswert! Viele Unternehmen kommen auf sehr viel weniger...

46 | Sasa Ebach schreibt am 29.07.08 6:38:

Ich glaube was Xel meint, ist, dass die Skala des TPR über die Jahre mehrfach angepasst wurde. Was mal ein TPR von 7 war, ist jetzt vielleicht ein TPR von 4 und morgen einer von 6, obwohl der eigentlich (echte) PR immer um die 0,3341224523232335535 war.

Ich bleib dabei: Die Exportdaten geben keinen zuverlässigen Messpunkt. Er dient nur dazu SEOs von der eigentlichen Arbeit abzuhalten. Und das kann er prima, wie wir ja alle hier eindrucksvoll belegen. Ich lasse mich aber sehr gerne durch einen Beweis überzeugen.

Solange niemand einen reproduzierbaren Test macht, ist die Diskussion sowieso müßig. Der oder die erste, der (die) das macht, wird in die Analen der SEO-Geschichte eingehen und von der gesammten Welt verlinkt werden.

Ich mach jetzt weiter Linkaufbau - ohne Toolbar.

Ist die Frage, warum nicht der PR den alleinigen Ausschlag für das Ranking gibt? ;-)
Über 150 Kriterien, so schätzt man, zieht Google für das Ranking zusammen. Einer davon, ein wichtiger, aber nur einer, ist der PR.
Selbstverständlich gibt es auch noch eine Menge Filter, die vor der "Auslieferung" der SEPRs zuschlagen. Es gibt "Strafpunkte" und viele fiese Dinge mehr. Es reicht eine etwas zu hohe Seyworddichte und schon steht eine Seite schlechter da, als so müsste...

So einfach: "hoher PR > drüber, niedriger PR ->drunter" ist es nicht ;)

48 | Xel schreibt am 29.07.08 7:03:

Nein - einer Ihrer Studenten war ich nicht - möglicherweise bedauerlich, wenn auch schwer zu beurteilen ohne je in einer Ihrer Vorlesungen gewesen zu sein.

Wie gesagt, ich finde meinen sichtbaren PR auch zu hoch - aber das ist mir im Prinzip egal. Fakt ist, wie Sie ja selbst sagen: Es gibt massenhaft Seiten mit wesentlich höherer Linkpopularität die einen niedrigeren PR haben. Dazu haben einige diese Seiten ein besseres Linkverhältnis (IPs, Stärke, nicht hauptsächlich Blogs, etc.) und haben trotzdem weniger Power...

Eben weil mein Blog eher als Wackelkanditat darsteht und alles andere als eine "starke" Seite ist, sehe ich da einiges im Argen bei der PR-Berechnung, denn wenn ich einen PR 4 habe, während andere Seiten nur einen 3er bekommen, obwohl dort eben mehr Power und Stabilität vorhanden ist, dann kann da - meiner Meinung nach - was nicht stimmen - vor allem, weil der PR jetzt schon relativ lange stabil ist (als ich das erste mal nachgeschaut und einen PR gesehen habe, war das ein 4er).

"Erstens hab ich keine Ahnung, wann und ob Sie Ihr Diplom haben. Und zweitens hat ein Diplom in WI natürlich auch nicht automatisch mit tiefgehendem Wissen über die Funktionsweise von Google zu tun"

Ja klar, aber ich habe halt manchmal schon so den Eindruck als würde ein Titel "Prof. Dr." gleich dazu beitragen, dass die Argumente "normaler" Menschen nur überflogen werden und wenn man nicht versteht, was der gegenüber meint, wird das eben als Unfug abgetan - zumindest ist mir entsprechendes schon passiert. Gut möglich, dass das bei Ihnen nicht der Fall ist, das kann ich nicht beurteilen und möchte Sie da auch nicht in eine "Schublade stecken".

Ich wunderte mich halt schon, als ich als Antwort, auf die Frage warum eine Seite, bei der alle Faktoren niedriger sind (alle - nicht nur das Ranking) einen höheren PR hat als die Vergleichsseite die Antwort bekam, dass das daran liegt, dass nicht nur der PR das Ranking bestimmt.

"Ich glaube was Xel meint, ist, dass die Skala des TPR über die Jahre mehrfach angepasst wurde. Was mal ein TPR von 7 war, ist jetzt vielleicht ein TPR von 4 und morgen einer von 6, obwohl der eigentlich (echte) PR immer um die 0,3341224523232335535 war."

Nein - nicht ganz, eher, dass mein Blog "überbewertet" ist (wie die Aktien von Google übrigens auch) während andere (ansich stärkere) Seiten "unterbewertet" sind. Und zwar gemessen an Linkpower zu Toolbar-PR.

Ja man kann keinen 100% validen Wert über die Linkpower bekommen. Aber man kann schon relativ gut zwei Seiten miteinander vergleichen. Wenn der Unterschied über die diversen (mir bekannten) Testmöglichkeiten immer groß ist, kann man sich sehr sicher sein, dass die eine Seite auch tatsächlich UND für Google stärker verlinkt ist als die andere. Oder täusche ich mich in diesem Punkt?

Mir gehts in jedem Fall nicht darum, dass mein Blog zu schwach bewertet würde - eher das Gegenteil.

Wie soll man das von außen testen? Man sieht nur den Toolbarwert, der nicht aktuell ist und viel zu weit und logarithmisch gespreizt ist. Zwei Seiten mit PR 5 können bei Google extrem weit auseinander liegen (grade erst PR 5 und der andere gerade noch PR 5). Kein Mensch kann das testen. Was doch völlig logisch sein sollte...???

Aber das passt schon so. Einfach weiter Links sammeln, egal welcher Toolbarwert (ob nun 2 oder 9 ist eh das gleiche) angezeigt wird - das passt schon so ;)

50 | Patrick schreibt am 29.07.08 8:09:

@Xel: ich kann dir bestätigen, dass Herr Fischer wirklich nicht so ist das er Argumente nur überliest, weil du kein Prof. Dr. davorstehen hast.

Ich hab ihn vor knapp 1 Jahr auf Xing kennengelernt als ich (vorübergehend)Studienabbrecher und seit über einem Semester an keiner Uni mehr war, aber das hat ihn nicht davon abgehalten mit mir ziemlich ausführlich über Suchmaschinenalgorithmen zu diskutieren und mich trotz meines Studienabbruchs ernst zu nehmen

51 | Xel schreibt am 29.07.08 8:54:

Oki - ich nehms zurück und behaupte das Gegenteil ;-)

Ich denke trotzdem man sollte beim PR sehr vorsichtig sein, da der eben durchaus mal "ein Schuss in den Ofen" sein kann - bestes Beispiel mein Blog - ein (für seine Verhältnisse) phänominaler und stabiler PR4, der aber sicherlich weniger Wert ist, als ein Link (von einer) von vielen starken PR3 Seiten - und vermutlich gibt es auch PR2 Seiten mit höherer Linkpower.

52 | Mosley schreibt am 29.07.08 10:56:

Ab wann zählt eine Webseite zu alten Eisen für Google. Wie wichtig ist das alter einer Webseite?

Tino schrieb:
"..Es gibt bei uns 1 Jahr alte Projekte mit 0 Backlinks, die aus einer einzigen Seite bestehen (und die ist noch nicht mal fertig). Dort gibt es am Tag manchmal 1-10 Besucher. G**gle ist das einen PR3 wert..."

Kein einziger Backlink und dann PR 3. Nein, dass kann nicht sein. Entweder spinnt G. da oder Sie messen Ihre Backlinks mit unzuverlässigen Tools. Eine Domain, die keinerlei Links hat, wird ja noch nicht mal gecrawled. Da liegt sicherlich ein Messfehler oder ein Irrtum vor.

54 | Tobias schreibt am 30.07.08 12:29:

@ Mosley
neine eher wichtig ist das Alter seit der erst Indizierung durch Google und seit wann der selbe Inhalt (Thematisch)auf dieser Webseite liegt. Und hier ist meist nach meinen Erfahrungen 12 Monate der erste entscheidende Knackpunkt

55 | thomas schreibt am 8.09.08 12:34:

Ich "glaube", dass google das Web in Kategorien einteilt News, Wikis, Science, business, populäres, erotik, etc. und ich glaube dass in den einzelnen Kategorien ganz unterschiedlich gerechnet wird. Ich kann mir aucvh vorstellen, dass die Kategorien fließend sind. Ein Beispiel:

Ich habe vor gut 1 Monat eine domain zum Thema flirten und partnersuche, also "populäres Thema" mit relevantem Content gefüllt. Vorher war diese domain meine Spielwiese zum testen jede Menge broken links Seiten ohne Content, etc, also viel Schrott. Es gab NULL Links auf diese Seite. Goggle hat sie was ich nicht wusste schon seit Monaten immer wieder mal besucht -wie die diese page gefunden haben ???? - Diese domain hat jetzt etwa 50 Unterseiten von denen etwa 2/3 im google-index sindunt bringt täglich zwischen 90 und 120 visits.

NULL Pagerank, keine Backlinks bis Anfang August

Ich erkläre mir das so, das die Kategorie populäres erheblicheren Schwankungen unterworfen ist als z.B. science

56 | Tino schreibt am 14.09.08 9:04:

"Sie messen Ihre Backlinks mit unzuverlässigen Tools." - Was sind denn "Zuverlässige Tools" ? Wenn man mehrmals täglich direkt in Google seine Backlinks checkt, schwanken die Werte bereits zwischen 0 Backlinks und "irgendwas zwischen 0 und 5000".

@Thomas

das Problem kenne ich. Google findet auch oft Seiten die (noch) nicht gefunden werden sollen. Könnte an der Verwendung der Google Toolbar liegen.

;-)

@Tino:
Dacht ich mir. Die Backlinks in Google selber zu checken ist so ziemlich die schlechteste Methode, die es gibt. Google verschleiert ganz bewusst Anzahl und Herkunft, weil Backlinkabfragen immer auf SEO-Maßnahmen basieren. Sonst fragt ja kein Mensch so was ab ;-)

@Heike Werneburg:
Habe ich bisher auch immer vermutet. Allerdings sagt man bei Google, dass die über die Toolbar erkannten Adressen nicht für das Crawling verwendet würden. Ich kann mir aber keinen anderen vernünftigen Grund vorstellen. Auch bei uns ist das schon ein paar Mal vorgekommen, dass Projekte vorab in G. aufgetaucht sind (ebenso hab ich das immer wieder mal aus dem Umfeld gehört). Ich gehe daher nach wie vor davon aus, dass das von der Toolbar kommt, auch wenn G. hier etwas anderes sagt. Es weiß ja nicht jeder bei G. alles. Oft sind solche Aussagen in Blogs etc. auch nur Vermutungen. Umgekehrt: Alle Projekte, die man ohne Toolbar im Vorfeld bearbeitet/kontrolliert, tauchen vorab nicht in den SERPs auf!

@Tino:
http://www.linkvendor.com/seo-tools/site-analysis.html
http://www.domain-pop.com/
http://www.seochat.com/seo-tools/link-popularity/

Besser sind aber professionelle Tools. Die muss man allerdings entweder selber programmieren oder kaufen. Das Prinzip ist immer das Gleiche: Möglichst viele unterschiedliche Suchmaschinen nach allen Backlinks abfragen (Google kann man sich dabei wirklich sparen) und die Ergebnisse über einen Datenbank von Doubletten befreien. Anders geht das nicht. Und man bekommt noch immer nicht alle Backlinks. Daher ist es Unsinn wenn jemand schreibt, er hätte keine/zu wenige Backlinks. Das kann man genau genommen gar nicht wissen! Deswegen ist übrigens Google erst entstanden!! Larry Page wollte wissen, wer auf seine Homepage (als Doktorand in Stanford) verlinkt. Also wollte er das komplette Web downloaden und die Links zu finden. Was auch gemacht wurde. So entstand die Maschine namens "Backrub" und aus Backrub wurde später Google.

60 | wolfgang schreibt am 4.10.08 2:34:

Hallo

Also ich habe nun ein Beispiel gefunden. Es geht um genau eine Seite von mir über den Roland Edirol R-09 und es geht um eine Seite zu einem Forum dass sich mit Audio Player befasst.

Sucht man nun nach "Roland Edirol R-09" dann liegt die eine Seite vorn, sucht man nach "Edirol R-09", dann ist es die andere Seite.

http://devsup.de/artikel/der-pagerank-und-seine-bedeutung

Herzliche Grüße
Wolfgang

@ Thomas:
Dass eine Seite PR hat und gut Onpage-optimiert ist, ist ja noch kein Garant, dass sie auch gut rankt! Ebenso wenig ist es kein Beweis, dass es keine Vogelgrippe gibt, weil man selber noch keine beobachtet hat.
Google hat vielfältige Filter und verschiedene Strafstufen für Domains. Da reichen u. U. schon ein paar "falsche" Bachlinks, dass Google der Domain misstraut und sie nach hinten schiebt. Das passiert auch bei PR 7 Seiten! Der PR drückt solche Abwertungen NICHT aus.
Also nochmal: Einigermaßen PR ;-) UND gute Onpage-Optimierung ist VORAUSSETZUNG für gutes Ranking, aber nicht hinreichend. Dazu müssen auch alle anderen Faktoren passen...

Thomas ich weiss nicht, was Du unter einer guten Onpage Optimierung verstehst. Für mich sieht es ganz danach aus, als hättest Du das Buch des Blogtitels hier noch nicht gelesen.

63 | Thomas schreibt am 12.11.08 12:48:

Kann leider auch was dazu sagen. Und zwar meine pagerank 4 Webseite, http://www.rubylinks.de hat trotz einem Alter von 7 Jahren und einem Pagerank 4 sowie einer guten onpage optimierung (SEO) leider über die Suchmascihne google keine Besucher. Ich denke das entkräftet (leider) den Wert von Pagerank etwas. :(

Hallo Martina,

warum auch immer? Wenn Du die Seite meinst, die Du hier verlinkt hast, dann weil Du keine eigene Domain mühsam aufbaust, sondern einen Wordpressaccount mit eine Subdomain benutzt.

Wordpress selber steht bei PR 9. Darum - ganz einfach.

VG
Heike Werneburg

65 | Martina schreibt am 2.01.09 12:31:

Hallo in die Runde,
...mein Gott wie kompliziert mit dem PR. Ich persönlich blogge seit August 2008 und bin mit PR4 eingestiegen. Warum auch immer.
Nun zum Jahreswechsel bin ich abgestuft auf 3. Warum auch immer.

Hauptsache, meinen Lesern gefällt mein Blog!
In diesem sinne, frohes Neues Jahr in die Runde.
Martina

Das dieser nebulöse PR von Google solche Diskussionen auslöst ist schon seltsam. Die meisten Kommentare - nicht nur hier,generell im Netz - sind durch Halbwissen geprägt. Wie Herr Fischer es bereits erwähnte. Wichtig ist durch erstmal eine saubere Programmierung und guter Content. Darüber sollten sich die meisten zuerst Gedanken machen bevor Sie ans Linkbuilding gehen. :-)
Beachtet meine Aktion: 10.000 Links in 100 Tagen.
http://blog.advertising-professional.de/

67 | Jensi schreibt am 26.01.09 2:56:

Auch wenn mich vielleicht Links von Spiegel.de & Co reizen würden, wenn sie nicht mein Thema sind, dann verzichte ich darauf und würde lieber einen PR 3 Link von einer themenbezogenen Seite nehmen (natürlich mit Abstrichen). PR ist mir egal. Themenrelevanz wird auch in Zukunft relevant bleiben. Die Frage ist, ob das PR auch sein wird (wenn es denn überhaupt noch ist).

Diese Diskussion hält dem Vergleich mit dem Ei und dem Huhn stand! Bei Top-Positionen ist eine adäquate Verlinkung vonnöten, eine adäquate Verlinkung bringt mittel- bis langfristig eine Steigerung des PRs mit sich. Der PR ist somit ein Abfallprodukt a) einer natürlich gewachsenen Linkstruktur oder b) eines zielgerichteten Linkaufbaus. In seiner Gesamtheit ist der PR zum Statussymbol "verkommen" und wer es sich leisten kann optimiert lieber auf grün als auf Keywords.

Ja Klar,

wichtig ist nur der Motor des Autos, die Beschaffenheit der Autobahn spielt hingegen keine Rolle für die erzielbare Höchtgeschwindigkeit?

Man kann es auch ganz anders sehen:

http://impuls2008.wordpress.com/2009/04/11/google-pagerank-und-seo-halbwissen-in-bezug-zur-relevanten-informationsqualitat/

...muss man aber nicht.

70 | Alex schreibt am 28.04.09 23:20:

Warum auch immer, aber irgendwie scheint hier die Reihenfolge der Kommentare ein wenig verrutscht zu sein...
z.B. 61/63 und 64/65 scheinen irgendwie in der Reihenfolge keinen Sinn zu ergeben.

Ansonsten zu der Problematik:
"Der PR drückt solche Abwertungen NICHT aus."

Ich gehe noch einen Schritt weiter und sage: Google hat auch Filter, die nur den PR negativ beeinflussen, aber nicht das Ranking. Ich kann das nicht beweisen - aber da manch einer durch das entfernen von ein paar Links aus seiner Seite + ausfüllen eines Reconsideration Requests den gefallenen PR wieder in die Höhe gehoben bekam, kann ich es mir nicht anders erklären.

Aber egal ob nun nur das eine oder beides richtig ist, fest steht, wie ich denke unbestritten von allen Seiten:

Im Normalfall lassen Backlinks sowohl den PR als auch das Ranking steigen.
Ob man nun die Backlinks allerdings am PR auswählen sollte oder nicht - nunja... ich hätte lieber einen Link von einer Seite, die einen PR 2 hat und keinen Filter als von einer mit PR 7 und Filter. Wenn ich die Domains aber sowieso prüfen muss, brauche ich auch den PR nicht als Anhaltspunkt dafür verwenden. Insofern ist der Pagerank für mich unwichtig. Die relevanten Informationen über die Stärke einer Domain erhält man durch ihn nicht und als "Gesamteindrucksmessgröße" kann er - für mich - auch nicht herhalten, da es zu viele Indikatoren gibt, die in den PR nicht wirklich einfließen.

Und an den impuls Blogger:
Die Beschaffenheit der Autobahn ist zwar auch relevant - aber wenn ich die Faktoren Motor, Getriebe, Räder, Gewicht kenne, muss ich mir eben die dazu passende Strasse suchen. Mit einem OffRoader werde ich auf der Autobahn gegen einen Sportwagen keinen Blumentopf gewinnen, aber wenn ich stattdessen damit eine Ralley fahre, wird der Sportwagen nach 4 Metern im Dreck steckenbleiben.

Was ich damit sagen will:
Der Vergleich passt nicht und hilft hier nicht viel weiter. Inhaltlich bietet das sowieso garnichts. Dass Links wichtig sind, wissen wir alle. Diese bilden, zusammen mit einer akzeptablem OnPage Optimierung das Grundgerüst jeder Optimierung.

Ob man nun lieber versucht selbst Werte zu Linkzahl und Menge zu bekommen oder ob man der Google-Aggregation namens PageRank glauben schenkt,... scheint Geschmackssache zu sein.

Das eine ist (deutlich) mehr Arbeit (die sowieso nur automatisiert sinnvoll bewältigt werden kann, wenn man nicht ganz China damit beschäftigen will), das andere teilweise doch extrem ungenau. Sonst würde nicht eine PR2 Domain für SEO auf Platz 3 stehen.

71 | impuls2008 schreibt am 29.04.09 7:18:

Hallo,

ein wirklich sehr interessantes Beispiel für eine waschechte, im Ergebnis leider fast sinnfreie Kreisdiskussion. Oben im Artikel steht vor ca. 1 1/2 Jahren entwa das Gegenteil von dem was schlussendlich nach 70 Kommentaren als akzeptable Erkenntnis gelten soll?

@ Alex,

PR (der Öffentliche) und Ranking sind ein völlig unterschiedliches Paar Schuhe. Intern rechnet Google ganz anders, dies wirst Du wissen. Im Zweifelsfalle hat man den Eindruck, Du hättest den oberen Artikel auf den sich dein Kommentar bezieht tatsächlich nicht gelesen.

Mit meiner Metapher zur Aurobahn ist es genau das Gleiche:

Natürlich wollte ich genau dies damit zum Ausdruck bringen. Nur hatte ich damit eigentlich die Wichtigkeit von Grundlagen ansprechen wollen.

Denn es gilt auch, dass der tollste Sportwagen nichts nützt, wenn die Autobahn mit Löchern und Wellen übersäht ist und somit das Erreichen der Höchstgeschwindigkeit schlichtweg verhindert wird.

Es nützt also ausgesprochen wenig Argumente so zu verdrehen, dass diese für die eigene Argumentation passend erscheinen, besonders dann nicht, wenn sämtliche Fakten eindeutig das Gegenteil aussagen.

Ich finde solche Diskussionen schon deswegen schädlich weil dabei Inhalte vermittelt werden, die schlichtweg falsch sind, von einem Leser jedoch als zutreffend angenommen werden könnten.

Auch Information und Desinformation sind nicht das Gleiche.

72 | Andreas schreibt am 5.10.10 17:11:

Danke für den netten Bericht, hat mir etwas geholfen. Die Seite gefällt mir außerdem, bitte mach weiter so mit der Seite.

73 | Himolla schreibt am 7.11.10 16:29:

Am 23.10. hatten wir bei einem unserer Projekte, tus-hasede.blogspot.com, eine PR-Veränderung von 0 auf 2, obwohl es kein generelles PR-Update gab. Gibt es jetzt eventuell nur noch einzelne Updates und kein allgemeines Update für alle Seiten?

Nein, einzelne, sichbare PR-Veränderungen gab es bisher immer wieder mal. Die nächste Ausgabe der Website Boosting wird sicher interessant für Euch. Schaut mal aufs Titelbild ;-) Kommt in ein paar Tagen.

tus-hasede.blogspot.com hat übrigens keinen PR 2. Bei mir jedenfalls kommt ein grauer Balken

76 | Lars schreibt am 24.11.10 21:11:

Sehr schöner Artikel. Ich habe mich auch über die eine oder andere Äußerung gewundert, daß Pagerank "tot" sei. WIe jeder weiß ist es wohl einer der größten Markenzeichen den Google besitzt. Mittlerweile wie Du es so schön beschrieben hast, werden wahrscheinlich noch viele weitere Faktoren eine große Rolle spielen. Wenn man sich an die Rahmenbedingungen des daseins im Internet hält wird man , wenn es denn brauchbaren Content gibt, auch erfolgreich sein.

@ Mario Fischer

DIe Seite hat Pagerank 2 ;)

77 | Karsten schreibt am 28.05.11 11:21:

Ich denke auch, dass der Pagerank nicht so ganz unwichtig ist. Wenn er so gar keine Rolle spielen würde, dann gäbe es ihn doch gar nicht mehr. Welchen Sinn sollten die "grünen Balken" dann noch haben?

78 | Filz schreibt am 26.08.11 21:08:

Na, diese ewige Diskussion. Tatsache ist, dass Google ihn immer mal wieder updatet, d.h. dass der PR wenigstens kurz nach dem Update den Wert einer Seite angibt. Und praktisch alle SEOs orientieren sich an ihm (woran denn sonst)?

Nach wie vor der Pagerank ist für das Ranking unwichtig - er steht am Ende der Kette und ist ein Maßstab für die Wertigkeit der Backlinks.

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