Splitter von der OMD in Düsseldorf
Letzte Woche war die OMD - eigentlich DIE Messe für alle, die mit Online-Marketing zu tun haben oder gerne zu tun hätten. Ein paar Impressionen...
Mein persönlicher Eindruck: Voll. Zu voll. Nicht die Gänge, wie sonst bei der CeBit oder anderen IT-Messen, aber die Stände. Gut für die Aussteller, schlecht für die Besucher. Entweder war tatsächlich zu wenig Standpersonal da oder die Besucher fragen zu lange oder zu tief. Es war jedenfalls schwer, jemanden ohne "Termin" zu bekommen, weil auf den meisten Ständen irgendwie jeder intensiv beschäftigt war.
Und so muss man als Besucher einen genauen Terminplan führen, wann man mit wem wo noch was bereden möchte. Und einen Hallenplan, um die Örtlichkeiten der geplanten Termine in gebotener Zeit zu finden. Einiges blieb diesmal leider auf der Strecke.
Ein "must" waren einige der begleitenden, hochinteressanten Vorträge. Insbesondere der von Philipp Schindler. Direktor Nord- und Mitteleuropa von Google.

Er räumte eloquent und sehr plastisch auf mit elf Mythen über Online Marketing, die für Profis eigentlich schon lange keine mehr sein dürften. Die Gesichter im überfüllten Saal zeigten jedoch, dass der Inhalt treffend gewählt war - denn sichtbar hochgezogene Augenbrauen und ins Gesicht geschriebene "Aha´s" bewiesen mehr als deutlich, dass hier scheinbar noch immer extrem (Wissens-)Aufholbedarf ist.
Vielleicht mag das Spiegelinterview von der OMD dafür ein weiterer Anscheinsbeweis sein. Nach der Messe findet traditionell eine heftige Party statt. Und zu der gibt es nur für Aussteller Karten. Und in so geringer Anzahl, dass es echt schwer ist, da rein zu kommen.

Man hatte die Fachleute (sollte man meinen) dort eigentlich nach Banalitäten wie "Was ist denn eigentlich eine Conversion-Rate?" oder "Was ist ein Lead?" gefragt. Also Brot-und-Butter-Worte der Online-Marketing Szene. Scheinbar waren die Antworten zum Teil so daneben, dass Spiegel-Online einige Ergebnisse per Video veröffentlicht hat (hier der Link zum Interview).
Gut - wir wissen nicht, wie viele die Fragen richtig beantwortet haben. Aber irgendwie traurig scheint es schon - für eine Fachmesse.
In diesem Zusammenhang kommt mir ein wirklich hübscher Video ins Gedächtnis, den ich Ihnen natürlich auch nicht vorenthalten möchte. Es geht um die Budgetsteuerung offline/online und er zaubert Ihnen unter Garantie ein dickes Lächeln auf die Lippen.
Ich befürchte, und das meine ich ganz ehrlich, dass die Diskussion in dem Video -Spaß hin oder her- in einigen Jahren noch immer so oder so ähnlich in einigen Companies ablaufen könnte. Aber machen Sie sich doch selber ein Bild, was in ferne Zukunft nach der OMD diskutiert werden könnte:
Fazit:
Die OMD lohnt trotz der vollen Stände. Die wirklich wichtigen Gespräche werden eh abseits und in Ruhe geführt. Und es gibt meines Wissens nach keine andere Veranstaltung, auf dem man wirklich alle Player so konzentriert an einem Ort findet.
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Geschrieben von Mario Fischer am 01.10.2007 | Kategorie: Aktuell, Skurriles
Kommentare & Anmerkungen
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Ja, die OMD ist wichtig und nützlich...
Warum aber z.B. an einigen Ständen keine vernünftigen Sitzgelegenheiten etwas abseits des Lärms vorhanden waren, bleibt rätselhaft.
Erfreulich vor allem das Bemühen der meisten Aussteller, ernsthaft auf ihre Besucher einzugehen und sie darüber hinaus mit Getränken und z.T. sehr originellen Häppchen zu verwöhnen. Unverständlich dagegen, dass man bei einigen Firmen trotz Voranmeldung auf völlig unvorbereitete Mitarbeiter - sorry, "Key Account Manager" o.ä. - stieß.
Die Qualität der Vorträge bzw. Workshops (die auch nix anderes waren und z.T. nicht einmal Gelegenheit zum Nachfragen boten) war doch sehr unterschiedlich. Fast alle waren überlaufen und es mangelte an Sitzgelegenheiten, wofür sich aber niemand verantwortlich fühlte..
Immer wieder unerfreulich, wenn größere Sponsoren solche Zuhöreransammlungen penetrant dazu nutzen, langweilige Eigenwerbung zu betreiben...
Das einzige Restaurant der OMD öffnete viel zu spät, schloss dafür umso früher und war als Refugium für Gespräche wegen der Hbf-Atmosphäre kaum nutzbar.
Unsäglich teilweise auch die sanitären Verhältnisse, vor allem für die weiblichen Besucher, die sich mal wieder in Geduld beim Anstehen üben durften...
Aber sonst...siehe oben ;-))