Neuer Google-Filter? Warm anziehen...
Gerüchten zufolge arbeitet man bei Google mit Hochdruck an einem neuen Filter. Es soll fast fertig sein und wird die Ergebnislisten durchwirbeln, wie kein anderes Update zuvor...
Wie gesagt - Gerüchte. Aber wenn sie in unterschiedlichen Kanälen auftauchen, ist das Grund genug, das etwas ernster zu nehmen.
Was die Anti-Spam-Kampftruppe dort drüben in Mountain View wohl am meisten stört, sind gekaufte Links. Einige Teilnehmer an Linknetzwerken hat es ja im Lauf des Jahres, vor allem Februar und März schon getroffen ("Seite 3-Strafe"). Seither gibt es immer wieder mal den einen oder anderen Fluch, wo die eigenen Seiten abgeblieben wären. In der Regel traf das Websites, die sich mit anderen gegenseitig über Kreuz oder Dritte verlinken.
Nun hat man bei Google offenbar einen neuen Algorithmus gefunden, um gekaufte Links maschinell zu identifizieren. Und scheinbar ist man schon recht gut darin. Die Trefferquote soll bereits bei stolzen 80% liegen. Es gibt in der Regel einige Anhaltspunkte, wie man gekaufte Links erkennen kann. Zum einen über bestimmte Linkmuster und über auffällige Besonderheiten der verkaufenden Sites.
Seit einiger Zeit kann man gekaufte Links ja schon bei Google so melden, dass Menschen dort diese Meldungen auch tatsächlich ansehen (hier mein damaliger Beitrag dazu). Vermutlich hat man die Meldungen (die alleine in D schon durch Neid oder Ordnungsliebe ("das ist so nicht in Ordnung") sicherlich zuhauf gemacht wurden/werden) analysiert und nach gemeinsamen Kennzeichen gesucht. Dann wird ein Algorithmus entwickelt, der nach diesen "Anomalien" sucht. Der wird in der Regel in einem einzelnen Datencenter getestet und die Auswirkungen auf die Ergebnislisten sauber geprüft. Erst wenn das Ergebnis die Googlianer überzeugt, findet ein Rollout statt.
Vermutlich kommt da was in den nächsten Monaten auf uns zu. Wer ohne große Kenntnisse und Recherche Links gekauft hat, mag vielleicht ab jetzt etwas unruhiger schlafen. Ich befürchte, dass es diesmal im Index gewaltig krachen wird.
Hmmm... warten wir´s ab...
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Geschrieben von Mario Fischer am 24.09.2007 | Kategorie: Aktuell
Kommentare & Anmerkungen
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Kommentare
Ich bin gespannt!
Sollte man sich dann bei LinkLift besser nicht mehr anmelden?
Ich würde öffentlich keine Namen nennen und sagen, dieses Linknetzwerk ist gut, schlecht oder leicht "auffindbar".
Letztendlich wird es daran hängen, wie scharf der Algorithmus tatsächlich auf den Index losgelassen wird. Man darf aber ruhig davon ausgehen, dass die Leute bei Google auch googlen und daher wissen, wo die bekannten Webseiten sind, die mit Linktausch zu tun haben oder automatisierte Linkdatenbanken anbieten. Das Risiko steigt.
Ein Problem bleibt: Die Entscheidung. Steigt man jetzt aus, dann können die eigenen Positionen durch den Wegfall der Links durchaus absinken. Wahrscheinlich sogar. Wartet man ab und verpasst den Ausstieg zu spät, wird die Domain möglicherweise geflagt und dann war´s das erst mal.
Es wird einfach immer gefährlicher, Links zu kaufen, wo groß steht: "Hier kannsu Links sammeln oder kaufen". Und vermarkten müssen die Anbieter ihre Leistung ja. Wie lange sich das vor Google vertecken lässt bleibt fraglich.
Und was ist mit den Linkanbietern? ;-))
Ich denke, den Linkanbietern wird G. keinen Strick drehen. Soweit ich das richtig interpretiere, ist das nicht gegen die Richtlinien. Links kaufen oder "künstlich" setzen lassen, um das Ranking zu beeinflussen - das mögen sie nicht.
Das schließt natürlich nicht aus, dass die "Verkäufer" nicht trotzdem eine Strafe bekommen oder der PR abgestuft wird, damit die Domain sichtbar "wertloser" geworden ist.
Die größeren Linkbörsen dürfte es aber schon erwischen, sonst taugt der Algorithmus nicht sonderlich viel.
Denken Sie das mal durch... Was passieren wird, wenn so ein Filter tatsächlich demnächst kommt. Da wird es schnell viele Arbeitssuchende aus den erst vor kurzem gegründeten Companies geben, die direkt vom Ranking leben. Und viele Shops, die durch gekaufte oder getauschte Links oben stehen, werden schließen, wenn 80% Traffic wegdonnert.
Und die Klickpreise bei Adwords werden sicher steigen, weil da viele den Ausweg suchen werden.
Ich persönlich rechne auch mit einem entsprechenden Update. Fraglich ist aus meiner Sicht nur, wie "gut" diese neue Methode sein wird. Sicher wird es viele erwischen, nur wenige werden erfahren genug sein, den Analysten bei den Suchmaschinen etwas entgegen zu setzen. Vor allem rechne ich langfristig mit weiteren Entwertungen von gegenseitigen Verlinkungen. Zum einen wird man maschinell oft nicht wirklich klären können, ob dies ein bezahlter Link ist oder nicht. Zum andern wird aber ein Linktausch (zum Zwecke des besseren Rankings) auch nicht sooo gerne gesehen werden.
Sicher wird dies die Klickpreise nach oben treiben (vielleicht sogar DAS Evaluationskriterium). Aber für viele wird es nur ein kurzer Test sein, denn die Kosten werden sich bei vielen nicht rechnen.
Ganz klar. Mit Sicherheit wird es wieder Kollateralschäden geben und Unschuldige treffen. 100% Trefferquote geht da verständlicherweise niemals.
Das bedeutet, es wird in Zukunft immer wichtiger, nicht nur sauber zu optimieren, sondern auch darauf zu achten, nicht "unsauber" zu wirken.
Ob die das machen, um Adwords zu pimpen glaube ich ehrlich gesagt nicht. Google verdient nun wirklich genug Geld. Als gierig schätze ich die Leute dort nicht ein. Zwischen den Index-Spezialisten und den "Verkäufern" gibt es meines Wissens nach auch eine dicke Firewall - sprich, die kooperieren nicht miteinander.
Als Folge werden die Adwords-Buchungen sicher ansteigen. Was soll man machen, wenn es einen aus dem organischen Index donnert und man auf Verkäufe angewiesen ist. Aber ich glaube nicht, dass DAS der Grund ist, gekauften Links nachzujagen. Es wird andere Seiten nach oben spülen und nun müssen/werden die vielleicht weniger Ads schalten (müssen).
Meiner Meinung nach ist das ein weiterer Schritt in Richtung "content is king".
Und das ist auch gut so - denn so können kleine Webseiten mit 1a-Content aber ohne gekaufte Links und ohne große Budgets besser im Ranking aufsteigen.
So wie in meiner Situation zur Zeit:
1. Plus: Ich habe eine kleine Webseite mit gutem Content und ärgere mich schon länger über "große Haifische", die im Ranking bei Google auf Seite 1 über mir stehen. Und das, obwohl deren Content praktisch "made for adsense" ist und für den Endverbraucher kaum wertvoll. Ein wenig Recherche zeigte mir dann, dass diese Webseiten nur durch gekaufte Links so hoch ins Ranking gekommen sind. Das finde ich nicht fair und vor allem nicht kundenorientiert.
2. Plus: Durch steigende Adwords-Kosten erwarte ich auch höhere Klickpreise und somit höhere Einnahmen durch meine Webseite.
Alles in allem finde ich: Es ist ein Schritt in die richtige Richtung: Wirklich gute Seiten auf den ersten Plätzen bei Google zu zeigen. Content is king.
Stimmt zwar schon, aber auf "fair" zu hoffen - das ist natürlich eine Ilussion.
Die "großen Haifische" sind ja nicht schon groß auf die Welt gekommen. Sie investieren (Links kaufen kostet ja erst mal Geld) und dann kommt Geld von Google zurück. Wo kann man denn heute noch was ohne Investment rausholen, außer der Nase?
Was ich damit sagen will: Auch künftig werden Seiten mit vielen Links gut ranken. Nur es werden die sein, die sich mit viel Arbeit und Know How um Links kümmen (auch "gekauft" wird weiterhin funktionieren, wenn es nicht halbäugig gemacht wird) und natürlich nützliche Content-Seiten. Klar . Doch auch bei letzteren muss man rausrennen in die Webwelt und sagen: Guckst Du hier, krasse Content! Bis man "entdeckt" wird, vergeht sonst zu viel Zeit - und wenn man noch nicht gut im Index gelistet ist, findet einen ja schließlich auch keiner...
Es ist trotzdem äußerst ungesund, dass wir in Deutschland zu Google kein nennenswertes Gegengewicht haben. Eine solche Monokultur kommt einer Diktatur auf dem Markt gleich, und das kann in niemandes Interesse sein - außer in Googles natürlich ;-).
Wir haben in den letzten Wochen wieder einige kurzfristige absurde Veränderungen bei den Suchergebnissen erleben dürfen, wobei völlig veraltet und unbedeutende Seiten (contentwise!) nach oben gespült wurden und andere relevante Einträge auf die Plätze verwiesen.
Das ist nicht besonders witzig, wenn man im Web Geschäfte macht...
Wäre gut und nützlich, wenn Yahoo und/oder Live Search von MSN endlich ihre Suchergebnisqualität signifikant steigern könnten. Von Aks.com ist leider bislang auch nichts Sinnvolles dem Google-Diktat entgegengesetzt worden.
Da haben Sie völlig Recht Herr Ihnenfeldt!
Allerdings sind es ja die Suchenden, die Google hier in D zum Quasi-Monopol machen. Nicht Google selber, auch wenn sie deswegen immer beschimpft werden.
Das darf man natürlich nie aus den Augen verlieren. Die Jungs sind anscheinend besser als die Jungs der anderen Suchmaschinen - und die Nutzer stimmen mit den Füßen ab. Das von Ihnen erwähnte "Google-Diktat" ist als "kunden"-gemacht!
Aber es ist durchaus bitter, wenn Unternehmen aus den Listings wegkrachen, die ausschließlich oder fast ausschließlich über das Web verdienen. Da hängen Existenzen, Familienernährer/innen etc. dran. Man gewöhnt sich schnell an das Geld, das Google über die SEPRs ranspült. Daher sag ich ja immer: Gerade auch wenn es gut und super läuft: Weiter dran arbeiten, als wenn Platz 1 erst noch zu erobern wäre. Es ist wie Rudern gegen den Strom. In dem Moment wo man aufhört, treibt man zurück...
Ich wundere mich schon immer darüber, dass Google gegen den Linkspam, z.B. bei den großen Verlagen und Newsseiten, nichts unternimmt.
Ich wundere mich noch mehr darüber, dass es Firmen gibt, welche offen Linktauschplattformen bereitstellen (Linklift, Teliad usw.). Wer dort als Linkkäufer oder Linkverkäufer teilnimmt, dem ist nach meiner Meinung nicht mehr zu helfen...
Klar - völlig richtig.
Eine Linktauschbörse muss man aktiv bewerben, sonst findet sie ja keiner. Und darin liegt unabhängig von der maschinellen Auffindbarkeit das Risiko. Jeder solche Plattform, die ein Google-Mensch findet und "abschaltet", würfelt viele Domains durcheinander, die teilgenommen haben. Die großen Plattformen findet man innerhalb weniger Stunden. Da bisher noch nix passiert ist, fühlen sich halt viele noch sicher. Und noch mehr haben keinerlei Ahnung, was da auf sie zukommt...
Trotzdem werden wir hinterher in Foren das bekannte Gejammer und Geschimpfe auf Google lesen. Schuld sind immer die anderen - nie die eigene Unkenntnis... Dabei wäre diese Erkenntnis der beste und richtige Weg zu Verbesserung ;-)
Jetzt ist es passiert. Google hat zugeschlagen:
http://www.website-boosting.de/blog/2007-10-24/der_neue_google_filter_greift_und_tschuss.html
Ich kann mich nur wiederholen. Ich finde die Monopolstellung Googles auf dem deutschen Markt unerträglich. Was soll daran verkehrt sein, Links zu verkaufen? Google selbst betreibt dies Geschäft im großen Stil. Wie das Kaninchen vor der Schlange so stehen die Websitebetreiber in Deutschland vor Googles unbeschränkter und unhinterfragter Allmacht.
Vielleicht wagt es jemand von den "Großen" unter den Google-Opfern auch einmal, die Situation rechtlich klären zu lassen...
Naja, die Besucher machen Google ja zum "Monopol" und die haben keinerlei Geschäftsbeziehung, weil die Nutzung umsonst ist.
Und die Gerichte haben das schon lange geklärt. Der Index spiegelt die "Meinung" von Google wieder und fällt unter die freie Meinungsäußerung. Man keinerlei Anspruch, dort aufgelistet zu werden und schon gar keinen auf eine bestimmte Position.
Ich denke, die können unterscheiden zwischen normaler Werbung und Links, die wg. des PageRanks gekauft werden. Bisher hat es ja auch hauptsächlich die großen Linkverkäufer erwischt, die ziemlich schamlos mit solchen Angeboten geworben haben. Von den kleinen hören wir derzeit natürlich noch nix, weil das zu unspektakulär für Meldungen ist.
Wir müssen noch abwarten für eine vernünftige Diagnose.
Aber ich meine, dass es an sich keine schlechte Nachricht ist oder? Die "Großen" kaufen sich große Links und stehen im organischen Bereich gut da. Damit ist es jetzt vorbei und es zählt wieder Intelligenz und Fleiß statt die dicke Brieftasche. Was sollten wir dagegen haben?
;-)
Jo, ist ja nun schon eine Weile her, bin aber dennoch über den Artikel gestoßen und finde die Vermutungen ganz interessant.
Ich weiß zwar nicht wohin google uns noch führen will, wirklich positiv sieht der ganze Trend momentan aber nicht aus!
Grüße, Chris.
bin sehr gespannt was das wohl gibt!!!!
gruss
mobby
www.schall-quelle.de
Linkkauf sollte auch bestraft werden, den Content ist nunmal King und so sollte es auch bleiben.
Irgendwie wird hier sehr übertrieben mit der Filterei. Man kämpft hier auch mit einem Gemeinschaftsprojekt welches abgerutscht ist, nur den Grund bekommt man nicht heraus.
Ich denke, man muss das mit den Augen von Google sehen. Die wollen relevante Treffer bringen und nicht den durch bezahlte Links nach vorne gebrachten. Die kämpfen dort extrem gegen Manipulationen und versuchen durch solche Filter, dagegen anzugehen. Natürlich trifft man da nicht immer exakt nur die Spammer. Ich verstehe auch den Ärger, wenn man von einem solchen Filter unschuldig bestraft wird. Allerdings müssen wir halt immer im Kopf behalten, dass unsere Webseiten immer nur mit eine Maschine und Rechenregeln "angesehen" werden (können). Wer aus Unkenntnis die gleichen Muster hinterlässt, die auch die Spammer als Spur hinter sich her ziehen - den kann es dabei natürlich erwischen. Da hilft nur, sich sachkundig zu machen. Schimpfen ist verständlich, hilft aber niemandem, weil sich damit nichts- aber auch gar nichts ändert.
Zu verstehen, wie Google & Co "denken", ist allerdings mittlerweile auch nicht mehr ganz einfach und im Hobbybereich eben nicht mehr zu beherrschen. Formel 1, Tennis, Segelregattas - überall braucht man eben Vollprofis. Die vorderen Plätze sind nun mal begrenzt. Ich kann einfach nicht verstehen, warum z. B. eine Autowerkstatt dafür plädiert, nicht selber am Auto rumzuschrauben, der Handwerker warnt, selber Wasserrohre zu verlegen und der Zahnarzt fordert, dass man häufig zur "Inspektion" kommt. Und alle überlassen die Erstellung (und Optimierung) der eigenen Website dem 17 jährigen Bub oder dem Bruder eines Freundes, dessen früherer Bekannter der an der Tankstelle das Leergut zurücknimmt.
Die erste Ergebnisseite bei Google ist mittlerweile wie ein Grundstück im Zentrum einer Großstadt zu sehen. Die "Parzellen" sind extrem erfolgreich, aber auch teuer bzw. schwer zu bekommen. Und alle wollen einen Anteil an diesem Grundstück haben. Im Bastelmodus geht das eben leider schon lange nicht mehr.
Man verkauft Autos, und macht Web.
Man stellt Schmuck her, und macht Web.
Man repariert Waschmaschinen, und macht Web.
Man verteidigt Menschen vor Gericht, und macht Web.
Man bietet einen Schneeräumdienst an, und macht Web.
Das kann doch auf Dauer nicht funktionieren...
gekaufte links waren ja schon immer nicht so toll also... nichts neues
SEOs sollen doch auch was verdienen.








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