Website Boosting 2.0 - Weblog

Der Weblog für das Buch Website-Boosting 2.0 von Mario Fischer

Sind alle Bahnfahrer Nullen?

Nicht immer haben alle Mitarbeiter eines Unternehmens die allerbeste Meinung von Kunden. Aber wie die Bahn ihre Kunden im Newsletter begrüßt, geht schon an die Schmerzgrenze...

Man stelle sich vor, man abonniert einen Newsletter. Kein schönes Gefühl, aber ab und zu muss das sein. Wie so oft verlangt der Seitenbetreiber mehr als nur die E-Mailadresse. Gibt man aber halt mal keinen Vornamen ein, wird der Datenbanktriebkopf der Bahn anscheinend sauer - Und schon lässt man den Leser wissen, für was man ihn hält:

Eine Null.

Nein, das ist kein Fake, sondern ein Screenshot eines echten Newsletters. Aber Spaß beiseite. Natürlich ist die Bahn nicht der Meinung, dass die Null von Ohlen wirklich eine Null ist. Wahrscheinlich kennen sie ihn ja gar nicht persönlich. Vermutlich hat er einfach den "Fehler" gemacht, den Vornamen nicht anzugeben (was geht das die Bahn eigentlich an?) und schon spuckt eine dämliche Maschine statt eines "Weglassens" eine "0" aus. Wie es sich für ein ordentliches Datenbankprogramm gehört.

Kann passieren? Is klar. Hätte man vorher mal auf alle Datenkonstellationen testen können? Is auch klar.

Was wäre wohl passiert, wenn er gar keinen Namen angegeben hätte? Auch richtig: Wahrscheinlich wäre er zu klassisch James-Bond´schen Doppelnull deklariert worden. Allen Schweißern sei also empfohlen, genau so zu verfahren. Sie erhalten dann per Mail zur Schweißlilzenz zusätzlich durch den Doppelnullstatus die "Lizenz zum Löten"...

Nur am Rande. Die Newsletteranmeldung der Bahn ist geschickt gemacht... Erst hat man ein schlankes Formular, in dem man wirklich nur die Mailadresse angeben muss. Es wird auch unten erklärt, dass man dann erst eine Kontrollmail (Double-opt-in) bekommt blabla. "Abschicken" gedrückt - und?
Jetzt kommt das "richtige Datenformular". Name, Vorname und eben auch eine Auswahl für den "Modus". Modus? Eben. Ob hier die Kunden auch mal gerne streiken würden...?

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Geschrieben von am 13.09.2007
Kategorie: Usability testen



Kommentare & Anmerkungen

zum Beitrag: »Sind alle Bahnfahrer Nullen?«,
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Kommentare

Hmmm...
War denn die Null vom Bohlen nicht die Verona?
;-)

2 | Anatol schreibt am 13.09.07 12:04:

Die Null ist da vollkommen richtig. Was fehlt ist das B am Anfang vom Nachnamen g

Meine Scanner haben mir noch eine lesenswerte Reaktion auf diesen Beitrag geliefert, auf die ich hier natürlich auch gerne verweise:
http://www.berliner-kuechengespraeche.de/index.php/reisen/die-deutsche-bahn-und-ihr-verstaendnis-von-kunden#comment-6

4 | Ralf Zeuge schreibt am 8.11.07 5:58:

Kommentar zum Newsletter der DB, ob 2you or 4you - der Letter ist für uns alle da!
- Offensichtlich gibt es auch Kommunikationsprobleme jenseits der Null:

... ja - wie denn nun?
Wie heisst es im Newsletter?
"...die BC für alle Fans von (uups, da geht mal schnell der Genitiv über den Jordan - Deutsch von der Bahn)
[...] und solche dies werden wollen..." - ah, eine gewisse Fussballaffinität wird also schon vorausgesetzt - oder: vielleicht doch nicht?
Denn einige wichtige Worte weiter steht geschrieben:
"...lohnt sich nicht nur für Fußball-Fans..." - für wen ist die BC denn nun gedacht: für Hertha-Fans, für Fussball-Fans oder für den Rest
der Republik?

Die DB sollte sich in Sachen Kundenansprache bei Herta eine Scheibe abschneiden - oder besser nicht: auch dort sucht man sich als Kunde vergeblich
(auf deren Website kennt man nämlich nur "Bewerber" und "Lieferanten").

Zurück zum Wesentlichen - zum Team der www.bahn.de:
Unser Lehrer warnte uns stets davor, Äpfel und Birnen zu addieren - gibt am Ende nur Mus.
Was macht der DB-Team-Geist daraus?
Die BC "kostet" und "verlängert" sich - in der Summe hört sich das für unsere österreichischen Freunde an wie die
"Verkostung eines Verlängerten" an.

Knackpunkte potenzieren sich so im Auge des Betrachters - bis es kracht.
Obwohl - Momentan stehen die Züge ja.

Danke für die Vorlage - es war tatsächlich ein "Vergnügen", diesen Newsletter zu lesen.

Es grüßt
Hans Wurst

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