Website Boosting 2.0 - Weblog

Der Weblog für das Buch Website-Boosting 2.0 von Mario Fischer

Google ändert die Formel für die Adwordspositionen

Konkret geht es um die 1-3 Adwords, die bei bestimmten Suchbegriffen über den normalen Suchergebnissen erscheinen. Rechts bleibt alles wie es ist. Bei vielen Adwordskunden werden sich daher wahrscheinlich die Klicks mehr oder weniger deutlich ändern - und Google wird mehr Geld einnehmen...

Viele Werbetreibende wissen es ja. Rutscht man vom rechten Bereich in den oberen (siehe Bild), also über die organischen Suchergebnisse, steigen die Klicks oft dramatisch an. Das mag daher rühren, dass noch immer einer Vielzahl von Suchenden nicht bewusst ist, dass das da oben Werbung ist.

Bisher hat Google den Qualitätsfaktor (guckst Du hier) und den tatsächlichen Preis pro Klick (CPC) bei der Berechnung berücksichtigt. Meine Seminarteilnehmer wissen ja ;-) dass sich der tatsächliche Preis auch aus aus dem Gebot für die Werbung bestimmt, die direkt hinter der eigenen Werbung platziert ist. Ihr "Nachfolger" hat also direkten Einfluss auf das, was Sie tatsächlich pro Klick bezahlen.

Was ändert sich? Statt den tatsächlichen Klickpreis zu berücksichtigen, verwendet Google nun das Klickgebot. Auf dieses hat man direkten Einfluss und damit kann man das zukünftig etwas besser steuern. Insofern klingt das erst mal positiv.

Google sagt, dass man jetzt leichter in eine der drei Top-Positionen (also oberhalb) kommen kann, in dem man das eigene, maximale Klickgebot erhöht. Schwupps - oben.

Was wird wahrscheinlich wirklich passieren?
Die Werbetreibenden werden nun ihre Gebote erhöhen, weil sie damit leichter und schneller nach oben bzw. vom rechten in einen der oberen Bereich kommen. Es wird also zukünftig sicher öfter diese "Top-"Anzeigen zu sehen geben. Bisher war das ja nur bei einem Teil der Suchbegriffe der Fall.
Wer die Formel zu Berechnung des tatsächlichen Klickpreises kennt, weiß, dass eine Erhöhung des Gebots auch eine Erhöhung des zu zahlenden Klickpreises bedeutet.

Fazit: Der Wettbewerb wird angeheizt und die Preise steigen. Solange das am Ende des Tages bedeutet, dass man als Werbetreibender auch wirklich mehr Umsatz (durch mehr Klicks) gemacht hat: Gut is.
Leider befürchte ich, dass die Meisten noch nicht mal wissen, ob und wie viel Umsatz sie überhaupt mit Adwords machen - weil sie nicht sauber messen oder wissen, dass man das kann. Viele davon werden sich daher wieder eine Hand auf ein Auge legen und einfach mal höher bieten. Man darf gespannt sein.

Eine wird allerdings in jedem Fall durch die Erhöhung der Klickgebote verdienen: Tante Gurgel.

Ach ja: Der wichtigste Hebel für effizientes Adwordsmarketing ist und bleibt nach wie vor der Qualitätsfaktor. Das heißt, auch jetzt kann man keine Top-Positionen "kaufen". Ein bissi Intelligenz ist also auch weiterhin nötig. Und für die das eine schlechte Nachricht ist - die lesen das hier gar nicht .

Und das ist wiederum die gute Nachricht für Sie ;-)

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Geschrieben von Mario Fischer am 10.08.2007 | Kategorie: Bezahlte Werbung

Kommentare & Anmerkungen

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Kommentare

1 | Patrick schreibt am 16.08.07 8:45:

Interessant zu lesen, dass der wichtigste Hebel für den Umgang mit Google Adwords der Qualitätsfaktor ist.

Ich nehme an nur so können sie sich's leisten bezahlte Anzeigen dort zu platzieren wo der Suchende "natürlich" erzeugte Ergebnisse erwartet.

Wäre es denkbar, dass in den Algorithmus auch eine Art Filter eingebaut ist der es Anzeigen mit einem zu niedrigen Qualitätsfaktor grundsätzlich unmöglich macht über den "normalen" Suchergebnissen zu erscheinen...da das wohl von Seitens Google riskant wär dort zu schlechte Anzeigen zu schalten, wenn viele Leute wohl noch davon ausgehen, dass das keine bezahlte Werbung ist?

"Wer die Formel zu Berechnung des tatsächlichen Klickpreises kennt, weiß, dass eine Erhöhung des Gebots auch eine Erhöhung des zu zahlenden Klickpreises bedeutet."

Das musst Du mir erklären! Wenn ich beispielsweise der einzige Kunde auf der SERP bin, dann zahle ich doch keinen höheren CpC, nur weil ich evtl. mein Gebot erhöht habe. Oder??

Sorry, das war unscharf. Klar zahlt man alleine mit nur einem Ad auf der SERP nur den Mindestklickpreis - egal was ich dabei als max. CPC biete!

4 | R.Ossiander schreibt am 20.12.07 10:59:

Hallo,

ich bin auf dem Gebiet Adwords noch ein relativer Anfänger. Kann man denn in wenigen Worten sagen was getan werden muss, bzw. wie Google entscheidet, dass man mit seiner Anzeige nicht rechts sondern über den SERP´s landet?

Grüße,

Robert

Über den SEPRs landen Adwords nur, wenn die Kampagnen ganz besonders gut performen. Man braucht also eine gute Klickrate. Das erreicht man durch gute Texte in der Anzeige und natürlich durch zu den Keywords passende Texte. (Klickgebot und/oder Qualitätsfaktor muss natürlich auch entsprechend passen, damit man auch auf der rechten Seite unter den ersten 3 steht).

Also: Wegen Faulheit das Keyword "Füller" mit einem allgemeinen Text über Büro- oder Schreibbedarf zu setzen, ist eher suboptimal. Besser die Keywords zu vernünftigen Gruppen ordnen und für jede Gruppe mehrere passende Texte machen - die dann testen.

6 | R.Ossiander schreibt am 20.12.07 11:30:

Hallo Herr Fischer,

vielen Dank für die Antwort.
Mir schließt sich bei dem Thema noch eine zweite Frage an, die jetzt vielleicht nur bedingt hierher passt, mir aber keine bis jetzt beantworten konnte.
Wie gelangen die Suchergebnisse mit Google-Maps-Karte eigentlich auf die SERP-Seite?
Konkret wie kommt das erste Ergebnis zu Stande wenn ich bei google nach "Wochenanzeiger München" suche zu Stande?
Ich nehme an, dass dafür ein Brancheneintrag erstellt werden muss...aber wenn ich das mache kann ich diesen Eintrag nur bei Google-Maps direkt finden oder bei einer lokalen Adwords-Anzeige mitbuchen. Laut Google-Hilfe wird die lokale Adwordsanzeige aber immer nur in Textform bei Google-Suche erscheinen...ich bin etwas verwirrt!

Wäre nett, wenn Sie mir helfen könnten.

Meines Wissens werden die Maps-Daten aus einem Branchenverzeichnis gezogen, das Google zugekauft hat (infobel). Wird ein eindeutiger Branchenbegriff in der Suchabfrage erkannt PLUS eine eindeutige Ortsbezeichnung (also z. B. Hautarzt Nürnberg), dann blendet Google Maps-Ergebnisse mit ein.

8 | Markus schreibt am 7.04.08 2:50:

Kommen die Maps nicht von Googles eigenem Map-/Karten Dienst Google-Maps?
Ach...Du meinst die Verknüpfung zwischen Suchergebnis und Kartenausschnitt?

9 | M.Br. schreibt am 22.07.08 1:49:

.. Ihr "Nachfolger" hat also direkten Einfluss auf das, was Sie tatsächlich pro Klick bezahlen. ..

Spannend, wenn man Google selbst als "Nachfolger" hat. War aber möglich und natürlich bezahlbar. Mittlerweile allerdings setzt sich G. selbst wieder ganz an die Spitze. Egal, der durchschnittliche Klickpreis ist jedenfalls tatsächlich sichtbar gestiegen.

@Mario Fischer
Bei einer Suche nach "Karstadt" kommt aber ebenfalls ein Maps-Ergebnis vorne (wenn auch ein völlig deplaziertes)
http://www.google.de/search?q=karstadt

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