Website Boosting 2.0 - Weblog

Der Weblog für das Buch Website-Boosting 2.0 von Mario Fischer

Gekaufte Links - geht nun das Denunziantentum um?

Google möchte, dass unsaubere Optimierungsmethoden gemeldet werden

Links auf die eigene Website sind wichtig. Logitsch.
Seit das bekannt ist -und das ist schon lange- werden auch immer wieder Links gekauft. Nun hat der Ober-Spam-Fighter Matt Cutts von Google in einem kurzen Beitrag in seinem Weblog die Webwelt in Aufruhr gebracht...

Er schreibt kurz gesagt, dass jeder andere verpfeifen soll/kann, der einen gekauften Link entdeckt. Dazu hat man in den Webmaster-Tools von Google (früher hieß das "Sitemaps") einen extra Link eingerichtet. Dort kommt man auf ein Formular, wo man gekaufte Links melden kann. Da man sich dazu einloggen muss, vertraut Google diesen Angaben nach den Worten von Matt Cutts und geht all diesen Meldungen nach.

Wir spekulieren mal:

a) Unliebsame Wettbewerber? Kurz recherchieren, Link gekauft? Verpfeifen und weech der junge Mann.
b) Unliebsame Wettbewerber? Kurz recherchieren, keinen Link gekauft? Kaaain Problem. Dann kaufen wir ihm halt ein paar und melden sie anschließend bei Google. Und weech der junge Mann.
c) Wie kommt man noch an Besucher? Links auf anderen Seiten setzen (lassen). Oft natürlich gegen Geld. Nicht immer steckt der Versuch dahinter, die Ergebnisse bei Google zu manipulieren. Ein kruder Programmierer entdeckt einen solchen Link (ich mein den Typ, der nur aus dem Haus geht, wenn seine Socken (die sonst ja immer an der Heizung stehen) zerbrochen sind) durch seine Brille mit 6,5 Dioptrin (schusssichere Gläser)... Ha! M-a-n-i-p-u-l-a-t-i-o-n... Das müssen wir gleich dem Kirchenvorstand und Google melden. Und weech der junge Mann.

Hmmm... warum macht Google das wohl? Vielleicht haben sie eine Analyse gemacht, wie viel Geld für gekaufte Links ausgegeben wird - und das ist der einzige Weg, auch an dieses Geld ranzukommen?

Keine Ahnung. Nur so viel weiß ich. Diesmal schießt Matti weit über das Ziel hinaus. Menschen und Maschinen sind fehlbar - aber hier wird das unglücklich miteinander kombiniert.

Es ist schon klar, dass Google sich davon nährt, die Qualität von Webseiten i. w. durch eingehende Links zu berechnen. Aber es ist auch klar, dass nicht jeder Link von "verdächtigen" Seiten gleich ein Manipulationsversuch ist. UND: Die Petzerei ist eben auch nicht manipulationssicher - siehe oben.

Und hier der Link zum Beitrag von Matt Cutts

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Geschrieben von Mario Fischer am 17.04.2007 | Kategorie: Aktuell, Stolperfallen

Kommentare & Anmerkungen

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Kommentare

1 | Micha schreibt am 19.04.07 11:58:

Als ob Google beim Aufdecken gekaufter Links auf die Hinweise von Leuten angewiesen wäre. Da fallen mir aber spontan für Google noch ein paar zuverlässigere Möglichkeiten ein. Ich halte das eher für eine Aktion mit der Linktauscher und -käufer eingeschüchtert werden sollen.

Für mich ist die Aktion ein weiterer Grund die Augen offen zu halten für Möglichkeiten interessierte Besucher unabhängig von Google zur eigenen Webseite zu bekommen.

Wer weiß wie lange Googles Suchmaschine noch so viele Besucher hat und liefert wie momentan. Die Aktion zeigt ja, wie verzweifelt die momentan am kämpfen sind.

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